Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 15 (1936-1937)
- Issue
- 7 (4.1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 17 (sequence 19)
- Language
- German
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Seite 17 Marken »Mute in besten Qualitäten Das einzige jüdische Herren-Hut-Geschäft am Platz Mützen R. BendkOVer Telefon 28408 _ _Jetzt nur Trierischegasse 7 Ez Chajim Das Sommerhalbjahr beginnt Montag, den 12. April 1937. Unsere Fortbildungskurse in allen Fächern des jüdischen Wissens für Knaben vom 7. Lebensjahr an beginnen unmittelbar nach Pessach in der Israelitischen Religionsschule, Heimesweg 7. Anmeldungen nimmt täglich zwischen 3 und 4 Uhr Herr Lehrer Simon Schereschewski im Schulgebäude entgegen. Sijum für Erstgeborene Freitag, den 26. März, nach dem Morgengottesdienst findet im Hörsaal der Synagoge am Dominikanerplatz Sijum für Erstgeborene statt. Anmeldungen hierfür bei Synagogendiener S. Israel. Purimfeier im Erwerbslosenheim Am 2. März hatte das Tagesheim der erwerbslosen jüdischen Jugend zu einer Purimf eier in die Arnold Lazarus-Halle geladen. Es war das erste Mal, dass eine Veranstaltung des Tagesheims in grösserem Rahmen stattfand, und es darf gesagt werden, dass die Veranstaltung vorbildlich geglückt war. Die Vorbereitungen zu einer Purimfeier, wie sie sich im Tagesheim wirklich abgespielt haben, wurden der Oeffentlichkeit einmal gezeigt. Man konnte sehen, wie die einzelnen Jungen des Heims ihre Ideen an den Heimleiter heranbrachten. Es war erfreulich zu beobachten, wie vielgestaltig die Vorschläge waren, die die Jungen zu einer derartigen Feier zu machen hatten; denn diese Feier entstand wirklich nur aus dem, was sich die jungen selbst erdacht hatten. Nur so ist auch die Verschiedenartigkeit des Gebotenen zu erklären. Man sah eine Szene aus Shakespeares „Sommernachtstraum", die Alfred Auerbach ausgezeichnet einstudiert hatte, man hörte Musik- und Gesangsvorträge, staunte über ausserordentlich geglückte Jongleur- und Balanceakte, freute sich über gelungene Bühnenbilder, die dem Ganzen einen reizvollen Rahmen gaben. Am guten Gelingen des Abends hatte der Leiter des Heims, Dr. Fritz Mayer, den grössten Anteil; er bewies damit erneut, wie er mit den Jungen des Heims verbunden ist und was er aus ihnen zur Entfaltung bringt. Dr. Eduard Strauss leitete die Feier mit einer inhaltsreichen Ansprache ein. Im Namen der Anwesenden dankte Herr Dr. B e r g el den Mitwirkenden aufs Herz lichste und sprach damit im Namen aller, die diesen in jeder Beziehung erfreulichen Abend miterlebten. A. H. J. . Jahresversammlung des jüdischen Lehrervereins Die diesjährige Generalversammlung fand im Lesesaal des Gemeindehauses statt. — Herr Dr. J. Höxter, welcher als 1. Vorsitzender die Geschicke des Vereins über 34 Jahre geleitet hat, lehnte eine Wiederwahl ab, ebenso sah sich der langjährige 1. Schriftführer genötigt, sein Amt zur Verfügung zu stellen. In der darauffolgenden Wahlhandlung wurden nach der in Vorschlag gebrachten Liste gewählt: 1. Vorsitzender Studienrat Dr. Max S a 1 o m o n, 2. Vorsitzende Frl. Betty Schleifer, 1. Schriftführer Alfred Speier, 2. Schriftführerin Frl. Recha Friedmann, Rechner S. Eschwege. Herr J. B. L e v y ist, wie seither, dauerndes Mitglied des Vorstandes. Der neue Vorsitzende gab die Versicherung ab, dass er bestrebt sein werde, in objektiver sachlicher Form die Geschäfte des Vereins so weiterzuführen, wie dies sein Vorgänger im Verlaufe seiner 34jährigen Vorstandsführung getan habe. Dr. Salömön will mit allen jüdischen Organisationen und allen jüdischen Schularten arbeiten, um die Aufgaben des Vereins zu erfüllen. Herrn Dr. Höxter stattet er für seine 34jährige Tätigkeit den allerherzlichsten Dank für seine Hingabe ab. Als Zeichen des Dankes schlägt der Vorstand Herrn Dr. Höxter in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden vor. Der Vorsehlag wird mit allseitigem Beifall angenommen. Der Name des Vereins „Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinnen in Frankfurt a. M." soll in „Jüdischer Lehrerverein" umgeändert Werden. Der Vorschlag wird, unter dem Vorbehalt der Einwilligung der maßgebenden Behörde, zur Eintragung ins Ver¬ Religionsunterricht heute?". Herr Alfred Speyer bringt den scheidenden Vorstandsmitgliedern den Dank der Kollegenschaft für ihre geleistete Arbeit zum Ausdruck. Anschliessend eröffnete Herr Rabbiner Dr. Lemle die Diskussion über die 10 Grundsätze seines Referates ,,Jüdischer Religionsunterricht heute?". Veranstaltungen in der Arnold Lazarus-Halle Die Veranstaltung des 27. Februar galt der nachträglichen Feier des Purimfestes. Meno Mendel und Kurt Rosenbusch teilten sich in die heitere Conference des Abends, Liesel Simon brachte ein Kasperltheater ohne Puppen und. mit Kurt Rosenbusch gemeinsam, Scharaden. Auch als Zauberer führte er erstaunliche Leistungen vor. Else Liebreich sang, unterstützt von Max Firnberg am Flügel, und rezitierte. Einen besonderen Beitrag zum Gelingen des Abends bedeuteten die Tanzvorführungen von Anneliese Schweiker, Sophie Stein und Lio Goldschmidt, von der Tanzschule Erna J a k o b y. Zu der üblichen Verabreichung von Getränken und Gebäck wurde jedem der fast 250 Anwesenden aus Anlass des Purimfestes eine Tafel Schokolade gespendet. — Der Abend des 6. März brachte einen Vortrag von Dr. Erwin Seligmann über „Das Leben in der Frankfurter und Londoner Judengasse am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts". Die Ausführungen wurden mit regem Interesse aufgenommen, ebenso wie die von der Gesangsschule Alice B a e h r gebotenen musikalischen Vorträge des zweiten Teils, bei dem die Damen Lisel Hirsch, Ida Misch, Esther Fabisch, Dr. Tilly Neumann und die Herren Dr. Julius Hanauer, Richard Baehr, sowie Fräulein Lucie Baehr am Klavier, mitwirkten. Auch diese Veranstaltung war sehr gut besucht. Jüdische Schachmeisterschaften 1937 in Frankfurt ausgetragen Die 2. jüdischen Schachmeisterschaften von Deutschland wurden auf dem jüdischen Schachkongresss des Jahres 1936 von der „Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Schachvereine" der Jüdischen Schachvereinigung Frankfurt a. M. übertragen, die die Meisterkämpfe in mustergültiger Organisation in der Zeit vom 8. bis 11. März im Cafe Falk durchführte. DIE FARBIGE ANZEIGE zieht unwiderruflich den Blick des Lesers an! Audi He können Ihre Anzeige nach nebenstehendem Muster besonders herverheben sodass sie sofort beachtet und gelesen wird, wenn Sie sie mit einem solchen oder ähnlichen Roten Zeichen versehen. Die Benutjung dieses oder eines anderen Zeichens wird im Abonnement durch uns vergeben. Die Anzeigen-Verwaltung des Gemeindeblattes M. ISAACäCo. Reineckstrasse 17—19 + Te I e f o n 24888