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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-09-01 · 12 (9.1936) · p. Seite 454

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
12 (9.1936)
Date
1936-09-01
Page
Seite 454 (sequence 16)
Language
German
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Seite 454 Stoffe und Wäsche kaufet man stets preiswert ein bei: TEXTIL-KAUFHAUS _____ Leipzigerstr. 14, Nahe Bockenheimer Warte öetigmann der nichtjüdischen Umgebung angenommen haben, sie lebten aber doch viel abgeschlossener, als es im Altertum, z. B. in Persien der Fall war. Und, wenn in dem Artikel selbst davon die Rede ist, daß gerade bei der christlichen Bevölkerung, die doch der altgermanischen Frau Holle weit näher stand, sich die Sitte des .,Hollekreisch" nicht nachweisen lässt, dann dürfte auch dieses dafür zeugen, daß die hier versuchte Erklärung wohl nicht ganz abwegig ist. Dr. Siegfried Lindenbaum Rechtsanwalt U. E. bedeutet das Wort „Hollekreisch" nichts arideres als: „Holla! —kreisch, wie soll das Kindchen heissen?". Im Mittelalter vermieden es die Juden in Deutsehland, die Frau mit ihrem Vornamen anzureden, damit die Kinder es nicht auch täten. So berichtet R. Jakob ben Moses Mölln (Maharil), der im Anfang des 15. Jahrhunderts in Mainz lebte, er habe seine Frau nie mit Vornamen angeredet, sondern gesagt: „Hörst Du nit?". Wenn er von ihr sprach, habe er sie stets „min hausfrouw" genannt. Daher erklärt sich der Zuruf „Holla!", wenn man die Frau fragte, wie das Kindchen heissen solle. Die Schriftleitung Vorschau auf die Veranstaltungen des Winters Was «1er Kulturbund plant Wie wir erfahren, wird der Frankfurter Kulturbund neben einer Reihe von Konzerten des hier stationierten Reiseorchesters unter Leitung von Generalmusikdirektor Professor Julius Prüwer Trio- und Streichquartett-Konzerte, sowie Vokälkonzerie veranstalten. Eine Operngemeinschaft unter Leitung von Dr. Kurt Singer wird sich auf Sänger und Sängerinnen aus Berlin, Frankfurt a Main und anderen Städten des Reiches stützen können. Im Rahmen <les Kulturbundes wird die Jüdische Chor- Arereinigung und der jüdische Kammerchor Dr. Nathan Ehrenreichs konzertieren, mit den Theatern der Jüdischen Kulturbund^ Hamburg und Rhein-Ruhr werden Verhandlungen wegen der Uebernahme einer Reihe von Schauspielabenden in das Programm des hiesigen Kulturbundes gepflogen. Auch, für die Schauspieler des Rhein-Main-Bezirkes sieht das Programm Betätigungsmöglichkeiten vor. Schliesslich soll auch durch Kollektiv- und Einzelausstellungen den bildenden Künstlern Raum gewährt werden. Ueber die zur Aufführung vorgesehenen Werke berichtet der Prospekt des Kulturbundes. Das erste Konzert findet am 29. September statt: Ausführende sind Generalmusikdirektor Professor P rüwer und Professor Bassermann. Die Jüdischen Tonkünstler Frankfurts Die Veranstaltungen der Jüdischen Tonkünstler Frankfurts haben sich zu einem wichtigen Faktor im künstlerischen Leben unserer Gemeinde entwickelt. Allein während des letzten Winters wurden durch die Mittwoch-Konzerte in der Arnold Lazarus-Halle an 13 Abenden mehr ate 50 Frankfurter Künstlern Gelegenheit zu künstlerischer Betätigung" und" Verdienst gegeben und mehr als 3000 Personen erlesene Kunst zu volkstümlichen Preisen geboten. Für den kommenden Winter sieht das Programm der jüdischen Tonkünstler folgende Veranstaltungen vor: 3 Kammermusikabende, 1 Liszt-Sehumann Gedenkabend, 1 Abend französischer Musik, 1 russischer Abend, 1 Abend gilt den Werken Dr. Bernhard Hirschberg-Schraders, einer der Schubert'schen Winterreise, einer bringt Hugo Wolf-Lieder, die folgenden Abende bieten Vokalquartette, Opernensembles, Synagogälaiusik und Werke klassischer jüdischer und Frankfurter Komponisten. Ein Hörspiel von Alfred Auerbach ist vorgesehen. Die Mitwirkenden sind wieder die jüdischen Tonkünstler und Schauspieler Frankfurts. Der Beginn der Konzerte ist für Mittwoch, den 21 Oktober festgesetzt. Auch die Abende „Jugend musiziert", die 3 mal in der letzten Spielzeit stattfanden und 36 Schülern der jüdischen Tonkünsller Gelegenheit zum Konzertieren mit Klavier, Violine, Mittwoch, den 21. Oktober, festgesetzt. Veranstaltungen der Konzertdirektion Hermann Koch Wie im vergangenen Jahr veranstaltet die Konzertirektion Hermann Koch auch in kommender Saison wieder eine Anzahl Abende mit prominenten Künstlern, unter denen solche sind, die zum ersten Mal in Frankfurt auftreten. Unter ihnen sei zuerst der bekannte Film- und Schallplattenstar Josef Schmidt genannt, der bereits für die erste Hälfte der Saison gewonnen wurde. Auch Alexander Kipnis und Dela Lipinskaja kommen wieder nach Frankfurt. Von heiteren Veranstaltungen finden als erste ein Abend mit Willy Rosen, Annemarie Haase (Star der Felix Holländer-Revue) und dem Orchester unter künstlerischer Leitung von Kapellmeister Max Neurhann statt. Femer ein Operettenabend mit Rita Geor g, ein Skefsehabend mit Felix Bressart und Ensemble, ein Vortragsabend der berühmten Diseuse Beatrice Waghalter-Freudenthal. Auch ein Konzert des jungen Geigers Gerhard K a n d e r mit neuem Programm ist vorgesehen. Ferner schweben Unterhandlungen mit dem berühmten Pianisten Moritz R o s e n t h a 1. Sämtliche Veranstaltungen finden im grossen Saalba u-S aal statt. Wo ktzufie ick heute pteiiwett? J9ei DR. ALBERSHEIM KAISERSTRASSE 9 Parfümerien und Seifen? Alle bekannten Markenartikel Toiletteartikel Damentaschen Kleine Geschenke Wlt ßühzen nut Qtzlitätiwaten und betaten ^ie. ßaekmännbeh

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