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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-03-01 · 6 (3.1937) · p. Seite 19

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
6 (3.1937)
Date
1937-03-01
Page
Seite 19 (sequence 21)
Language
German
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Seite 19 Musikalität einen besonderen Rang einnahm, ist noch über ihr früheres Format hinausgewachsen. Nach einer etwas spröden Händel-Arie brachte sie ein (ursprünglich für Bariton und Chor gedachtes) Stück aus Mendelssohns „Walpurgisnacht" .zu ergreifender Wirkung. Eine Gruppe entlegener Hugo Wolf-Lieder — Frau Kisch pflegt es sich und ihrem Publikum nicht leicht zu machen — wurde seelisch und musikalisch bis in die letzte Feinheit hinein ausgeschöpft, wobei die Modulationsfähigkeit der Stimme besonders zustatten kam. Professor Prüwer — ein Pianist, nicht etwa ein klavierspielender Kapellmeister — war ein Begleiter, wie man ihn sich nur wünschen konnte. Dr. Ehrenreicb Alexander Kipnis im Saalbau Dass Kipnis, der grosse, wenn nicht der grösste jüdische Bühnensänger, alljährlich in Frankfurt einkehrt, trotzdem ihm die Welt offensteht, muss uns mit besonderer Dankbarkeit erfüllen. Seine Stimme, seine Gesangskunst berühren uns immer wieder wie eine Offenbarung des „Singens" schlechthin. Dass er nicht, wie so mancher „Star", nur Träger eines exquisiten Organs, _ sondern wahrhafter Künstler ist, macht ihn uns doppelt wert. Es ist dabei von untergeordneter Bedeutung, ob er als Liedersänger oder als Vermittler von Opernmusik sein Bestes gibt. Gewiss springt der Funke von ihm zu seinen Hörern am lebhaftesten über, wenn das Gebiet der Bühne berührt wird. Aber ist es nicht auch ein Erlebnis, von ihm Brahms, Schubert oder Schumann zu hören"? Nur auf die Lyrik von Grieg, die bei aller Wirksamkeit doch recht salonhaft und überlebt anmutet, hätten wir gerne verzichtet. Die Leporello-Arie, die ihr als Zugabe folgte, wirkte beim Sänger und beim Publikum wie eine Erlösung. Dagegen dürfen wir die jüdischen Volkslieder als willkommene Bereicherung des Programms ansehen. Von solcher ERSTKLASSIGE DAMENSTOFFE HRISS R O S S M A R K T 8,1 Lift mme gesungen, mit so viel „Herz" wiedergegeben, wachsen trotz ihrer musikalischen Primitivität zu erschütternder Lirösse auf. Neben der vorgesehenen Vortragsfolge sang Kipnis, gedrängt durch den unersättlichen Beifall, noch eine Reihe von Gesängen, einen schöner als den anderen. Die Philipp-Arie aus Don Carlos beispielsweise wird ihm in dieser Vollendung so leicht kein Bariton nachsingen. — Im Spiel Dr. Willy Saloraons war die Freude, mit Kipnis musizieren zu können, deutlich zu spüren. Dr. Ehrenreich Slavischer Abend Schon oft ist es bedauert worden, daß aus mancherlei Gründen in den kulturellen Veranstaltungen unseres Kreises das gesprochene Wort, die dramatische Dichtung und ihre Vermittler nur verhältnismässig selten zu Gehör kommen. Wenn also die „Jüdischen Tonkünstler Frankfurts" hie und da etwas über ihren Rahmen hinausgehen und der erzählenden, lyrischen oder dramatischen Schwesterkunst Raum gewähren, so tun sie das mit gutem Grund. Man darf ihnen diese Weitherzigkeit danken. Im 29. Mittwochskonzert, das der Slavischen Musik und Dichtung galt, trug Dr. Bernhard Hirschber g-S c h r a d e r eine Reihe eigener Uebersetzungen vor, die er ohne Pose klar und verständig las. Man gewann bei dem psychologisch feinen, dabei spannenden Briefwechsel „Auf ein Inserat" von Ilija Briten wie auch bei den — vom Tier aus den Menschen erhellenden — „Auf- NACH SODAMERIKA mit den französischen Schiffahrts-Gesellschaften Luxus-Express-Dienst ab Marseille oder Genua Luxus - Express - Dienst ab Bordeaux Vierzehntägige Abfahrten ab Hamburg Sämtliche Dampfer führen 1, Z, 3. verbesserte und 3. Klasse Kammer. Auf Wunsch rituelle Verpflegung Ägypten ohne Zuschlag. Indien Zahlung der öberfahrtspreise, Nordafrika Bordakkreditive und Landgangs- sowie gelder in Reichsmark. — Visa- Vergnügungi« besorgung. reisen Verbindungen und Anschlufjpreise nach Paraguay und Chile. Anfragen an: DANIEL MILBERG Zweigniederlassung Frankfurt HSNDENBURGPLATZ 10 + TEL. 32566 Gegenüber dem Haupfbahnhof Kaiseistrasse 4 KÜHLSCHRÄNKE aller führenden Fabrikate Billiges weißes Porzellan Moderne Form für den tägl. Gebrauch se......-.50 Teller. .... .—.40 Speiseteller . —.55 Suppenteller .—.55 Jedes Stück einzeln zu haben 4 Pelz-MW IPaleloisJacten Edelf uchse Besätze besonders preiswert Feine Maßanf• rtigung Umarbeitung Pelz-Rosenblum Kürschnermeister | Telefon 25904 / Br. Hirschgraben 26 ir E. Ehrlich Uhren und Juwelen Ffra., ZEIL. 111 (gegenüb.Hauptpost) gegr. 1902 Reicnnan. Lager in Uhren u. Brillanten zu außerordentlich billigen Preisen. Ansehen ohne Kaufzwang Die moderne Tasche sowie Ihr Reisegepäck kaufen Sie am besten im Lederwaren-Spezialhaus MODERNA Inhaber Sandel Nur noch Goethestrasse 2 Kauft bei unseren Inserenten Stark der Motorformschön die Linie des neuen Q"P E Ii C***'0 J I 2,5 L I T E Rh* VON RM 3850 an; ab Werk .GesioppteSpüzenges^mndigkeit: 117 km pro Stunde. Sichere Dauerleistung 100 Ion pro Stunde. •Hängende Ventile. O^el-Synchron-Federung •giTgfrei-Entlüftung. *ni»* en Sie ihn Probe - Fa^ eV w«d Sie überzeugen. Autor. Opel*Händler Westend Garage Inhaber Ludwig L. Strauss Leipzlgerstrafje 32 Tal. 73251

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