Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 15 (1936-1937)
- Issue
- 3 (12.1936)
- Date
- 1936-12-01
- Page
- Seite 25 (sequence 27)
- Language
- German
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Seite" 25 versität im kommenden Studienjahr. Als letzter sprach der Universitätsrektor, Prof. Dr. Hugo Bergmann. — Dr. Hugo Bergmann ist zum Rektor für das neue Studienjahr wiedergewählt worden. — Die Leitung des Palästina-Rundfunks beabsichtigt, in Tel Awiw ein Rundf unk-Studio zu gründen, das mit dem Sender von Ramalla bei Jerusalem in Verbindung stehen soll. Auf diese Weise soll den Künstlern und Rednern in Tel Awiw die umständliche und kostspielige Reise zur Sendestation erspart werden. Persönliche Nachrichten 75. Geburtstag 28. 11. 1936: Maier Grünebaum, Zeil 82 Am 4. Dezember feiert der Reallehrer a. D. A. Salomon in voller Rüstigkeit und Geistesfrische seinen 75. Geburtstag. Nach langjährigem Wirken in Rheinhessen und später in Giessen geniesst er jetzt an der Seite seiner ihm ebenbürtigen Gattin in unserer Gemeinde seinen wohlverdienten Ruhestand. Wohlverdient! denn seine Verdienste auf dem Gebiete des Schuld und Gemeindedienstes sind mannigfaltig. Auch nach seiner Pensionierung hat er sich in dem Kulturwerk des Hessischen-Logenverbandes in vielen Kleingemeinden seiner Heimat mit grossem Erfolg als beliebter Prediger und Seelsorger betätigt, denn ihn zeichnen wahre Religiosität und echte Gottesfurcht aus, die ihm auch, die Kraft gabeu, persönliches Leid, das ihm der Krieg und seiner Folgen schlugen, in Geduld zu ertragen. Wir wünschen) ihm ein gesegnetes Alter in Frische und Regsamkeit. Aud j'nuwun b'ssewoh! - Am 11. Dezember begeht Herr Lehrer i. R. Wolf Lothe im. hier, seinen 75. Geburtstag. Herr Lotheim, der im Krieg einen Sohn verloren hat, war mehr als ein Jahrzehnt hindurch ein angesehenes Mitglied des Vorstands des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Er hat sich in dieser ehrenamtlichen Tätigkeit, die er mit großer Hingabe ausübte, viele Sympathien und Freunde erworben. Am 26. Dezember feiert Herr Isaac Hei mann seinen 75. Geburtstag. Wer das stille Wirken dieses bescheidenere Mannes kennt, der seit jeher schon die Hilf3b.3i\Vitsehaft dem notleidenden Bruder gegenüber als Verpflichtung aufgefasst hat, wird den Tag begrüssen, um dem Jubilar noch viele gesegnete Lebensjahre /.u wünschen. Fast alla jüdischen Institutionen unserer Stadt zählen seit Jahrzehnten Herrn Heimann zu ihren Förderern. Als der Zionismus noch in seiner Kampfzeit war, stand der Jubilar in der Frankfurter Ortsgruppe bereits in vorderster Reihe. Zu den regelmässigen Besuchern der Synagoge Dominikanerplatz gehörend, empfing Herr Heimann kürzlich die Ehrung der Verleihung des Chower-Titels. Isaac Heimann versieht seine berufliche Tätigkeit in seinem umfangreichen Unternehmen nach wie vor in vollster Rüstigkeit. Mögen ihm noch viele Jahre in Gesundheit beschieden sein! Silberne Hochzeit 26. 11. 1936: Karl Oppenheimer und Frau Martha geb. Bertuch, Beethovenstrasse 11 1. 1. 1937: Josef Cahn und Frau Franziska geb. Stern, Hanauerlandstrasse 36 Anstalten und Vereine Vorträge im Talmud Thora-Verein Die Lehrvorträge jeweils Freitag nach dem Abendgottesdienst werden fortgeführt, ebenso die Lehrvorträge des Herrn Rabbiner Dr. Neuhaus wöchentlich Samstag mittags 41/» Uhr. — Am Sonntag, den 6- Dezember und 27. Dezember, abends 6.00 Uhr, hält Herr Riibbiner Dr. Hoff mann T'hillim-Vortrag, am Sonntag, den 20. Dezember und 3. Januar, nach dem Abendgottesdienst, ist L'ehrvortrag von Herrn Rabbiner Dr. Neuhaus. Sämtliche Veranstaltungen finden in der Synagoge am Dominikanerplatz statt. Verein Hauptsynagoge e. V. Der dritte Oneg-Schabbat des Jahres findet Samstag, den 5. Dezember, nachmittags 4.30 Uhr, in der Hauptsynagoge statt. Herr Oberkantor i. R. Heinrich F a b i s c h hat sich freundlicher Weise zur Verfügung gestellt und spricht über: Familienleben im alten Israel nach 1. Buch Moses. Am 8. Dezember (1. Tag Chanukkah) findet nach Beendigung des Gottesdienstes durch Herrn Rabbiner Dr. Leml e eine Prüfung unserer Schuljugend über die am Simchas Thora gestellten Aufgaben statt. Der Verein Westendsynagoge veranstaltet am Sonntag, den 13. Dezember 1936, 17 Uhr, eine religiöse Weihestunde in der Westendsynagoge. Herr Rabbiner Dr. Salzberger spricht über „Religiös-liberales Judentum im Wendel der Zeit". Der Vortrag wird von musikalischen Darbietungen umrahmt (siehe Inserat). Chanukkah-Kunstschan im Vereinshaus Wie seit Jahren, veranstaltet der Jüdische Kulturbund Rhein- Main mit den drei Frankfurter Bne Brith-Logen wieder eine Clifiiiukkah-K unstschau, und zwar vom 6. bis 10. Dezember dieses Jahres. Neben Werken Frankfurter jüdischer Künstler und Kunstgewerbler kommen auch solche von Künstlern der näheren Umgebung zur Ausstellung. Mit der Ausstellung ist eine Verlosung von Kunstwerken virbanden, an der die Mitglieder des Kulturbundes und die Logen teilnehmen können. Die Ausstellung soll am 6. Dezember, 12 Uhr (Eschersheimer Landstr. 27) eröffnet werden; sie dauert bis zum 10. Dezember und kann täglich von 10,3 0 bis 13 Uhr und von 16,30 bis 18 Uhr, ausser Dienstag Nachmittag, besichtigt werden. Jüdischer Kulturbund im Dezember Am Donnerstag, den 10. Dezember, findet im Saalbau ein „Bunter Abend" statt,' bei dem der Jüdische Kulturbund Hamburg gastiert. — Am Donnerstag, den 17. Dezember, ist als Sonderveranstaltung Mendelssohns?>E 1 i a s" vorgesehen. Die Jüdische Chorvereinigung, der Jüdische Kammerchor und das Orchester des Kulturbunds werden unter der Leitung von Dr. N. Ehrenreich das Werk zur Aufführung bringen. Als Solisten wirken Erika Storm, Paula Levi, Hermann Schey und Bruno Ucko mit. — Am 28. Dezember findet unter Leitung von Professor Prüwer ein O reh e st e rk on z e r t statt. Als Solist wirkt dabei der Cellist Ewel Stegman mit. Werke von Blech, Saint Saens und Haydn kommen zur Aufführung. Mittwoch-Konzerte im Dezember Als 27. Mittwoch-Konzert findet am Mittwoch, den 16. Dezember 1936, 20.15 Uhr ein „Kompositionsabend Max Kowalski" statt. Solisten sind: Hans Assenheim (Bariton), Max Kowalski (am Flügel), Alfred Auerbach (Rezitationen von Baudelaire, Björnson und Oskar Wilde). — Als 28. Konzert ist für Mittwoch, den 30. Dezember 1936, 20.15 Uhr ein Abend unter dem Titel „Romantik aus dem K i n d e r 1 a n d" vorgesehen. Zur Aufführung gelangen Lieder von Mozart, Schumann, Blech und Mahler, sowie Märchen von Beer-Hoffmann, Andersen und Oscar Wilde; ausserdem die „Kinderscenen" für Klavier von Robert Schumann. Solisten sind: Senta Würzburger (Sopran), Marthel Sommer (Klavier), Sofie Sei ig mann (Märchen). Der Vorverkauf zu beiden Abenden beginnt jeweils Ii Tage zuvor in den bekannten Vorverkaufsstellen. Dela Lipinskaja Dolii Lipinskaja gastiert am Diensing, den >. Dezember, im Saalbau mit vollständig n e u ••? m Programm, das sowohl neue Chansons, als auch neue Figurinnen enthält. Autorenabend* Am 19. Dezember 1936, 20.30 Uhr, findet im Saal der Samson Raphael Hirsch-Schule, Am Tiergarten, ein Autorenabend statt. Ausführende sind: Alfred Auerbach und Dr. Bernhard IT i r s c hberg-Sch'rader mit eigenen Arbeiten lind Uebertragungen. Die beiden Sprecher des Abends werden auch eine Skizze von S. Schachnowitz und Szenen aus der dramatischen Legende „Abraham und Nimrod" von Max Neumann zum Vortrag bringen. Chanukkah-Feier des Turn- und Sportvereins , Schild" Der Turn- und Sportverein „Schild" veranstaltet auch in diesem Jahre am 19. Dezember 1936 um 20 LThr im Vereinshaus, Eschersheimerlandstrasse 27, seine Chanukka h-F e i e r. Das Programm des Abends wird neben vielen künstlerischen Darbietungen u. a. auch eine sportliche Sensation, ein Radrennen im Saal, bringen. Dem Programm schliesst sich ein gemütliches Beisammensein an. Es spielt die Kapelle Horvitz-Eger. Karten sind auf der Geschäftsstelle und in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.