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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-02-01 · 5 (2.1937) · p. Seite 12

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
5 (2.1937)
Date
1937-02-01
Page
Seite 12 (sequence 14)
Language
German
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Seite 12 Schule, Haus und Leben würden bei richtiger Einschätzung des Charakters der Kinder und Jugendlichen nicht entstehen oder genüldert, manche Neurose, mancher innere Konflikt könnten vermieden werden, wenn die Menschen über die psychische Eigenart der Gefühle besser unterrichtet wären. Camilla Tauber Aussprache Vom Schenken und von der Winterhilfe Schenken ist eine große Kunst, selbst unter Freunden. Das Geschenk soll ja nicht nur dem Beschenkten etwas geben, sondern auch dem Schenkenden etwas bedeuten. Hier soll nur von einer besonderen Art des Schenkens die Rede sein, von den.,,Besuchsgeschenken". Sie fallen heute manchem (wohl den meisten) schwer. Denn wer (besonders in Großstädten) außer der Trambahnfahrt und einer Gabe an die Hausangestellte auch noch die Ausgabe für ein kleines Mitbringsel hat, muß oft das Zwei- bis Dreifache aufwenden als im Restaurant oder zu Hause. Wie viele können das heute noch? Wäre es nun nicht manchem leichter und in jedem Falle vernünftiger, auf Höfliehkeits-, Besuchsgeschenke, Blumen, die am nächsten Tage verwelken, zu verzichten und das Geld der Jüdischen Winterhilfe zukommen zu lassen? Der Gedanke der „Ablösung" z. B. bei Hochzeitsgesehenken. ist ja nicht neu. Also warum nicht auch Spenden an die Winterhilfe! Darum gebt lieber für die Winterhilfe, unterlasst Höflichkeitsgeschenke (Geschenke, die wirklich helfen oder Freude machen, sind natürlich ausgenommen). Wie die Sache organisiert wird, mögen Zuständige entscheiden. Mir scheint die. Lösung nicht schwer aber wichtig, vor allem dringlich. Dr. F. E CUNARD WHITE STARl Schnellster Dienst der Welt. | NACH AMERIKA mit den Expressdampfern .QUEEN MARY" (80000 T.) „BERENGARIA" (52000 T.) .AQUITANIA» (40000 T.) und andern modernen, bekannten Dampfern der Lin e. Kostenlose Beratung bei Auswanderung und Besuchsreisen, Besorgung der erforderlichen Papiere usw. durch die Generalagentur | CUNARD WHITE STAR REISEBUREAU GMBH. I FRANKFURT AM MAIN Kaiserstraße 46 1 Fernruf: 31601 und 32601 Kulturarbeit des Monats Konzert zum Besten der Jüdischen Winterhilfe Am 6. Januar 1937 fand im großen Saal des Saalbaus ein Konzert zum Besten der Jüdischen Winterhilfe statt. Mit Beethovens VIT. Symphonie eröffnete Eichard Karp mit dem Orchester der Jüdischen Kulturbünde die Vortragsfolge. Katrp brachte eine ausgezeichnete Interpretation des Werkes, die eine grosse Leistung bei einem nur 38 Mann starken Orchester war. Besonders schön erklang der zweite Satz in seiner voll abgerundeten Geschlossenheit. Der warme Bariton Hans Assenheims, der sich groß und voll vom Orchester abhob, übermittelte zwei Gesänge: „Glockeninschrift" und „Ein Lied an Gott". Felix Mendelssohn-Bartholdys Violinkonzert e-moll, gespielt vonAnni Steiger, bedeutete einen großen Genuß. Ihre ungemein sichere Bogenführung, die seltene Klarheit der Tongebung brachten der Geigerin reichen, wohlverdienten Beifall. Mit den „Rosen aus dem Süden" sang sich der Jüdische Kammerchor unter der bewährten Leitung von Dr. Nathan Ehrenreich in die Herzen der Zuhörer. Den Schluss des vielleicht etwas zu vielseitigen und zu reichhaltigen Programms bildete die Ouvertüre zu „Zigeunerbaron", die zügig und voll akzentuiert wiedergegeben wurde. Ernst Loeb Konzert des Winawer-Chors Das Problem „Jüdische Musik" wurde wieder einmal aktuell anlässlich eines vom Kulturbund und der Zionistischen Vereinigung gemeinsam veranstalteten Konzerts, das den bekannten Winawer Chor aus Berlin zum ersten Male nach Frankfurt führte. Das Programm enthielt ausschliesslich hebräische und jiddische n IE I MBßk SEI DEN' - PA'RADIS FRAN KFÜRT <AN DER^AÄ^

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