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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-04-01 · 7 (4.1936) · p. Seite 269

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
7 (4.1936)
Date
1936-04-01
Page
Seite 269 (sequence 27)
Language
German
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Seite 269 Fische zu Pessacn« m Fiscn-ScMoss Tel 27WI Zeil 9 seiischaft, Erziehung und Volksbildung als eine zur ordnungsmässigen Beschulung hinreichende Richtzahl die Zahl von 20 Kindern anzunehmen ist, müsse für diese Schüler eine öffentliche Volksschule geschaffen werden. Die Stadtverwaltung hat beschlossen, diese Schule in dem Gebäude neben der Synagoge unterzubringen. Durch die Errichtung dieser Schule — so schreibt das Blatt — wird einem dringenden Bedürfnis abgeholfen und ein schon lange bestehender Wunsch, der die deutschen Lehrer und Schüler erfüllt. Europa. England. Mit einer eindrucksvollen Veranstaltung im Dorchester Hotel in London wurde am 15. März die Sammlung des Council for German Jewry zur Aufbringung von einer Million Pfund für die berufliche Umschichtung und Auswanderung von Juden aus Deutschland feierlich eröffnet. Zu der Konferenz waren über tausend repräsentative Persönlichkeiten der englischen Judenheit erschienen. Den Vorsitz führte Anthony de Rothschild. Als Redner traten der Vorsitzende des Council Sir Herbert Samuel, der Präsident der Jewish Agency for Palestine, Dr. Chaim Weizmann, Viscount Bearstedt und Simon Marks auf. Lord Reading dankte den Rednern im Namen der Erschienenen und der Vorsitzende des Manchester and Salford Jews' Council Nathan Laski schlossa sich diesem Dank an. — Den englischen Mitgliedern des Council for German Jewry sind von einer unter Führung von Dr. Chaim Weizmann bestehenden Delegation der Jewish Agency for Palestine Pläne für die Auswanderung von 12 bis 15.000 Juden jährlich aus Deutschland und ihre Ansiedlung in Palästina unterbreitet worden. In den Plänen ist sowohl die Ansiedlung von Personen mit eigenem Kapital vorgesehen, als auch diejenige von 7 bis 8000 Menschen, denen eigenes Kapital nicht oder nur in ungenügendem Ausmass zur Verfügung steht, und deren Ansiedlung somit ganz oder zum Teil mit Hilfe öffentlicher Mittel durchgeführt werden muß. Es soll aus öffentlichen Mitteln nach dem Plan der Jewish Agency vorwiegend die Einwanderung von Personen unter 35 Jahren gefördert werden. Ihre Ansiedlung soll auf dem flachen Lande erfolgen. Konzentration der Einwanderer in den Städten soll vermieden werden. — In einer am 1. März abgehaltenen Sitzung der Anglo Jewish Association gab der Vorsitzende, Leonard G. Montefiore, einen Ueberblick über die Lage der Juden in Mittel- und Osteuropa und wies auf die zugunsten der Juden dieser Länder unternommene Hilfsaktionen hin. Montefiore befasste sich u. a. mit der Kritik, die in letzter Zeit an der ICA wegen ihrer angeblichen Zurückhaltung bei diesen Hilfsaktionen geübt wurde, und gab bekannt, daß von der ICA bisher für Hilfe an Juden aus Deutschland über 200.000 Pfund ausgegeben worden sind. Nach den Bestimmungen, die Baron Hirsch für die Verwendung seiner Hinterlassenschaft getroffen hat, sei ein grosser Teil der der ICA zur Verfügung stehenden Mittel für Juden aus dem Gebiet des ehemaligen Russland festgelegt. Die Fürsorge für diese Menschen werde von den Verwaltern der ICA-Fonds in erster Reihe im Auge behalten. Auch diejenigen, die die Einwanderungszertifikate für Palästina verteilen, seien von den gleichen Erwägungen beherrscht. Man dürfe nicht vergessen, daß, so groß die Not der Juden aus Deutschland auch sei, die der Juden Polens noch viel grösser ist. Seit dem Umbruch in Deutschland habe die ICA erhebliche Mittel für Auswanderungshilfe zur Verfügung gesteilt. Durch diese Leistung aber dürften die übrigen Arbeiten der ICA nicht beeinflusst werden. Sie wurden auch tatsächlich fortgeführt und aufrecht erhalten, als Südamerika unter einer schweren Wirtschaftskrise litt. Es sei leicht, schloss Montefiore, durch billigen Grossmut Ruhm zu erlangen; aber die Arbeit für heute dürfe nicht auf Kosten der Arbeit für morgen durchgeführt werden. — Auf Grund einer Anfrage von Lord Rankeiiiour hatte sich das Oberhaus abermals mit der Frage der Einsetzung eines Legislative Council in Palästina zu befassen. Der Interpellant brachte eine Reihe juristischer Argumente gegen die Art vor, wie dieses Problem behandelt wurde, und warnte vor übereilten Schritten. Der Unterstaatssekretär für die Kolonien, Earl of Plymouth, antwortete im Namen der Regierung. Lord Das (Rock-Complef in modernen, hellen Frühlingsfarben 2275 2775 2975 3475 Das 0errenstoff'9(ostüm in vornehmen Macharten 2700 3250 3975 4300 Der fescffe Schlüpfer in Gabardine u. genauste ten Stoffen 2475 2975 3675 3975 FUHRLÄNDER Gegr. 1860 —— ZEIL 74—76 Für Auswanderer Kühlschränke, Petroleumherde und -Oefen, elektr. 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