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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-04-01 · 7 (4.1936) · p. Seite 268

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
7 (4.1936)
Date
1936-04-01
Page
Seite 268 (sequence 26)
Language
German
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Seite 268 verbsrecht und Kartellrecht haben in Fachkreisen einheilige Anerkennung gefunden. — Breslau. Die. EepräsentantenVersammlung der Breslauer Synagogengemeinde beschloss, ab 1. April den Jüdischen Arbeitsnachweis in Breslau zu übernehmen und als Dienststelle der Synagogengemeinde fortzuführen. — Im Februar 1935 beschloss die Breslauer Gemeindevertretung, eine Stiftung, die von .den verstorbenen Gebrüdern Oesterreicher der Synagogengemeinde gemacht worden war, dazu zu verwenden, Häuser mit je sechs Wohnungen unter einem Kostenaufwand von rund 100.000 Eeichsmark zu errichten. Den notleidenden jüdischen Handwerkern der Gemeinde sollte dadurch Beschäftigung verschafft, andererseits aber auch der soziale Zweck der Stiftung, die eigentlich für die Errichtung eines Waisenhauses bestimmt war, verwirklicht werden. Das letztere sollte dadurch geschehen, dass für die Wohnungen in erster Linie kinderreiche Familien berücksichtigt werden, und die Mieten 20% unter den sonst üblichen Mietspreisen liegen sollten. Die Häuser der Stiftung sind nunmehr vollendet und die Wohnungen bezogen worden. So sind u. a, ein Kriegsblinder, zwei Kriegsbeschädigte, zwei Kriegerwitwen, ein Kriegshinterbliebener, fünf Schwerbeschädigte, im übrigen kinderreiche Familien sowie Körperbehinderte mit ihren Familien untergebracht worden. — Der Jüdische Kulturbundin Breslau zählt über 4000 Mitglieder. Der jüdische Musikverein Breslau,, der die Arbeit des Kulturbundes ergänzt, brachte bereits vier grosse Veranstaltungen, bei denen auch Generalmusikdirektor Joseph Eosenstock und andere mitwirkten. — Düsseldorf. In einer Sitzung der Eepräsentantenversammlung der Gemeinde Düsseldorf ist der Etat für 1936 verabschiedet worden. Er schliesst in Einnahmen und Ausgaben mit einem Betrage von 168.000 EM. Wie einem Bericht der „Gemeindezeitung" weiterhin zu entnehmen ist, kamen auch Fragen der jüdischen Volksschule in der Eepräsentantenversammlung zur Erörterung. Zu Ostern sollen sämtliche jüdischen Schüler der allgemeinen und privaten Schulen von der jüdischen Volksschule übernommen werden; ebenso diejenigen jüdischen Schüler der höheren und Mittelschulen, deren Eltern es wünschen. Dafür hat sich die Stadtgemeinde Düsseldorf bereit erklärt, für das vergangene und das kommende Jahr einen Zuschuss zu zahlen, wogegen etwaige Staatszuschüsse von der Stadt vereinnahmt werden. Sollten im Laufe des Jahres Bestimmungen kommen, die neue Lasten für die Gemeinde bringen, so soll erneut mit der Stadt Düsseldorf verhandelt werden. Durch dieses Entgegenkommen der Stadt ist die Schule für das kommende Jahr gesichert. Nach den Aufstellungen erscheint es möglieh, auch die erhöhte Schülerzahl in den bisherigen Schulräumen, die evtl. umgebaut werden müssten, ,unterzubringen. Die Vereinbarung mit der Stadt Düsseldorf ist vorbehaltlich der Genehmigung des Oberbürgermeisters abgeschlossen worden. Sie wurde von der Eepräsentantenversammlung der Gemeinde einstimmig genehmigt. — Frankfurt a. M. Der Nervenarzt Dr. Gustav Oppenheimer in Frankfurt a. M. hielt kürzlich in der Studiengesellschaft für parapsychologische Untersuchungen in Amsterdam einen vielbeachteten Vortrag über „Elektrische Felder am menschlichen Körper und ihre Bedeutung für die parapsychologischen Erscheinungen". Am Tage nach dem Vortrag führte er in einem Laboratorium Experimente vor. Die niederländische Tagespresse brachte über diese wissenschaftliche Veranstaltung umfangreiche Berichte. — Köln. Der Voranschlag der.Synagogengemeinde Köln für das Jahr 1936 sieht Ausgaben in Gesamthöhe von 617.865,34 EM. vor. Hiervon entfallen auf das Wohlfahrtswesen allein 165.290 EM. oder fast 27%. Im Vorjahr betrugen die Wohlfahrtsausgaben nur 125.950 EM. Wie sehr die Ausgaben im Verlaufe der letzten Jahre gedrosselt worden sind, zeigt der Etat für das Jahr 1930, der noch 938.104 EM. in seinen Ausgaben zeigte. War der Steuereingang i. J. 1935 noch als befriedigend anzusehen, so bestehen wegen des zukünftigen Steueraufkommens ernstliche Sorgen, da Eückstände aus früheren Jahren nicht mehr, wie' bisher zur Verfügung stehen und durch Wegzug, Geschäftsverkäufe, Entlassung von jüdischen Angestellten grosse Ausfälle zu erwarten sind. Die Eepräsentantenversammlung der Synagogengemeinde, die nach einjähriger Sitzungspaüse zusammengetreten ist, um den " Etat der Gemeinde zu beschliessen, hat die im Vorjahre auf 25% festgesetzte Steuerquote auf 30% erhöht. Der Antrag der Jüdischen Volkspartei, auf vorzeitige Beendigung der Amtszeit der BepräsentanlenVersammlung wurde angenommen. Es wird gehofft, daß ein Wahlkampf vermieden werden wird. — Leipzig. Als Nachfolger für den in Euhestand getretenen orthodoxen Gemeinderabbiner der israelitischen Eeligionsgemeinde zu Leipzig, Herrn Dr. Ephraim Carlebach, der nach Palästina übersiedeln wird, ist von den Gemeindekörperschaften Herr Rabbiner Dr. David Ochs, Königsberg i. Pr. gewählt worden. — Ulm. Die „Nationale Eundschau" in Ulm berichtet, daß in Ulm im kommenden Schuljahr die Zahl der die Volks- und Mittelschule besuchenden jüdischen Schüler zwischen 30 und 40 beträgt. Da nach dem bekannten Erlass des Eeichs- und preussischen Ministers für Wis- Kaufen Sie Ihre Zigarren bei: Zigarren-Hassan Inh : G. u. K. Dreyfuss Gr. Friedbergerstr. 14 an der Konstabier Wache Filiale: Schillerplatz 9 neben Cafö Wien i *irm ^dbVHV.UAt BerücksicMigl unsere 1 1 Inserenten. 49 Zeil 49 TEL. 27930 STRAUSS^H^p^acbe ] "IDp.j Zigarren-Meyer Inh. Dr. J. Weller frr. RnrVenhHmM Str T 9.9186 Verlangen Sie unsere Anzeigen-Preisliste _ unmittelbar am Opernplatz Vorverkauf für die Kulturbund-Veranstaltungen. 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