Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-04-01 · 7 (4.1936) · p. Seite 256

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
7 (4.1936)
Date
1936-04-01
Page
Seite 256 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3094266-3094426-3094433--5144-3099952
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 256 r Auswandererberatung Devisengenehmigung / Vermögenstransfer ■\ HANS SCHÖNFELD Dr. jur. Jos. CAHN Steueru. Wirtschaftsberater Landgerichfsrat i. R. Kaiserstrasse 54 FRANKFURT A. M. Telefon: 32302 Dezember EM. 5.— Januar RM. 5.—, Februar RM. 4.—, März RM. 6.—. Hinzu kamen die von dem WHW des deutschen Volkes festgesetzten KoliJengulscheine in Ilöhe von 1 Zentner in den Monaten November, Januar, März und in Höhe von 2 Zentnern in den Monaten Dezember und Februar. Die Winterhilfsempfänger erhielten ihre Zuwendungen in der Regel in Form von Lebensmittelgutscheinen, die in allen hiesigen Geschäften einlösbar waren. Von einer Verteilung der Lebensmittel selbst hatten wir aus Zweckmässigkeitsgründen Abstand genommen. Neben diesen Regelleistungen hat anlässlich der Chanukkahtage als Sonderaktion eine weitgehende Versorgung mit neuer Kleidung und Wäsche eingesetzt. Wenn die monatlichen Leistungen als eine wesentliche Hilfe zur Erleichterung des Lebensunterhalts dankbar empfunden wurden, so wurde die Sonderaktion mit besonderer Freude von denen begrüsst, die sieb seit Jahren keine Kleidung und keine Wasche beschaffen konnten und jetzt ihre dringendsten Wünsche aussprechen durften. Die Empfänger, die das was ihnen zugedacht war, selbst aussuchen konnten, erhielten Gutscheine für hiesige Bekleidungs- und Textilfirmen. Ueber 800 Männeranzüge- und Mäntel und 550 Frauenkleider- und Mäntel, 1700 Paar Schuhe für Männer, Frauen und Kinder wurden beschafft. Dazu kam Leib- und Bettwäsche in grossem Umfang; allein von der letzteren wurden fast 650 Garnituren (bestehend aus je 1 Bettuch, 1 Kopfkissen und Ueberzug) gekauft. Nicht minder wichtig war, dass die Jüdische Winterhilfe die durch finanzielle Schwierigkeiten in ihrem Bestand gefährdeten unentgeltlichen Speisungen für hilfsbedürftige Kinder in den Volksschulen, im Kindergarten und Kinderhort wenigstens die Wintermonate hindurch sicherstellen konnte. Die nur auf die wichtigsten Punkte unserer Arbeit beschränkte Darstellung zeigt, dass die' gestellte Aufgabe erfüllt würde. Erreicht wurde aber das Ziel nur dadurch, dass sich alle Kreise der besonderen Verantwortung, die auf der jüdischen Gemeinschaft lastete, bewusst waren und deshalb aus vollem Herzen gegeben haben. Dafür haben wir im Namen der Tausende, denen geholfen wurde, öffentlich Dank auszusprechen. Erleichtert wurde uns die Arbeit durch die rastlose und ausdauernde Hilfe unserer ehrenamtlichen Helfer und Heilerinnen. Ihnen, die geholfen haben, und denen, die helfen wollten, aber in diesem Jahr keine Gelegenheit dazu gegeben werden konnte, gilt der weitere Dank. Wir, die wir in der Fürsorgearbeit stehen, haben mit besonderer Freude gearbeitet, da wir in diesen Monaten eine wesentliche, zusätzliche Hilfe gewähren konnten, wie wir sie uns so oft — leider vergebens — gewünscht haben. Am Abschluss dieses Werkes sehen wir mit Besorgnis auf die nächsten Monate. Wir wissen, dass unsere zukünftige Arbeit vom Geber willen und der Opferbereitschaft unserer Gemeinschaft abhängt. Der Bericht soll nicht mit einer erneuten Aufforderung zum Geben schliessen, wohl aber beendet werden mit der Feststellung, mit der die Dankansprache des Vorsitzenden der Jüdischen Winterhilfe, Herrn Sanitätsrat Dr. Ettlinger, in der Konzertveranslaltung des Jüdischen Kulturbundes zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfe ausklang: Jüdische Not ist mit dem Ablauf des Winters nicht beendet, Not und Elend werden fortbestehen. Wir haben aber die starke Zuversicht, dass unsere Glaubensgenossen, so oft unser Mahnruf zur Hilfe ergeht, in ehrwürdiger Tradition freudig bereit sind, den vom Schicksal Bedrängten zu helfen. Jüdische Menschen brauchen Hilfe! R. B. SÜDAFRIKA VON EUROPA NACH SUDAFRIKA 14% TAGE AUSKÜNFTE OURCH ITA LIA FLOTTE RIUNITE Frankfurt a.M. Kalserstr. 20. Teief. 23764 •owte die bekannten Reisebüros. Anzeigen und Empfehlungen aus allen Geschäftszweigen finden Sie im Gemeindeblatt. Kaufen Sie bei unseren Inserenten H9HHH1F Cffllf Palästina Ermäßigte Preise Frühlingsreisen ab italienischen Häfen vom 1. April bis 23. Mai 1936 * mit den Schnelldampfern Gerusalemme — Galilea ■-. Esperia — Palestina Aurelia 507< Auf Hin- und Rückfahrt I. u. II. Klasse und Touristenklasse Rückreise ab Haifa spätestens am 24. Juni 1936 207« auf die einfache Fahrt in allen Klassen ab Italien nach Palästina * Auskunft und Buchungen durch: LLOYDTRIESTINO*g ij J ßafc Frankfurt/M., "«JäffSÄ?0, sowie eile bedeutenden Reisebüros r ■ ■

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.