Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 15 (1936-1937)
- Issue
- 2 (11.1936)
- Date
- 1936-11-01
- Page
- Seite 16 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3094266-3094439-3094441--5460-3100274- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 16 Stoffe und Wäsche kaufet man stets preiswert ein bei: TEXTIL-KAUFHAUS Leipzigerstr. 14, Nahe Bockenheimer Warte Seligmann lieh des Ablebens der Frau JR. Dr. Blau seitens der Gemeindevertretung erwiesene Beileidsbezeugung. Herr JE. Dr. Blau hat ferner lt. Mitteilung des Vorstands allen Vorstandsmitgliedern und den Mitgliedern der Gemeindevertretung für die ihm anlässlich des Hinscheidens seiner Gattin entgegengebrachten liebevollen Beileidsbezeugungen und die ihm durch Gewährung des Ehrenbegräbnisses bewiesene Ehrung, gleichzeitig auch im Namen seines Sohnes, seinen herzlichsten Dank ausgesprochen und versichert, dass er der Frankfurter Gemeinde diese seine Dankbarkeit allzeit erhalten und beweisen werde. In der Angelegenheit der zur Vorbereitung der diesjährigen Gemelndewahlen getroffenen Massnahmen sowie der Kompromissverhandlungen, die zu einer vollen Verständigung aller Parteien über die Zusammensetzung der beiden Gemeindekörperschäften für die Jahre 1937-1940 geführt haben, hat der Vorstand eine Reihe verfassungsändernder Beschlüsse gefasst, die durch die Einigungsverhandlungen der Fraktionen bedingt sind. Es handelt sich um die Aenderung der §§ 3,10,22 der Gemeindeverfassung (Zahl der Vorstandsmitglieder, Wahl des Vorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands, Wahl des Büros der Gemeindevertretung u. a.). Weitere Beschlüsse betreffen die im Zug der Einigungsverhandlungen notwendig gewordene Aenderung der Wahlordnung für die Wahlen zur Gemeindevertretung. In der Diskussion protestiert namens der ostjüdischen, insbesondere der dem Verband polnischer Juden angehörenden Mitglieder der Gemeinde, Herr Rosenwasser dagegen, dass die Verhandlungsteilnehmer sich vor Abschluss des Kompromisses nicht mit den Ostjuden verständigt hätten und wünscht Aufnahme von entsprechenden Verhandlungen vor Nominierung der Kandidatenliste für den Vorstand und für die Gemeindevertretung. Er polemisiert ferner gegen einen Beschluss, wonach für Wahlvorschläge von Wählergruppen, die bisher noch nicht durch selbständige Fraktionen in, der Gemeindevertretung vertreten waren, die Unterschrift von mindestens 1000 Wahlberechtigten statuiert wird, was gegen den demokratischen Geist der Gemeindeverfassung Verstösse, und beantragt Vertagung der Beschlussfassung über die Abänderung der Wahlordnung zwecks Aufnahme nochmaliger EinigungsVerhandlungen. Unter Ablehnung des Antrags Rosenwasser werden sämtliche Vorstandsbeschlüsse mit der in § 42 der Gemeindeverfassung vorgeschriebenen Mehrheit angenommen. — Es folgen Delegierungen in das zur Vorbereitung der gegen Ende dieses Jahres stattfindenden Wahlen zur Gemeindevertretung (s. Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands in dieser Nummer) eingesetzte Wahlamt. Als Ersatz für den infolge Wegzugs aus dem Vorstand ausgeschiedenen Herrn Dr. David Warmbrunn wird Herr Ferdinand Stiefel in den Vorstand gewählt. Der Vorsitzende spricht bei dieser Gelegenheit Herrn Dr. Warmbrunn seinen wärmsten Dank für die von ihm im Dienste der Gemeinde während langer Jahre geleistete, uneigennützige, aufopferungsvolle Tätigkeit aus und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft. — Zur Rechnungsprüfung für die Jahresrechnung des Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde pro 1935/36 werden die Herren Adler und Klausner gewählt. — Es folgt die Bekanntgabe des Vorlesungsverzeichnisses des Jüdischen Lehrh a u s e s Frankfurt a/Main für den Herbstlehrgang 1936, einer Zuschrift der Arnold Lazarus-Halle über deren Wiedereröffnung am 24. Oktober 1936, sowie eines Schriftwechsels des Vorstands mit dem Preussischen Landesverband jüdischer Gemeinden betr. Wahlen zum Rat der Reichsvertretung. Hieran schloss sich eine nichtöffentliche Sitzung. Amtliche Bekanntmachungen der Jüdischen Winterhilfe, Frankfurt a. M. Postscheck-Konto Nr. 66600 Frankfurt-M. Telefon Nr. 43703 Geschäftsstelle: Quinckestrasse 26 Annahme für Geldspenden Quinckestrasse 26 und Fahrgasse 146 (Gemeindehaus) 1. Beitrags Teistungen. Leider sind trotz der erfolgten schriftlichen Mahnung noch eine grosse Anzahl der Gemeindemitglieder unserer Gemeinden mit der Zeichnung ihrer monatlichen Beiträge für die Jüdische Winterhilfe -im Rückstand. Wir bitten hierdurch 'noch einmal dringlichst, die von uns erwähnten Erklärungen umgehend abzugeben. \ 2. Abführung der Beiträge der Angestellten. Die AngCbteilten, deren Beiträge zur Jüdischen Winterhilfe nicht durch ihre Firmen abgeführt werden, werden hierdurch höflichst gebeten, für die Abführung ihres Beitrags für den Monat Oktober umgehend Sorge tragen zu wollen. 3. Ein top f- und Pfundsammlung November 19.36. Die EintopfSammlung für den Monat November findet am 8. November, die Pfundsammlung am 22. November 1936 statt. 4. Ausgabe der Kohlen- und Lebensmittelgutscheine. Die Zeitangabe für die Ausgabe der Kohlen- und Lcbensmittelgutscheine der Jüdischen Winterhilfe erfolgt jeweils rechtzeitig vor Ausgabe durch Anschlag in den Synagogen und jüdischen Gemeindehäusern. tildch angenehme . lUerwckuHg! UM Tank- Snma, sondern der Eintopf-Sammler der Jüdischen Winterhilf e Er kommt am 8. November