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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-06-01 · 9 (6.1936) · p. Seite 345

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
9 (6.1936)
Date
1936-06-01
Page
Seite 345 (sequence 19)
Language
German
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Seite 345 Denken Sie daran! Preiswert und gut ist stets Herrenkleldung von: Das grosse Spezialgeschäft Jetzt: Leinenu. Lüsterkleidung, einfach bis feinst. Ausführung gegenüber dem Hauptbahnhof (Gemeindemitglied) Hindenburgplatz 12 Ordnung steht, überlassen. Die Ausgaben für die Jugendpflege haben gleichfalls eine gewisse Erhöhung erfahren. Im Zusammenhang hiermit wird darauf hingewiesen, daß es sich darum wird handeln müssen, die Jugend zur praktischen Mitarbeit in der Gemeinde heranzuziehen und bereits in den Bünden die grundlegenden Voraussetzungen für diese Mitarbeit zu schaffen. Kapitel VIII (Krankenhaus). Dieses Kapitel hat gleichfalls eine Erhöhung erfahren. Wesentlich beeinflusst wird die wirtschaftliche Entwicklung des Krankenhauses durch die starke Abwanderung der Patienten von den höheren in die niederen Klassen. In den Beratungen der Gemischten Finanzkommission ist auch die Frage der freien Arztwahl im Sinne der günstigeren Beeinflussung der Frequenz und der Rentabilität wieder erwogen worden. Die Angelegenheit wird den Vorstand weiter beschäftigen. Zum Kapitel IX (Bestattungswesen) liegt der Antrag auf Abänderung der Grabmalordnung hinsichtlich derjenigen Beerdigungsfelder vor, auf welchen Anpflanzungen nicht zugelassen sind. Es wird hierüber bei Beratung der Vorlage besonders zu sprechen sein. Zu Kapitel X (Gebäudeunterhaltung) wird festgestellt, daß gegenüber einer, die zweckmässige Arbeitsweise empfindlich beeinflussenden Kaumknappheit in allen Gemeindeliegenschaften (Gemeindehaus, Schule. Königswarterhaus, Jugendheim) keine finanzielle Möglichkeit besteht, derzeit diesem Sehaden abzuhelfen. Zu Kapitel XIII (Kultussteuer). Trotz der pflichtmässig in Eechnung gestellten 25% Einnahmeverringerung gegen das Vorjahr wird die Hoffnung ausgesprochen, daß man im Rechnungsjahr 1936 mit dem alten Steuersatz bei schärfster Sparsamkeit wird auskommen können. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß auf der Ausgabenseite dieses Kapitels die Gehälter für das Personal des Steueramts verrechnet sind. Zu Abteilung B. Extraordinarium wird auf die Notwendigkeit der Anschaffung eines neuen Leichenautos hingewiesen, nachdem es sich herausgestellt habe, daß der seit vielen Jahren im Dienst befindliche Wagen den Ansprüchen auf Betriebssicherheit nicht mehr voll gewachsen ist. Der Etat für das neue Rechnungsjahr ist, so fasst Herr Dr. Geiger zusammen, mit grösster Vorsicht aufgestellt. Der A b - schluss ist nicht ungünstig. Wenn Ueberraschungen nicht eintreten, könne man mit einiger Hoffnung der Entwicklung im neuen Rechnungsjahr entgegensehen. Als eine neue Massnahme von günstigem Einfluss auf die Entwicklung könne die von der Gemischten Finanzkommission gegebene Richtlinie angesehen werden, daß die Referenten der einzelnen, Etatkapitel mit den von ihnen bearbeiteten Zweigen und Abteilungen der Gemeindever- Avaltung und der von ihr subventionierten Einrichtung dauernd in Verbindung bleiben und auch hier die Entwicklung beobachten sollen. Aus dieser Verbindung hofft man auch wirtschaftlich und finanziell günstige Anregungen zu erhalten und durchführen zu können. Im Zusammenhang hiermit wird den Beamten der Hauptverwaltung für ihre oft unter schwierigsten Umständen geleistete hingebungsvolle Arbeit Dank ausgesprochen. Dieser Dank gebühre auch dem Schriftleiterdes Gremeindeb 1 a 11 s, der sein Bestes gebe, um das Blatt auf dem allseitig anerkannten hohen Niveau zu erhalten. Das Gemeindeblatt stelle eine wesentliche Orientierungsquelle der Gemeinde-Mitglieder in jüdischen, namentlich Frankfurter Gemeinde-Angelegenheiten und die einzige Verbindung mit der Gemeindeverwaltung dar, sotlaß sich hieraus für die Mitglieder die Verpflichtung zu m R e- 2!i g des G e m e i n d e b 1 a 11 s ergebe, worauf in diesem Zusammenhang noch besonders hingewiesen werden solle. Angesichts der zunehmenden Abwanderung auch von bisherigen Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung habe jedes Gern e i n d e m i t gl i e d die Pflicht zur Mitarbeit. Es sei nicht mehr tragbar, daß Ablehnungen erfolgen, wenn die Gemeindeverwaltung im Einzelfall, zur Mitarbeit irgendwelcher Art auffordere. Gemeinsinn und Opferfreudigkeit .seien diejenigen beiden Stützen, die es ermöglichten, die Aufgaben zu bewältigen, die die gegenwärtige Zeit erfordere. Der Vorsitzende dankt den Herren Vertretern des Vorstands für ihre Darlegungen und eröffnet die G e n e r a 1 d e - b a 11 e. Es spricht zunächst Herr Dr. Mainzer, welcher den Herren Dr. Geiger und Bürodirektor Meyer Dank sagt für die Aufstellung des Etatentwurfs und die ihm beigegebenen Unterlagen sowie den Mitgliedern der Gemischten Finanzkommission, denen es geglückt sei, den Etat so zu gestalten, daß man der grossen Sorge eines Fehlbetrags enthoben sei. Der Etat zeige aber das Bild der Not. in der wir leben. Die Jüdische Wohlfahrtspflege erhalte in diesem Jahre mit KM. 167.001).— trotz steigender Anforderungen weniger Versicherung ist Vertrauenssache, deshalb wenden Sie sich an HANS GRÜNEBAU Versicherungen aller Art ne, h M Hohenzollemstrasse 12 Telefon 34138 u. 79357 als im Vorjahr. Die Gemeinde gebe aber mit diesem Betrag das, was sie äusserst könne. Die vorbildliche Betätigung der Frankfurter Juden bei dem Jüdischen Winterhilfswerk lasse hoffen, daß diese Einrichtung auch im kommenden Jahr zur Entlastung der Jüdischen Fürsorgestellen beitrage. Die durch die Zeitverhältnisse gebotene Beschränkung zeige sich auch im Etat des Philanthropins bezw. in der ihm aufgezwungenen Sparsamkeit. Trotzdem dürfe keine Rede davon sein, die Oberstufe abzubauen, so lange man nicht von aussen her dazu gezwungen sei, zumal es in Deutschland nicht mehr möglich sei, jüdische Lehrer mit akademischer Bildung heranzuziehen. Hieraus ergebe sich schon die Notwendigkeit einer höheren als der elementaren Bildungsmöglichkeit. Zu allgemeinen Gesichtspunkten übergehend, weist Herr Dr. Mainzer hin auf die Sorge der Heranbildung von Aerzten und Assistenzärzten zur Führung der jüdischen Krankenanstalten in Deutschland und die Sorge für die Ernährung der Kranken im Hinblick auf die Schwierigkeiten in der Fleischbeschaffung. Bei den Ausgaben für Lehrzwecke müsse der neu ins Leben gerufenen Modische Hemden Farbenfrohe Krawatten [Leichte, eleg. Unterwäsche | in den bewährten Qualitäten bei EF-KA-ZET ILSE SALOMON Kalserstr. 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