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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-03-01 · 6 (3.1937) · p. Seite 18

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
6 (3.1937)
Date
1937-03-01
Page
Seite 18 (sequence 20)
Language
German
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Seite 18 SILBERSTEIN&C0. ' UMZÜGE NACH ALLEN ORTEN DER WELT VERTRETER '.PHIL. SOHN ER BUR.HIT1STR .6 FEZHfL. 65751 habt; die mitreissenden sieghaften Schönheiten einer Partitur, die heute in noch weit höherem Ansehen steht als etwa vor dem Krieg, kamen unter der ruhigen überlegenen Stabführung von Professor Prüwer im Orchester und Chor makellos, bei den Solisten in verschiedenem Grad der Keife, aber doch durchweg "überzeugend zu Tage. Auch bei der, durch einige spielmässige Andeutungen doch von fern der Bühne genäherten konzertmässigen Aufführung (Regie: Kurt Rahmer) war zu sehen und zu hören, daß Wilhelm Cruttmann, der die tragische Titelrolle des leiderfüllten Spassmachers mit ergreifendem Ausdruck und scharf profiliert sang, ein erschütternder Gestalter ist. Emmy Lussheimer-Joseph als Gilda erfreute wiederum durch ihre weiche schöne und kultivierte Stimme. Richard Dresdner hielt, wenn auch nicht immer ganz mühelos, bei der dankbaren, aber z. T. recht exponierten Tenorpartie des Herzogs gut durch und gab sein Bestes in der pianissimo-Reprise des berühmten ,,Ach wie so trügerisch". Den drei Hauptträgern der Handlung und musikalischen Gestaltung gesellten sich zu Hans Assenheim, der die kurze, aber erschütternde Rolle des Monterone mit dramatischer Kraft vortrug, Kurt R a h m e r, ein charakteristischer Spitzbube, der — wie es sich für die Oper gehört — auch im Bereich des bei eanto zu Hause war und Leonore S c h w a r z-N e u m a i e r, als Maddalena zum Erfolg des wundervollen Quartetts im dritten Akt wesentlich beitragend. Auch Lore Michaelis, Janko - Czerner:Kauffmann, Werner Kauffmann, .• Max Lipmann und Trude Strauss wirkten zum Erfolg des Ganzen, jeder an seinem Platz. Nicht vergessen sei die hervorragende Chorleistung, die Dr. Nathan Ehrenreichs Vorbereitung zu danken war. ' r Das zahlreiche Publikum im Saalbau war von der imponierenden Leistung mitgerissen und dankte dem Dirigenten, seinem Orchester und den Solisten nach Gebühr. Georg Schott Orchester-Konzert des Kulturbunds Die Vorankündigung hatte recht: das Februar-Konzert des Kulturbundorchesters war wirklich einer der schönsten Abende des Winters. Ein anregendes Programm wurde in einer geradezu hervorragenden Ausführung geboten. Als Neuheit hörte man das Coiicerto grosso des jüdischen Komponisten Ernest Bloch, ein Werk, das schon bei der ersten Begegnung unmittelbar anspricht. Die vorklassische Form ist mit dem neuzeitlichen, weltmännischen Geiste eines Tonschöpfers erfüllt, der in vielen Stilen zuhause ist und auch der Volksmusik verschiedener Nationen eine deutliche Verbeugung macht, aber bei aller Verbindlichkeit seiner Melodik doch in Klang und Rhythmus eigene Wege geht. Die herrliche, ungebrochene Musizierfreude des 18. Jahrhunderts wird tatsächlich in vielen Teilen der (auch handwerklich meisterhaft gearbeiteten)' Komposition lebendig. Die Wiedergabe war wie aus einem Guss. * Prof essor Prüwer hatte für eine ausserordentlich sorgfältige Einstudierung gesorgt und gab selbst vom Flügel aus als Spieler und Dirigent starken Antrieb. Das Orchester assistierte ihm mit der geforderten Selbständigkeit und Anpassung. Jeder Streicher wurde zum Kammermusiker. Auch das zweite sinfonische Werk des Abends,' die. Londoner Symphonie in D von H a y d n, wurde mit ähnlicher Genauigkeit und Frische musiziert, obwohl infolge des ausgedehnten Programms die Zeit schon sehr vorgeschritten war. Prüwer überhastet die Tempi nicht, sodaß in den schnellen Sätzen auch die kleinste Figur ausführbar und vernehmlich bleibt. Er trifft den Stil Haydns ausgezeichnet und hält die richtige Mitte zwischen übersprudelnder Laune und Wiener Gemütlichkeit, ohne die klassische Musik zu verniedlichen. Die Fortschritte? des Orchesters sind erstaunlieh. Den vokalen Teil bestritt die Altistin Ruth Kisch- Arndt, die man gerne wieder au der Stätte ihres früheren Wirkens begrüsste. Die Sängerin, die schon immer durch Geistigkeit und Grnjf ftx&ner & öort^eiraer ßiefcfrauenfcerfi 39, 1. Stocfe — ©efir. 1837 fcerrenffofjfe in bcn ottbetanirt erflen Qualitäten Lauis^Simon : -v;"^; K^rslftSTRASSE^ pTAFE! i_! FACHGESCHÄFT fÜtC TAFELGERÄTE, BESTECKE MODESCHMUCK /Idele Spitz ^^^^^TB Corsets nach Maß Großes Lager in fertigen Corsets, Gummischlüpfer Büstenhalter Goethe straBe 20 I. T. 23195 | Corsets nach Maß (i. Hause David & Meyer) Konfektionsbetrieb W. Nathan»» Spez.-Anfert von Oberhemden Schlafanzüge, aus;eigenen und gelieferteu Stoffen. — Beste Verarbeitung JUd. Damen-u. Herren-Friseur Salon Eisner Porzellanhofstraße 4 Ecke Zeil Telefon 27388 Dauerwel en. Färben, Blondieren Rufen Sie 29391 an Ich besuche Sie unverbindlich mit Mustern in I Ia Bett-, Tischu. 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