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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-06-01 · 9 (6.1936) · p. Seite 343

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
9 (6.1936)
Date
1936-06-01
Page
Seite 343 (sequence 17)
Language
German
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Seite 343 Frankfurt am Main 1886-1936 3 Grundsätze Umfassende Auswahl Zuverlässige Qualitäten Vorteilhafte Preislagen fcW franKfurt am Main 1886-1936 Kenntnis genommen wird. — Auf Vorsehlag der Wahlvorschlagskommission werden die der Gemeindeverwaltung nicht angehörenden Mitglieder des Pflegamts des Krankenhauses, Frau Prof. Freimann, Frau Willi Mainz, die Herren Drj Julius Meyer, Dr. Kurt Ettinghausen, Dr. Ernst Freimann (als Vertreter der Ritualkommission), Prof. Dr. Isaac für die Zeit bis 31. 12. 1938 in das Pflegamt des Krankenhauses wieder gewählt. Zur Beratung gelangt der Haushaltsplan der Israelitischen Gemeinde für das Rechnungsjahr 1936/37. Dieser ist von der Gemischten Finanzkommission vorberaten und. entsprechend den Beschlüssen der Kommission durch den Vorstand ziffermässig festgesetzt worden. Sämtlichen Mitgliedern der Gemeindeverwaltung ist der so festgestellte Haushaltsplan mit den Erläuterungen im Umdruck zugegangen. Die Beschlüsse der Gemischten Finanzkommission liegen mit allen Unterlagen vor. Namens des Vorstands überreicht Herr 0 e 11 i n g e r als Vorsitzender der Gemischten Finanzkommission und Finanzreferent des Vorstands den Etat mit einigen Ausführungen über die voraussichtliche Finanzgebarung im neuen Rechnungsjahr, die von der verhältnismässig günstigen Entwicklung der Steuereingänge im Rechnungsjahr 1935/36 ausgehen. Hauptsächlich in Folge der Zunahme der Steuerwilligkeit und des Aufbaus eines eigenen Steueramts mit gut funktionierendem Mahnwesen sowie der für eine Anzahl von Unternehmungen günstigen Wirtschaftskonjiinklur des Jahres 1934 habe sich die schwebende Schuld der Gemeinde um etwa die Hälfte ermässigt. Dies dürfe jedoch nicht dazu verleiten, von der Politik äusserster Sparsamkeit, welche die Gemeindeverwaltung in den letzten Jahren folgerichtig durchgeführt habe, abzugehen, ohne jedoch die Erfüllung aller notwendigen Aufgaben ausser Acht zu lassen. Eine Senkung des Steuersatzes sei z. Zt. nicht möglich. Die starke Abwanderung zahlungskräftiger Gemeindemitglieder und die ständig zunehmende Zahl von jüdischen Geschäftsverkäufen einerseits sowie die zunehmende Belastung des Sozialetats durch die weitergehende Verarmung von zum Teil bisher noch leistungsfähigen Gemeindemitgliedern andererseits stelle die grosse Sorge dar, welche die Gemeindeverwaltung bei ihrer Arbeit im neuen Rechnungsjahr begleiten werde. Es gelte, unter Aufbietung aller Kräfte dieser Sorge Herr zu werden. Herr Konsuient Dr. Geiger begleitet namens des Vorstands die Vorlage des Etats mit einigen grundsätzlichen Ausführungen: Bei der Betrachtung des Etats als Ganzes sei zu vermerken, dass die Beschlüsse der Finanzkommission nicht unwesentlich von dem ursprünglichen Etatentwurf abweichen. Im ganzen sp» »lis den Beschlüssen der Kommission eine Erhöhung der ursprünglich vorgesehenen Ausgaben festzustellen. Alle auf die Notlage der Gemeinde und die Schwierigkeiten einer Etataufstellung bezüglichen Bemerkungen in den Erläuterungen zu f r tili e r e n Etats seien in diesem Jahre noch übertroft'en, anderseife lägen die Unterlagen für die Schätzung des Steueraufkommens in einer so umfassenden Weise vor, wie es früher niemals der Fall gewesen wäre. Trotzdem ergäben sich aber Unsicherheitsfaktoren in einem bisher noch nicht verzeichneten Ausmass. Für die Einnahmeseite verweist der Redner auf die Anzahl der Wegzüge im Rechnungsjahr 1935/36 und die hierauf bezüglichen statistischen Ziffern sowie auf die dadurch bedingte Beeinflussung des Steueraufkommens. Weitere Wegzüge und Abwanderungen potenter Mitglieder seien in Vorbereitung, sodass auch die weiter« Leistungsfähigkeit der Gemeinde hierdurch stark beeinflusst werde. Hinzu komme der Rückgang der Leistungsfähigkeit der bisher verbleibenden Gemeindemitglieder durch die bei der jüdischen Bevölkerung sich verschlechternde Wirtschaftslage. Auch von der Ausgabenseite her seien Unsicherheitsfaktoren zu berücksichtigen, die nicht übersehen werden könnten. Wenn auch, wie aiis den im Gemeindeblatt veröffentlichten bevölkerungsstatistischen Zahlen für die Monate Februar und März hervorgehe, der Bestand der Gemeinde durch den Sterbeüberschuss über die Geburten katastrophal beeinflusst werde, so habe sich doch die Zahl der Gemeindemitglieder nicht wesentlich geändert, da den Wegzügen durch Auswanderung eine grössere Zahl Zuziehender gegenüberstehe. Diesen fehle jedoch nicht nur die Möglichkeit einer ins Gewicht fallenden Steuerleistung, zu der viele Zuzügler infolge ihrer schlechten Verhältnisse ausserstande seien, sondern sie seien z. T. Wohlfahrtsempfänger, wodurch der Sozialetat stark belastet werde. Zu beachten sei weiter die Uebernahme ausserordentlich hoher Ausgaben für Auswanderung, Umschichtung und für die Vorlehre Schulentlassener, wobei man sich klar darüber sein müsse, dass für" die eigentliche Wirtschaftshilfe noch nicht einmal ^Hj^ OPEL - HÄNDLER WESTEND-GARAGE Inhaber LUDWIG L. STRAUSS Garage - Tankstelle - Reparaturwerkstatt Frankfurt am Main-West 'Leipzigerstrasse 32 Telefon: Maingau 73251 Baltcouch und Aufbaumöbel- sowie grosse Auswahl in Schlaff-, Speisezimmer u. Küchen ^# Möbelhaus H. Zimmer Hanauerldslr. 44, zu besuchen. Samst. geschl. Große Preisvorteile durch Fortfall hoher Ladenspesen Kunden aus ganz Hessen durch eine Anzeige im Mitteilungsblatt des Landesverbandes israel. Religionsgemeinden Hessens. Anzeigen-Annahme: Reineckstr. 17/19 Ernst Lochner & Horkheim er Liebfrauenberg 39, 1. Stock / Gegr. 1837 Ecke Neue Kräme Original englische Herren Stoffe MODERNE GARAGEN Boxe Mk. 25.—, mit Holen und Bringen Mk. 40.—

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