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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-12-01 · 3 (12.1936) · p. Seite 27

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
3 (12.1936)
Date
1936-12-01
Page
Seite 27 (sequence 29)
Language
German
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Seite 27 Es ist keine leichte Arbeit, die Tag für Tag im Gemeindehaus geleistet wird, ob es sich nun um führende geistige Arbeit der Vorstände, Repräsentanten, Abteilungsleiter oder um die Tätigkeit der Beamten und Beamtinnen handelt. An jenem Sonntag war es ein freudig aufgeschlossenes Publikum, dem die Beamten willig Auskunft gaben, im Alltag aber sind es oft eilige, ungeduldige, auch bedrängte Menschen, die Gehör finden wollen. Es mag nicht einfach sein, auch sie so zufriedenzustellen, dass sie das Haus mit der Dankbarkeit verlassen, wie die Teilnehmer jener ersten Führung, der — wie wir hören — weitere folgen sollen. Besichtigung des Jüdischen Museums und der Bibliothek wurde den Besuchern für einen baldigen Zeitpunkt, in Aussicht gestellt. E. Z. Rabbiner Dr. Levi spricht im C.-V. ><; Im Kähmen der von der Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Centraivereins veranstalteten Vortragsreihe unter dem Motto „Jüdische Lebensgestaltung" sprach Herr Rabbiner Dr. Salli Levi, Maina, über das Thema „Vom Sinn jüdischer Geschichte". Nach einem Ueberblick über die verschiedenen Möglichkeiten, Geschichte zu betrachten, gab er einen Querschnitt durch die jüdische Geschichte und schälte hierbei 3 entscheidende Gedanken heraus, welche die jüdische Geschichte charakterisieren: Den Glauben an die Persönlichkeit, an die Zeit und an die Ewigkeit. An Beispielen belegte er diese 3 Wesenselemente der jüdischen Geschichte und wies darauf hin, daß der Glaube an ewige Werte einer mehr als 4000jährigen Geschichte auch den jüdischen Menschen unserer Tage eine Haltung zu geben geeignet sei. welche das jüdische Leben diesefr Tage sinnvoll erscheinen lasse. — Der ausgezeichnet formulierte Vortrag hinterliess bei den Zuhörern einen nachhaltigen Eindruck. Von der Arnold Lazarus-Halle Am 31. Oktober berichtete Herr Dr. Georg Schott über „Ein jüdisches Handwerkerleben in der Biedermeierzeit". Auf Grund von Aufzeichnungen seines Grossvaters, eines Rödelheimer Spenglermeisters, entwarf er -«in lebendiges Bild einer Welt, in die sich die Zuhörer gern führen Hessen. Nach einer Teepause wurden auf einem Grammophon, das die Firma Ehrenf e 1 d in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hatte, Stücke aus Opern übertragen, deren Verbindung zu dem Vortrag des Abends durch erklärende Texte von Hans Assenheim hergestellt wurde. — Am nächsten Samstag Abend sprach Herr Lischner an Hand von ausgezeichneten Lichtbildern über „Sommer 1936 in Palästina". Seinen fesselnden Darstellungen folgten Gesang eines Kinderchors unter Leitung von Herbert Translateur. Die palästinensischen Volkslieder wurden im zweiten Teil des Abends von Gesängen abgelöst, die Fräulein Alice K a ssel, von Frau Lorsch-Morgenstern am Klavier begleitet, in gewohnter eindrucksvoller Weise zu Gehör brachte. — Am Samstag, den 14. November, sprach Dr. Henry Philipp aber „Exotische Juden". Die ebenso spannenden wie belehrenden Darlegungen gaben ein Bild von den Juden Jemens und Abessiniens. Den musikalischen Teil bestritten aufs Schönste Siegfried Wü r zburger und Trude Kanter mit Liedern und pianistischen Werken. — Die Veranstaltung des 22. November brachte einen Vortrag von Dr. med. Theodor Plaut, der launig und unterrichtend über „Essen und Trinken" sprach. Hierauf konzertierte Frau Professojr Mavfah eim e r ,'am Flügel, Fräuleini Alice ßaehr sang Liederj von Fräulein Lucie Baehr einfühlsam am Flügel begleitet. Herr Meno Mendel erfreute schliesslich die Anwesenden mit heiteren Darbietungen. Sämtliche Veranstaltungen waren von mehr als 300 Personen besucht, die wiederum voll Dank die segensreiche Institutionen der Arnold Lazarus-Halle begrüssten. Neme Ausweiskarte für Künstler und Vortragende im Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde Um Mißverständnissen vorzubeugen, teilt der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland hiermit nochmals als öffentliche Ankündigung mit: Alle beim Reichsverband gemeldeten ausübenden Künstler und Vortragenden, die sich im Besitze der gültigen Ausweiskarte des Reichs Verbandes befinden, müßen bis spätestens 1. Januar 1937 die neue Ausweiskarte erlangen, da die alte Ausweiskartc mit Jahresende ihre Gültigkeit verliert. Der Reichsverband macht ausdrücklich darauf aufmerksam, daß gemäß behördlicher Anordnung kein Künstler das Auftrittsrecht hat, der nicht im Besitze der gültigen Mitgliedskarte ist, so daß die Nichtemeuerung, bezw. die nicht rechtzeitige Erneuerung der aktiven Karte automatisch bis zur Erledigung den Verlust des Auftrittsrechtes nach sich zieht. Bei der Fülle der Anträge ist sofortige Einreichung des Antrages (Fragebogen, Lichtbild, Gebühr von RM. 2.—für das Jahr 1937) dringend geboten. Ausnahmezulassungen können prinzipiell nicht stattfinden. Hörer von Vorlesungen Franz Rosenzweigs Hörer von Vorlesungen und Vorträgen Franz Rosenzweigs, welche Notizen oder Nachschriften besitzen, werden höflichst gebeten, sich mit Frau Edith Rosenzweig, Frankfurt a. M., Eysseneckstrasse 16, in Verbindung zu setzen. Gottesdienstzeiten der Synagoge Unlerlindau Freitag, 4. 12. abends 16 Uhr. Samstag, 5. 12. morgens 8.30 Uhr anschliessend Oneg Schabbat. nachm. 13.00 Uhr. Jugendgottesdienst 35.45 Uhr. Ausgang 17.15 Uhr. Sonntag, 6. 12. morgens 7.30 Uhr. nachm. 16.00 Uhr. Wochengottesdienst morgens 7.10 Uhr. nachm. 16.00 Uhr. Dienstag, 8. 12. erster Abend Chanukk a. Freitag, 11. 12. abends 16.00 Uhr. Samstag, 12. 12. morgens 8.30 Uhr anschliessend Oneg Schabbat. nachm. 13.00 Uhr. Jugendgottesdienst 15.45 Uhr. Ausgang 17.15 Uhr. Sonntag, 13. 12. morgens 7.30 Uhr. nachm. 16.00 Uhr. Wochengottesdienst morgens 7.10 Uhr nachm. 16.00 Uhr. Freitag, IS 12. abends 16.00 Uhr. Samstag, 19. 12. morgens 8.30 Uhr anschliessend Oneg Schabbat. nachm. 13.00 Uhr. Jugendgottesdienst 15.45 Uhr. Ausgang 17.15 Uhr. Sonntag, 20. 12. morgens 7.30 Uhr. nachm. 16.00 Uhr. Wochengottesdienst morgens 7.10 Uhr. nachm. 16.00 Uhr. Freitag, 25. 12. abends 16.05. Samstag, 26. 12. morgens 8.30 Uhr anschliessend Oneg Schabbat. nachm. 13.00 Uhr. Jugendgottesdienst 15.45 Uhr. Ausgang 17.20 Uhr. Sonntag, 27. 12. morgens 7.30 Uhr. nachm. 16.00 Uhr. Wochengottesdienst morgens 7.10. Uhr nachm. 16.00 Uhr. Freitag, 1. 1. 37. abends 16.10 Uhr. Samstag, 2. 1. morgens 8.30 Uhr anschliessend Oneg Schabbat. nachm. 13.00 Uhr. Jugendgottesdienst 15.45 Uhr. Ausgang 17.25 Uhr. Sonntag. 3. 1. morgens 7.30 Uhr. nachm. 16.00 Uhr. Wochengottesdienst morgens 7.10 Uhr. nachm. 16.00 Uhr. | | Vereinsand Versammlnngsfcalender [ "j (Mitteilungen für die nächste Nummer müßen bis spätestens 28. Dezember 19B6 bei der Schriftleitung vorliegen.) Sonntag, 6. Dezember Gesellschaft ür jüdische Volksbildung. Religiöse Weihestuncle anlässlich des Chanukkahfestes. Rabbiner Dr. Salzberger spricht über die Makkabäerbücher, Organist Siegfried Würzburger gibt die musikalische Umrahmung. 20.30 Uhr. Trausaal der Westendsynagoge. Donnerstag, 10. Dezember. Jüdischer Kulturbund Rhein-Main. „Bunter Abend" des Jüdischen Kulturbunds Hamburg. Leitung Hans Buxbaum. 20 Uhr. Saalbau. Sonntag, .13. Dezember. Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Führung durch die Genieindebibliothek (Dr. Ernst Blau) und durch das Mussum jüdischer Altertümer (Rothschild Museum) (Dr. Hermann G. ndersheimer). 10.30 Uhr. Fahrgasse 146. Dienstag, 15. Dezember Ortsgruppe Frankfurt a Main des Jüdischen Frauenbundes. Geselliger Chanukka-Abend. 20 Uhr. Taunusplatz 17. Donnerstag, 17. Dezember Jüdischer Kulturbund Rhein-Main, Jüdische Chorvereinigung und Jüdischer Kammerchor. „Elias" Oratorium von F. Mendelssohn-Bartholdy unter Leitung von Dr. N. Ehrenreich. 20 Uhr. Saalbau. Montag, 28. Dezember Jüdischer Kulturbund Rhein-Main. Orchesterkonzert unter Leitung von Generalmusikdirektor Prof. Prüwer. Solist Ewel Stegmann. 20 Uhr Saalbau. Veränderungen im Personenstand vom 15. Okt. 1936 bis 15. Nov. 1936 llarmizwa: Synagoge am Dominikanerplatz: Kurt P o h o r i 11 e, Seilerstraße 16 — Siegfried Flamm. Eckenheimerlandstrasse 111 — Hans Roth sc Iii ld, Uhlandstrasse 48 — Martin Buxbaum, Baumweg 32 — Leo Sonnenblick, Obermainstrasse 12 — Westendsynagoge: Helmuth Stern, Westendstrasse 90 — Kurt Siegfried S a 1 m o n, Franz Rücker Allee 3 — Franz Schwarzadler, Körnerwiese 9 —

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