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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-02-01 · 5 (2.1937) · p. Seite 23

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
5 (2.1937)
Date
1937-02-01
Page
Seite 23 (sequence 25)
Language
German
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Seite 23 beabsichtigten Arbeit und Nachweis, daß sie in den Bereich der vom Stifter vorgesehenen Zwecke fällt. 2.) Arbeitsprogramm und Angaben über die für die Durchführung dieses Programms erforderlichen Mittel. — Der Preussiche Landesverband jüdischer Gemeinden teilt mit: Bewerbungen um Aufnahme in den zu Ostern 1937 beginnenden neuen Lehrgang der Jüdischen Lehrerbildungsanstalt Berlin sind bis zum 31. Januar 1937 dem Preussischen Landesverband jüdischer Gemeinden, Berlin- Charlottenburg 2, Kantstr. 158, einzureichen. Voraussetzung für die Aufnahme ist für männliche und weibliche Bewerber das Reifezeugnis einer höheren Lehranstalt. Der Bewerbung ist ein Lebenslauf und die Abschrift des Reifezeugnisses beizufügen. — Durch Erlass des Staatskommissars der Hauptstadt Berlin vom 14. Dezember 1936 ist der Handelsschule der Jüdischen Gemeinde* zu Berlin für ihren vier Halbjahre umfassenden Handelsschullehrgang das Recht zur Erteilung eines Abschlußzeugnisses verliehen worden. Die Absolventen der Handelsschule sind den Absolventen einer öffentlichen Handelsschule gleichgestellt. — Im Alter von 78 Jahren ist die Vorsitzende des Frauenvereins der Berliner Bne Briss, Minna Schwarz, gestorben. — Am 20. Januar wurde Rabbiner Dr. Samson Weisse in Berlin 80 Jahre alt. Seit dem Jahre 1893 wirkte er an der Berliner Gemeinde in mehr als 40jähriger Amtszeit. — Bonn. In der Jüdischen Gemeinde Bonn wird in fünftes Viertel der für das Etatjahr 1936/37 erhobenen Kultussteuern von den Gemeiudemitgliedern eingezogen werden. Ein entsprechender Beschluß der Gemeindevertretung isl angesichts der Finanzlage der Gemeinde notwendig geworden. — Chemnitz. Die Jüdische Gemeinde in Chemnitz umfaßt einschließlich der zu ihr gehörenden Orte in der Umgebung der Stadt 1834) Personen. — Hamburg. Das Repräsentantenkollegium der Deutsch- Israelitischen Gemeinde hat in seiner Sitzung am 21. Dezember den Etat für 1937 verabschiedet. Der Etat weist in der Endsumme die bisher noch nie erreichte Höhe von 1.258.900 RM. auf. Die Steuereinnahmen sind dabei mit 844.500 RM. veranschlagt. Zu den Hauptpostender Ausgabenseite gehören Schulwesen (236.250 RM.) und Kultus (117.700 RM.). Hierbei ist-zu bemerken, daß das Kultuswesen in Hamburg von eigenen Kultu.?verbänden verwaltet wird und der in den Etat eingestellte Betrag nur i-in Zuschuß bildet. Die drei grössten Kultus verbände weisen daneben noch folgende Etats aus: Deutsch-Israelitischer Synagogen verband 95.800 RM., Israelitischer Tempelverband 82.090 RM., Neue Dammtor-Synagoge 31.505 RM. Für Bildungswesen und Leibesübungen sind im Etat 42.000 RM. vorgesehen (davon für den Jüdischen Kulturbund 6000 RM.), für das Fürsorgewesen 494.050 RM. (dieser Posten wurde1 gegenüber dem Vorjahr um 86.000 RM. erhöht), für das Begräbniswesen 31.950 RM., für allgemeine Verwaltung 183.550 RM. (darunter 45.000 RM. Beitrag an die Reichsvertretung und 14.000 RM. für die kleineren Gemeinden der Umgebung), für Sonderbedarf (evtl. Nachbewilligungen) 80.000 RM. — Die Deutsch-Israelitische Gemeinde hat den Beschluß gefasst, daß auswandernde Gemeindemitglieder bis zum Ende des Jahres steuerpflichtig sind, in dem sie die Auswanderung vornehmen. Im „Israelitischen Familienblatt" wird '»ei Besprechung dieses Beschlusses erwähnt, daß es günstig wäre, wenn nin noch weiterer Zeitraum zur Veranlagung der ausgewanderten Steuerzahler angenommen werden könnte, soweit es sich überhaupt um finanziell leistungsfähige Gemeindemitglieder handelt. — Als Nachfolger von Oberrabbiner Dr. Joseph Carlebach, «1er als Oberrabbiner nach Hamburg berufen worden ist, ist Rabbiner Di. Theodor Weiss zum Rabbiner in Altona gewählt worden. Dr. Weiss, der ein Sohn des Breslauer Oberkantors ist, ist ein Schüler des Rabbinerseminars in Berlin und der Jeschiwa in Mir. •— Krefeld. Die Zahl der Gemeindemitglieder in der Synagogengeraeinde Krefeld betrug am 1. Januar 1532. In den Monaten November und Dezember 1936 sind 4 männliche und 13 weibliche Personen zugezogen, aber 20 männliche und 24 weibliche Personen fortgezogen. Dem Gesamtzugang von 18 Personen steht ein Abgang von insgesamt 49 Personen gegenüber. — Mainz. In Mainz trat unfpr unter dem Vorsitz von Rabbiner Dr. Lazarus-Wie^oad'm der S ü dwestdeutsche Rabbinerverband zu einer Tagung zusammen. Rabbiner Dr. Horovitz-Frankfurt am Main sprach über „Streifzüge durch die Mischne Tora des Maimonides und die dazu gehörige neuere Literatur". Rabbiner Dr. Dienemann-Offen^aeh erstattete einen Bericht über die Tätigkeit des Allgmehien Rabbinerverbandes in Deutsehland in der letzten Zeit. Es folgte ein Referat von Rabbiner Dr. Rosenberg-Worms über „Praktische M. S. Feitier Reuterweg 77 Telefon 5t 704 Versicherungen aller Art Verwaltungen Fragen des rabbinischen Amtes". Den Abschluss der Tagung bildete ein Referat von Rabbiner Dr. Levi-Mainz über den Palastina- Aufbau. Rabbiner Dr. S a 1 z b e r g e r - Frankfurt am Main wurde zum Vorsitzenden des Südwestdeutschen Rabbin-n-verbandes gewählt Der Verband hat jetzt 38 liberale und konserv» n«e Mitglieder. — Stuttgart. Der Etat der Jüdischen Gemeinde Stuttgart für 1936/37, mit dem sich das Israelitische Geraeindevorsteheratnt in seiner letzten Sitzung befasst hat,: sieht Ausgaben in Höhe von 222.350 RM. vor. In den Etat sind 30.000 RM. für die jüdische Schule eingestellt. — England. Die Probleme, um deren Lösung die Kg!. Kommission in Palästina sich bemüht, werden zusammenfassend in einer Studie: „Grossbritannien und Palästina 1915—1936" dargestellt, die von dem Royal Institut of International Affairs veröffentlicht worden ist. — „Daily Telegraph" will er fahren haben, laß der Bericht der Kgl. Kommission im April vorliegen wird. Gleichzeitig werde die englische Regierung ein Statement of Policy über da.-- Palästinamandat veröffentlichen. Damit würden alle Vorbereitungen für die im Juni stattfindende Tagung der Stöndicen AUSWANDERER nach Erez u. a. W% I fft UM Ländern kaufen ihr mr I m% mm \J Schillerstrasse 20 "ei ISAAC HEUMANN Mandatskommission des Völkerbundes getroffen sein, bei der von dein Vertreter der Britischen Mandatarmaeht, die schon bei der vorletzten Tagung der Kommission veranlagten Auskünfte über die Ursachen der Palästinaunruhen geben soll. Inzwischen Averden di 2 vor der Kommission abgelegten Zeugenaussagen süVrt nach dein Eintreffen des offiziellen Protokolls in London in Druck gegeben. — KönigGeorg VI. und Königin Elisabeth werden am lo. Februar, zum ersten Mal seit ihrer Thronbesteigung das Londoner Easc End besuchen. Der Besuch des Königspaares ist « ffiziell angekündigt worden. — Von einer im Laufe von fünf Jahren hergestellten englischen Uebersetzung des Talmuds, an der dreissig Gelehrte aus London, Manchester, Birmingham, Edinburgh, B3atford,Middlesbrough, Southport und Belfast, smvio ans den Vereinigten Staaten und Palästina un: nder Gesamtredakt.« i. von Dr. I. Epstein mitgearbeitet haben, sind soeben die ei iU;n acht Bände erschienen. Frankreich. Es wird erwartet, daß demnächst eine wichtige Erklärung über die Politik der französischen Regierung betreffend die Zulassung jüdischer Einwanderer in französische Kolonien veröffentlicht werden wird. Holland. Die Executive der Levante Messe von Tel Awiw hat dem Vorstand der holländischen Messe von Utrecht die goldene Medaille für Verdienste um die Levante Messe von 1936 überreichen lassen. Die Utrechter Messe hatte auf der Levante Messe eine besondere holländische Abteilung eingerichtet. — Die Stadt Amsterdam gibt an Bedürftige und Wohlfahrtsempfänger Mittagessen zu einem sehr billigen Preise, zu 5 Cent, ab. Einer der Räume, in denen das Mittagessen verabfolgt wird, liegt im alten jüdischen Ghetto von Amsterdam. In diesem Raum erhalten Juden zum gleichen Satze ein koscheres Mittagessen. — Anlässlich seines C m^k ^fe1!11 ■ WA E € € SPORT-KLEIDUNG mM mkam BK ■ _j| ^R Auswandererbedarf 9aW " m ■ ■ ■ mUM mW mW MOSKITONETZE etc. Am Schauspielhaus 2—4, Tal. 29335

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