Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 15 (1936-1937)
- Issue
- 11 (8.1937)
- Date
- 1937-08-01
- Page
- Seite 10 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3094266-3094439-3094450--5803-3100626- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFÜRT No. 11 August 1937 PALÄSTINA Ab Marseille, Triest und Konstanza Jef|f ist es höchste Zeit Schiffs- und Bahnkarten zu Original-Preisen PALESTINE & ORIENT LLOYD AMERIKA mit Schiffen aller Linien Intormationsreisen Allein-Verlretung ALFRED ADLER STEINWEG9 TELEFON 24961 für die Anmeldung Ihres Kreditbriefes für den Herbst zu günstigen Bedingungen (Bord- und Landgeld) treibenden vorbehaltlos die Anerkennung zuzubilligen, die ihm gebührt. Es muß darauf hingewiesen werden, daß allein die Existenz des jüdischen Handwerkerstandes es vielen jungen Juden heute überhaupt noch möglich macht, eine geordnete Berufsausbildung zu finden. Die Beziehungen der jüdischen Gemeinschaft zu jüdischen Handwerkern und Gewerbetreibenden dürfen allein unter den Gesichtspunkten beurteilt werden, welche für die jüdische Gemeinschaft überhaupt nur massgebend sein sollten: Achtung und Leistung. W. S. M. Literarische Rundschau R. Weichbrodt. Der Selbstmord, Verlag von S. Karger A. G. Basel, 1937. 252 S. Das Problem, wieso ein Mensch dazu kommt, sein Leben freiwillig zu beenden, hat Aerzte, Philosophen und Dichter aller Völker zu allen Zeiten beschäftigt. Wie zuerst die primitiven Völker, später, Juden, Inder, Chinesen, Griechen, Börner und Germanen über den Selbstmord dachten und welche Stellung ihre Religionen ihm gegenüber einnahmen, wird im voliegendeu Buche von dem Verfasser, der ein ausgezeichneter Kenner des Gebiets ist und sich schon lange wissenschaftlich damit beschäftgt hat, sehr anschaulich geschildert. Zeigt dieser erste Teil des Buches das Problem im Wandel der Zeiten und Anschauungen, so bringt sein zweiter Teil die Ergebnisse, welche die neuere und nexierste Forschung gezeitigt hat, wobei Verfasser sich überall auf seine eigene reiche Erfahrung als Nervenarzt stützen kann. Aus dieser heraus bekämpt er z. B. die weit verbreitete Anschauung, Ursache von Selbstmord sei meist eine geistige Störung, sondern zeigt vielmehr, daß viel häufiger mißliche soziale, berufliche und wirtschaftliehe Verhältnisse für ihn verantwortlich zu machen sind. Auf weitere Einzelheiten des sehr interessanten, flüssig und geistreich geschriebenen Buches, das. neben seinem wissenschaftlichen Inhalt auch als literarische Leistung seinem Verfasser alle Ehre macht, kann hier nicht eingegangen werden. Erwähnt sei noch, daß sehr sorgfältig durchgearbeitete Biographien bekannter Selbstmörder sowie anhangsweise beigegebene Äusserungen berühmter Persönlichkeiten über den Selbstmord das Werk in. wertvoller Weise ergänzen. Seine Lektüre kann allen an dem Problem Interessierten angelegentlich empfohlen werden. Prof. Dr: J. Elektrische Geräte Deckenstrahler Radio-Uberseegeräte. Kühl-Schränke Koch-und Heizgeräte Staubsauger Beleuchtungs-Körper Tischlampen Ventilatoren usw. Spannungsumstellung sämtl. elektr. Geräte Diplomingenieure GANZ & JOSEPH ©r. Friedbergerstr. 32, im Hofe links Fernspr. 27174 Dr. J. Sussmann, Das Wechsel- und Scheckrecht Palästinas, Nekudah-Verlag Mukacevo-Prag, 1937. Das Buch ist für die am Rechts- und Wirtschaftsleben Paläs-' tinas interessierten Kreise bestimmt, die keine der dortigen drei Amtssprachen beherrschen. Es will ihnen durch eine mit Erläuterungen versehene deutsche Uebersetzung des Gesetzestextes die Möglichkeit geben, sich mit dem Gesetz vertraut zu machen. Der Wechsel ist ein im Wirtschaftsleben Palästinas sehr häufiges Zahlungsmittel. Man stellt ihn dort selbst über kleine Beträge und auch in Fällen aus, in denen das hier nicht üblich ist. Auch Finanzierungsweehsel spielen eine erhebliche Rolle. Für ein derartiges Buch besteht deshalb zweifellos ein Bedürfnis. — Das Weehselrecht Palästinas entspricht weitgehend dem englischen Recht. Gegenüber dem deutschen Recht bestehen eine Reihe von Unterschieden. Die Grundregel, dass der gutgläubige Erwerber den Wechsel frei von Einwendungen gegen das Recht seiner Vormänner erwirbt, gilt auch im palästinensischen Recht, wenn auch die Regelung im einzelnen z. T. wieder anders ist. Der Verfaswr. hat möglichste Genauigkeit bei der Uebersetzung angestrebt. Das ist bei der Uebersetzung eines Gesetzes richtig. Die Schwierigkeiten, die sich aus dieser genauen Wiedergabe bei der Lektüre des Gesetzestextes bisweilen ergeben, müssen dafür in Kauf genommen werden. Sie sind eine Folge des englischen Gesetzes- I WeichliToat „Der Selhstmord" I I in Leinen 11.— zu haben in der los. Slraass'chen BucMrandloiig Inn. Leop. Lichtenstein Bleberjrasse 13 _■._ stils. Die Erläuterungen sind leicht verständlich, gerade zu den materiell wichtigen Vorschriften ausführlich, und ihr Verständnis wird durch Beispiele vielfach weiter erleichtert. Zahlreiche Zitate der englischen und der palästinensischen Rechtssprechung sind angegeben. Das Buch wird so sicherlich auch für den juristischen Praktiker von Nutzen sein. Dem deutschsprachigen Leser wäre die Unterrichtung über die z. T. schwierige Materie noch weiter erleichtert worden, wenn der Verfasser einen kurzen systematischen Abriss über den Inhalt des Gesetzes vorangeschickt hätte. Vielleicht geschieht das bei einer erneuten Auflage oder bei ähnliehen Publikationen. Das Ziel, das der Verfasser sich gesetzt hat, ist aber auch so erreicht. R. A. Ernst Gottschalk Turna Waschmaschine Kocht, wSschl, spült heiß u. kalt in einem Arbeitsgang Für alle Heizarten lieferbar. EHRMANN Bockenheimerldstr. 71 Tel. 73837 Besinnen Sie die Sigmund Nflubeim-flussiellung im Museum jüdischer fllierlümer