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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-12-01 · 3 (12.1936) · p. Seite 26

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
3 (12.1936)
Date
1936-12-01
Page
Seite 26 (sequence 28)
Language
German
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Seite 26 Makkabäer-Tag des Philanthropins Der Makkabäer-Tag des Philanthropins für das Schuljahr 1936-37 findet am Sonntag, den 20. Dezember, statt. Vormittags 11 Uhr ist die Akademische Feier (Aula), nachmittags löVa Uhr bietet der Sehul-Sportverein Philanthropin einen Schüler - Turn- Wettkampf mit' spo rtlichen Vorführungen in der Turnhalle. — Der Tag schliesst (abends 2OV2 Uhr in der Aula) mit dramatischen Scenen: „Unsere Jugend in aller Welt". 'Winterhilfskonzert Am 6. Januar findet im Grossen Saal des Saalbaus ein Konzert zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfe statt. Das Orchester des Jüdischen Kulturbunds, die Jüdische Ghorvereinigung und eine Reihe angesehener'Solisten haben sich in den Dienst der Aufgabe gestellt. Nähere Mitteilungen ergehen noch. Briefmarkentausch für Erwachsene v Ein grosser Teil der hiesigen jüdischen Briefmarkensammler hat sich zum Austausch von Briefmarken zusammengefunden. Die Sammler kommen in 14tägigen Abständen abends nach 8.30 Uhr in einem Zimmer im I. Stock des Cafe Falk zusammen. Der nächste Tausehabend findet am 16. Dezember statt. Teilnahme kostenlos, Gäste sind willkommen. Markensammler des Schild Die Tauschabende finden jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat, 2OV2 Uhr, im Kaffee Freimark statt. Füjr Kinder wird ein besonderer Tausch-Tag - eingeführt werden. Zahlreiche Beteiligung ist erwünscht. Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe Infolge von Umbauarbeiten in unserem Büro fällt während des Monats Dezember die Sprechstunde am Dienstag-Nachmittag und Mittwoch-Vormittag aus. In eiligen Fällen stehen wir nach vorheriger Vereinbarung zu Rücksprachen zur Verfügung. Judische Auswanderungsbcratungsstelle des HilfsVereins der Juden in Deutsehland e. V. Sprechstunden: Montag, Dienstag 10—12, Donnerstag 3—5 Uhr. Quinekestrasse 26, Nebenhaus. Telefon 45826. Jüdischer Arbeitsnachweis Mannlich Telefon 46164 Quinekestrasse 24 DRINGENDER DENN JE ERGEHT AN ALLE ARBEITGE¬ BER UND HAUSFRAUEN DIE BITTE, STELLEN, DIE PER SOFORT ODER SPÄTER ZU BESETZEN SIND, UNVERZÜG¬ LICH UNS ZU MELDEN. Unter den uns am 31- Juli 1936 bekannten Stellensuchenden findet jeder Arbeitgeber die für seinen Betrieb notwendigen Fachkräfte, jede Hausfrau geschulte Hausgehilfen, auch Ehepaare, Heizer etc. für Dauer- und Stundenarbeit, Krankenpfleger für Einzelpflege und Nachtwache. Wegen baulicher Veränderungen Sprechstunden für gewerbliche Arbeitsuchende nur Montags von 10—12 Uhr, kaufmännische Arbeitsuchende n u r Donnerstag von 10—12 Uhr. Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung: Dienstags von 16—18 Uhr. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e. V. Quinekestrasse 24 L Tel. 4 616 4, Postscheck Nr. 40348 Unentgeltlicher Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge für jüdische Frauen und Mädchen jetzt: Quinckestr. 24 pt., Telefon 45464 Sprechstunden werktäglich 3-6 Uhr ausser Freitag. Wir empfehlen: Tüchtiges Geschäftspersonal: Buchhalterinnen, Kontoristinnen, Stenotypistinnen (auch mit eigener Maschine), Verkäuferinnen, sowie Näherinnen und Flickerinnen für Privathaushalte. Wissenschaftliche und kunstgewerbliche Zeichnerinnen, Sprechstundenhilfen, Studentinnen für Unterricht und Nachhilfestunden. Gemeldet sind ferner: Wirtschafterinnen, Gesellschafterinnen, Hausdamen und Haushälterinnen für frauenlose Haushaltungen, Kinderfräulein, Monats¬ und Putzfrauen. . » Jüdische Leihkasse E.V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimerländstrasse 65, pt. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden uud Handwerkern Darlehen in mäßigen Betragen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen oder gegen andere gute Sicherheiten. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4-6 Uhr. , _ Telegramm-Ablösungen der Israelitischen Waisenanstalt Es ist noch nicht genügend bekannt, dass auch von Seiten der Israelitischen Waisenanstalt geschmackvolle und originell-ausgestattete Telegrammablösungen zur Verfügung stehen. Die Israelitische Waisenanstalt bittet, von dieser Einrichtung recht oft Gebrauch zu machen und damit das Waisenhaus zu unterstützen, das besonders heute auf die Hilfe aller Glaubensgenossen angewiesen ist, und noch nie so in Anspruch genommen war, wie jetzt. " - Formulare sind in der Anstalt erhältlich. Die Telegrammablösungen werden auf Wunsch von der Anstalt aus geschrieben und zum Versand gebracht. Telefonischer Anruf 4 59 08. Jüdisches Altersheim Das Jüdische Altersheim Frankfurt a. M., Wöhlerstrasse 6, bittet um Zuwendung von Möbeln und sonstigen Einrichtungsgegenständen. Wir sind für jede Spende dankbar. Mitteilungen erbitten wir an die Geschäftsstelle des Jüdischen Altersheims, Quinekestrasse 24 IL Englische Konversation Wie bereits an dieser Stelle mitgeteilt wurde, ist Gelegenheit geboten, durch Teilnahme an Sprachübungen in Form zwangloser Konversation sich in der englischen Sprache zu vervollkommnen. JDie Zusammenkünfte finden wöchentlich Mittwoch abends statt. Anfragen über Zeit und Ort und Anmeldungen an die Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe Quinckestraße 24. Neuer englischer Anfängerkurs Beginn im Laufe des Dezember 1936 im Jüdischen Jugendheim, Esehersheimer Landstrasse 65. Sofortige Anmeldungen an den Heimwart erbeten. Führung durch das Gemeindehaus Die „Gesellschaft für jüdische Volksbildung" hatte zu einer Führung durch das Gemeindehaus eingeladen. Wer dem Rufe gefolgt war, wu-de reichlich belohnt. Auch solche Gemeindemitgliedor, die der Weg häufig in diese oder jene Abteilung des Hauses führt, die Beschsid zu wissen glaubten, bekamen eine Fülle des Neuen und Anregenden zu hören und zu sehen. In liebenswürdigster Bereitwilligkeit hatten sich Gemeindebeamte und -Beamtinnen für viele Stunden eingefunden, um in der ihnen unterstellten Abteilung zu führen, so dass für jedes Gebiet der weitverzweigten Arbeit der beste Erklärer gefunden war. Herr Bürodirektor Meyer sprach von der Entstehung des. Hauses, seinem früheren Zwecke als Bankhaus der Familie Rothschild, der Uebergabe an die Gemeinde, um dann die Räume des Gemeindevorstandes, zu zeigen, seine Arbeit zu skizzieren. In seinem eigenen Arbeitszimmer durften die Teilnehmer der Führung die hochinteressanten und wertvollen alten Register und Urkundenbücher durchblättern, die bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts zurückreichen und gerade heute ein ungemein begehrtes Nachschlagewerk darstellen, damit aber auch eine erneute grosse Arbeit bringend. Fräulein Spitzer gab ein anschau-. liches Bild der täglichen Kleinarbeit im Sekretariat. Ganz besonders interessierten die eingehenden Ausführungen, die Herr Inspektor Ahrens über die Tätigkeit des Steuerbüros gab; bis ins Kleinste dürfte gefragt werden und wurde vom Leiter der Abteilung und seinen Mitarbeitern, Herrn Falken st ein u. a, geantwortet. Die nach den verschiedensten Gesichtspunkten geordnete grosse Kartothek wurde von Fräulein Sonnenfeld gezeigt und erklärt. Peinlichste Gewissenhaftigkeit ist notwendig, um hier die erforderliche Ordnung zu gewährleisten. Mancher Besucher wurde wohl besonders erfreut,. durch Herrn Architekten Schragenheim Einblick in die Arbeit des Baubüros nehmen zu dürfen und so über ein Gebiet unterrichtet zu werden, das dem Laien meist fremd ist. Und schliesslich sah man bei Herrn Lerner im kleinen Räume das'riesengrosse Kassenbuch und hörte staunend Zahlen, Zahlen, die viel zu denken geben. Weitere Einzelheiten sollen heute hier nicht berichtet werden, um für künftige Besucher nicht zuviel vorwegzunehmen.

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