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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-03-01 · 6 (3.1937) · p. Seite 17

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
6 (3.1937)
Date
1937-03-01
Page
Seite 17 (sequence 19)
Language
German
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Seite 17 Die praktische und moderne Bettcouch — Die sachliche u. geschmackvolle Dekoration— Die sauber und gut gektebte Tapete — — alles preiswert aus einer Hand Werkstätten Julius Schott Beltinastr. 35 Olbrichstr. 79 Ruf 91384 II fen kaum sehr bedeutsame Stück mit ziemlich verblüffender Harmonik. Im zweiten Teil aber, dessen Thematik etwa an Mendelssohn gemahnt, und im Schlußsatz nähert er sich einer, gar nicht so übel klingenden, Salonmusik, wie man sie ruhig auch einmal hören darf. Den Ausführenden, die diesen schönen Abend des Kulturbundes bestritten, wurde herzlicher Beifall zuteil. Ii . '■ i : - : _ Georg Schott . Streichquartett des Kulturbunds Nach Bassermanns und Sehuyers Weggang galt es, das Streichquartett des Kulturbunds neu aufzubauen. Drucker rückte, wie es seinem Können entsprach, ans erste Pult vor, K a r p blieb selbstverständlich an der Bratsche. Für die zweite Geige wurde der erprobte Kammermusikspieler Ratner gewonnen. Als Cellist trat Heinz Edelstein aus dem Orchester hinzu. In dieser Zusammenstellung stellte sich die Spielgemeinschaft zum ersten Male dem Publikum vor und errang einen vollen Erfolg.. Der einheitlich gerichtete Musizierwille der vier jungen Künstler erzeugt eine Homogenität des Vortrags, wie er der früheren Vereinigung nicht ohne weiteres gegeben war. Niemand drängt sich vor, jeder ordnet sich ein. Auch der Primgeiger fügt sich dem Ensemblegeist (er dürfte zuweilen ohne Bedenken seine Persönlichkeit mehr zur Geltung bringen). Die klangliche Qualität ist schon jetzt hervorragend. Die feinsten Schattierungen aller Stärkegrade werden herausgearbeitet. Nur das Forte wünscht man sich noch tragfähiger und kerniger. Schuberts Opus 29 in a-moll erschien in der Nachgestaltung noch etwas ungelöst und allzusehr auf klangliche Diskretion gestellt. Gewiss ist verträumte Beschaulichkeit die beherrschende Grundstimmung des Werkes, aber in einzelnen Teilen kann es auch herzhafter und ausladender in der Tongebung angepackt werden. Ernst Tochs reizvolle Serenade op. 25 „nach Spitzwegs Art" ist von allerhand Wiener Humor und Kurzweil erfüllt. Der Eosenkavalier geistert vernehmlich hinein und auch sonst manch Straussischer Melodiebogen. Aber das Persönliche des Komponisten bricht sich immer wieder Bahn. Die formgerechte, spritzige Wiedergabe ließ die unbeschwerte Frische des Werkes besonders deutlich werden. Den Höhepunkt des Abends bezeichnete D v o r a k s F-Dur-Quartett, in dem bei aller Formgebundenheit böhmisches Musikantentum unverfälscht und hinreissend durchbricht Drucker und seine Spielgefährten zeigten sich liier ganz auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit. Namentlich der in berückender Klangschönheit vermittelte langsame Satz hinterließ haftenden Eindruck. Auch der Cellist erwies sich nunmehr nach anfänglicher Zurückhaltung als Musiker von eigenem Profil und als ebenbürtiger Quartett-Partner. Dankbarer Beifall ehrte dieKünstler. Dr. Ehrenreich „Rigoletto" im Kulturbund Konzertmässig aufgeführt Was bei der „Zauberflöte" unter dem Zwang der Verhältnisse als Kompromiss erreicht wurde, eine prachtvolle konzertante Aufführung, war beim, „Kigoletto", dem in 14 Tagen komponierten melodiensprühenden und menschlich bewegenden Werk des italienischen Antipoden Wagners, von vornherein das Ziel. An sich gibt es zweifellos eine ganze Reihe von wertvollen und nicht gar so häufig gehörten Opern, die von Natur aus einer konzertmässigen Wiedergabe weniger widerstreben als gerade die handlungsgeladenen, von Romantik erfüllten und weithin auf Gestik und visuelle Eindrücke weisenden Meisterwerke Verdis. Wer durch die Aufführung des Kulturbundes mit „Rigoletto" zuerst bekannt wurde und nicht die ergänzende Erinnerung vom Theater her mitbringen konnte, dem ist zwar sicher ein hoher und wertvoller Kunstgenuss beschieden gewesen, aber das volle Leben dieses gesungenen Dramas, dieses „tönenden Spiels" kann ihm kaum völlig zu Ohren und zu Bewusstsein gekommen sein. Dabei hat — und das darf mit stolzer Freude gesagt 3ein — diese Aufführung selbst wieder denkbar hohes Niveau ge- Gebt den jüd. Blinden ARBEIT! Wir bitten unsce Glaubensgenossen, beim Einkauf von Bürsten und Besen, beim Rep rieren von Bohnern und Körben, bei Stuhlflechten und Klavierstimmen unsere jüdischen Blinden zu berücksichtigen. Lassen Sie sich unseren Ausweis vorzeigen. Sellistliillggrupgg der jüd. Blinden in Franklart a. M. Bjst^ltun£en sind zu richten an PAUL RING, Ffm., Feuerbachstraße 35 So silzl ein flnzno [noch Mali! vyi NeuoeDaner vos A- \t/4\ J. r«£j---— ■ □ Dipl.-Schneidermeister \J Uhtandstrasse 57 | Telefon 44028 I Ecke Hanauerlandstr. Haltestelle 14 u. 18 J. EISEMANN Gegr. 1868 Tel- 23823 97 Fahrgasse 97 Herren-. Knaben-, Sport-, Beruf«-, Leder- und Regen-Kleidung Grosse Auswahl Billige Preise Moderne Bildnisse Pass-Bilder an« Art billigste Preise PHoio-Hielier May K»t«wr. 19 Ind»mtir»nh«ti* T-1.2712R MüsnBiWze für Uenersee liefert seit 30 Jahren Julius Klehn Stephanstr. 3 (frühere Senckenbergstr. 3) Prospekt und Stoffmuster gratis BeröcksicöiioiilißlDsereDüQ! Verlangen Sie unsere Anzeigen - Preisliste INEN'TEPPICH! Elamlne ssffÄJ*- 48 für Spanngardinen . . Meter SGlwedenslreilen^S^-0 indanlhren, auch für Sonnen- _ /K voi bänger geeignet . Meter " * Voll Voile s4"ää_ qr schweizer Qualität . .Meter »w DekoratloDsslollr^ers, . 40 ca. 120 cm breit, mit Kunst- 4 1K seide durchmustert. . 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