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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-09-01 · 12 (9.1936) · p. Seite 455

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
12 (9.1936)
Date
1936-09-01
Page
Seite 455 (sequence 17)
Language
German
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Seite 455 KahlschrSnke Herde Kochplatten Ventilatoren Fön Heizkissen Waschmaschinen Petroleumherde Slnger-HShmaschlnen Radio r Ebrmann BRUDER GRIMM-STRASSE 7 pt. RUF: 43233 Kulturarbeit des Monats Bunte Abende Frankfurter Künstler Immer wieder ist man überrascht, wie gut gefüllt die Veranstaltungen Frankfurter Künstler selbst in der ,,toten Saison'* sind. Das Bedürfnis nach guter Kunst, dem in den beiden letzten Monaten sonst nicht Rechnung getragen wurde, machte es einem Kreis eingeführter Solisten der verschiedenen Kategorien nicht schwer, sogar zweimal kurz hintereinander die Gefolgschaft ihrer Freunde zu finden. Zwei Sopranistinnen von verschiedenen Anlagen, aber gleich sorgfältiger technischer Vorbildung und gleich ernster Zielsetzung hatten in beiden Programmen angemessenen Raum Erni Stern-Feitl er zeigte in Mozarts II re pastore-Arie Koloraturbegabung und reizvolle Stimmittel. Edith Eisenheimer erprobte ihre Vielseitigkeit in Opernarien, die den flair des Theaters erhielten, und in charmant ausgearbeiteten französischen Chansons und Operettenliedern. An beiden Abenden gab Hans Assenheim Beweise seiner künstlerischen Fortschritte in der letzten Zeit. Das Material hat an Schönheit noch gewonnen, der Vortrag an bühnenmässiger Gestaltung Die Loslösung von der Textvorlage gehört immer noch zu den Förderungen, denen sich der Sänger nicht wird verschliessen können, wenn er eine gewisse Linie überschreiten will. Es handelt sich dabei um viel mehr, als um eine Aeusserlichkeit. Theo Katner gewinnt seine Hörer als Geiger in Virtuosenstücken durch Brillanz und Musikalität; er sollte diesem Genre aber im Interesse seiner inneren Entwicklung nicht allzu viel Raum geben. Max Firnberg schloss, als aufmerksamer Begleiter, den Kreis der Musiker in beiden Veranstaltungen äb. Die Gefahr, den Maßstab herabzusetzen, der an Abenden bleiben sollte, die — um einen Fachausdruck zu gebrauchen — als „hochkünstlerisch" anerkannt "werden wollen, zeigte sich bei Sofie Seligman n.Diese Gefahr hat ihre tiefere Ursache in dem zu engen Radius, in dem sich jüdische Künstler gegenwärtig bewegen müssen. Der grösste Teil der Rezitationen entsprach weder der erforderlichen geistigen Linie noch den spezifischen Anlagen der begabeten Schauspielerin. Auch ein Schriftsteller vom Können Alfred Auerbachs gerät durch ,.bunte" Abende in Versuchung, das Unterhaltnngsbedürfnis seiner Hörer zu tief einzuschätzen. Die durch Rudolf Ganz, Sofie Seligmann und den Autor wiedergegebenen „Dialogszenen" haben nicht so viel Substanz und szenischen Reiz, als daß für die Aufführung eine künstlerische Notwendigkeit vorläge. Die Tänzerin Trude A u e r b a e h-R. osenbusch lockerte das Programm durch ihre Produktionen auf. A. H. Frankfurter Künstler auswärts Der Leiter des Sanatoriums Dr. Kohnstamm in Königstein im Taunus, Dr. B. Spinak, verpflichtete Edith Eisenheimer, Hans Assenheim, Theo Ratner und Max Firnberg zu einem Hauskonzeit für seine Gäste. Theo Ratner hatte am 5. August mit einem Abend virtuoser Violinmusik am Radio Beromünster einen schönen Erfolg. Bekanntmachungen des Steueramts 1 Alle Kultussteuerand Gemeindegeldzahlungen sind an die Steuerkasse der Israelitischen Gemeinde, Fahrgasse 146, (Postscheckkonto Nr. 800 Ffm.) zu leisten. Ausgenommen sind lediglich Zahlungen anf Rückstände, die sich in Vollstreckung befinden. Solche Rückstände sind an die Finanzkasse zu leisten, von der sie vollstreckt worden sind. a) Knltnsstener und Gemeindegeld 1935/36 Die 'Kultussteuer- und Gemeindegeldveranlagungen sind den Pflichtigen zugegangen und sind in voller Höhe fällig. Wir ersuchen die Gemeindemitglieder dringend, die noch Bestehenden Rückstände unverzüglich zn entrichten. b) Kultasstcuerprol936 der Veranlagten. Soweit die Veranlagungshescheide sich bereits in dem Besitz der Pflichtigen befinden, sind an den bekannten Terminen, 10. 6., 10. 9., 10. 12. 1936 und 10. 3. 1937, die auf den Veranlagungen vermerkten Raten zu zahlen. Soweit die Veranlagungshescheide noch nicht in den Besitz der Pflichtigen gelangt sind, sind an den vorstehenden Terminen Vorauszahlungen, in der Höhe eines Viertels der Kultussteuer 1935, einschliesslich des Gemeindegeldes, zu zahlen. Diese Zahlungen werden auf die endgültige Veranlagung angerechnet. c)K ultussteuer pro 1936 der Nur-Lohnsteuer- Pflichtigen. Die Veranlagungen sind den Pflichtigen zugegangen. Die eine Hälfte war bereits am 15. Mai fällig, die zweite Hälfte ist bis 1. November 1936 zu zahlen. d) Nur-GemeindegeldPflichtige. Die Veranlagungen sind den Pflichtigen zugegangen. Das Gemeindegeld ist längst fällig gewesen. Ffm., den 8. September 1936. NachvergeblicherMahnungerfolgtdieBeitreibung zuzüglich der Kosten durch die zuständige Vollstreekungsstelle des Finanzamtes. Die Steuerkasse der Israelitischen Gemeinde ist werktäglich von 8% bis 12% Uhr geöffnet. Die Sprechstunden finden zu gleicher Zeit statt Für ältere und gebrechliehe Personen steht der Personenaufzug zur Benutzung frei. Ffm., den 20. Juli 1936 VORSTAND DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE Steneramt Die Frankfurter Bank, Neue Mainzerstrafee 69 gegründet 1854 Tel. 20901 übernimmt die Ausführung aller bankmässigen Geschäft» Spareinlagen gegen Sparbuch Hinterlegungsstelle für Mündelvermögen

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