Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 9 (6.1936)
- Date
- 1936-06-01
- Page
- Seite 344 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3094266-3094426-3094435--5242-3100052- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 344 Elektro: iiss-l. Radio r Etirmano Petrolcumherde Slnger-Nlhmaschinen BRUDER GRIMM-STRASSE 7 pl. RUF: 43233 genug gescliehc. Eine niclil zu unterschätzende grosse Aufgabe sei nämlich die Sorge für diejenigen, die in Frankfurt noch eine wirtschaftliche Existenz haben, diese aber nur mit entsprechender Hilfe halten können. Iiier handle es sich also nicht um Wohlfahrtsunterstützungen sondern um eine wirtschaftliche Unterniauerung an sich lebensfähiger geschäftlicher Unternehmungen. Auf diesem Gebiele sei in bescheidener Weise begonnen worden, durch Gewährung von Hypothekendarlehen usw. aus Stiftungsmitteln im Einzelfalle die notwendige Unterstutzung zu verschaffen, und es sei eine wichtige Aufgabe, diesen Zweig der wirtschaftlichen Hilfsmöglichkeit weiter zu pflegen und zu stärken. Ein lehrreiches Beispiel sei hierfür der Kulturbund Rhein/Main, bezw. seine bisher minimal versorgten Orchestermitglieder, und es erhebe sich die Frage, ob man nicht verpflichtet sei, in demselben Masse, wie man für die zukünftigen Existenzmöglichkeiten der Jugend sorge, auch für die gegenwärtige Existenz dieser Menschen zu sorgen, die sich bei geeigneter Hilfe hier in ihrem Beruf noch ernähren können. Der Etat balanciere äusserlich bis auf einen Betrag von UM. S0.O0O.-, welcher aus verfügbaren Steuermitteln der Vorjahre über den sog. Entschuldungsfonds ausgeglichen sei. Die Uebersicht üb<T die einzelnen Kapitel zeigt, daß die Verbindung mit den anderen Gemeinden und den zentralen Institutionen eine engere geworden ist, nicht gerade zum geldlichen Vorteil der Gemeinde. Was das Verhältnis der Zentralstellen zur Gemeinde angehe, so zeigen insbesondere die in den Etat eingestellten Umlagebeträge eine wesentliche Belastung, die nur zum Teil dadurch wieder ausgeglichen wird, dass ein Teil dieser Ausgaben in Form von Subventionen an überlokale Einrichtungen wieder hereinkomme. Anderseits dürfe dabei nicht übersehen werden, welche ausserordentlich dringende finanzielle Aufgaben den Zentralstellen obliege, denen sich sonst die Gemeinde zu ihrem Teil nicht entziehen könne, wenn sie nicht von den Zentralen erfüllt würden. In Bezug auf die einzelnen Kapitel des Haushaltsplanes will der Redner nur einige stichwortartige Hinweise geben, da nähere Ausführungen der Spezialberalung vorzubehalten seien. Zu Kapitel I (Allgemeine Verwaltung). Die vom Vorstand seit geraumer Zeit verabschiedete Disziplinarstrafordnung für die Gemeindebcamten ruhe zur Zeit im Schosse der Gemeindevertretung, wo sie ihrer Erledigung entgegensehe. Zu Kapitel II (Synagogen und Betsäle). Die seit dem Vorjahr erfolgte Preispolitik habe sich bewährt. Namentlich in der Westendsynagoge sei eine nicht unwesentliche Vermehrung der Platzgebühren zu verzeichnen. Die Dotierung der Chöre für die Beschaffung des notwendigen Notenmaterials wird der stärkeren privaten Initiative empfohlen. In der Finanzkommission hat die Diskrepanz zwischen den Einnahmen- und Ausgabenziffern der Gemeindesynagoge in Bockenheim zu starken Bedenken geführt, die dem Vorstand zur Prüfung vorliegen und sich zu einer Anregung auf Schliessung dieser Synagoge verdichtet haben. Zu Kapitel IV (Unterrichtswesen). Durch die Errichtung einer Schulgeldkasse des Philanthropins bei dem Steueramt der Gemeinde und die von der Finanzkommission angeregte persönliche Fühlungnahme mit den Schulgeldpflichtigen soll eine pünktliche und möglichst vollzählige Erfassung aller rückständigen Beträge gewährleistet werden. Zu Kapitel VI (Soziale Fürsorge). Mit Rücksicht auf die unbedingt notwendigen Bedürfnisse sind, wie schon erwähnt, die Ausgabenziffern gegenüber dem Entwurf der einzelnen Titel stark erhöht worden. Dies betrifft besonders die Jüdische Wohlfahrtspflege, die Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe, bei welch letzterer durchlaufend ein Posten von RM. 40.000.- in Einnahme und Ausgabe in Zusatz gekommen ist. Einzelheiten hierüber, welche sich auf die sogenannte Vorlehre beziehen, bleiben der Erörterung gelegentlich der Beratung einer besonderen Vorlage, welche gleichfalls auf der heutigen Tagesvon GENUA und M KAPSTADT, PORT ülüflütiri, UUHßCH mit den Schnelldampfern: „DUILIO" 24 000 BRT und H«IULI0 CESARE" 22 000 BRT ErmlBIgte TourUtenrolsvn i Palästina Die kürzeste und bequemste Verbindung über Triest mit dem 8C0O BRT grossen, vollständig neu eingerichteten Schnelldampfern m WK GernsBlemine Galilea Paleslina ^Hv Erste Klasse u. Touristenklasse ^^^m Fahrpreise ab Triest nach J a f f a oder H a i f a I. Klasse RM. 190.15 inkl. Taxen Tour.-Kl. RM. 122.10 ink. Taxen Aul V Abf r Auf Wunsch rituelle Verpflegung Abfahrten von Triest jeden Mittwoch und jeden zweiten Freitag, 13 Uhr Auskünfte, Buchungen durch LLOYD TRI ESTI NO Frankfurt a. M., KT;Ä420 s« VON EUROPA NACH SÜDAFRIKA 141&TAGE AUSKÜNFTE OURCM ITA LI A FLOTTE RIUN1TE Frankfurt a.M. Kaiserau. 20, Telef. 23764 MWto «• b«Hennt— IUI—bBroe.