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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-02-01 · 5 (2.1936) · p. Seite 183

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
5 (2.1936)
Date
1936-02-01
Page
Seite 183 (sequence 21)
Language
German
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Seite 183 AmtHche Bekanntmachungen der Jüdischen Winterhilfe, Frankfurt a. M. Posischeck-Konto Nr. 66600 Frankfurt-M. Telefon Nr. 26703 Die Zahl der von der Jüdischen Winterhilfe Betreuten betrug am 31. Dezember 1935 bereits Über 4000 Personen- Wir sind daher darauf angewiesen, dass die monatlichen Beiträge pünktlich gezahlt werden, und dass die Erträgnisse der Eintopf- und Pfundsammlungen gesteigert werden. Einfopfsammlung Die Eintopfsammlung des Monats Februar wird am 9. Februar 1936 durchgeführt. Wir bitten die Geldbeträge bereit zu halten. Pfundsammlung Die Pfundsammlung findet am 23. Februar 1936 statt. Wir bitten erneut herzlichst anstelle der zugedachten Naturalien Geldspenden abzuführen. Ausgabe der Gutscheine Die Januargutscheine wurden ausgegeben: für die Buchstaben A — K am Montag, den 20. Januar, vormittags 8 bis 1 Uhr für die Buchstaben L-Z am Dienstag, den 21. Januar, vormittags 8 bis 1 Uhr. Der Ausgabeplan für die Februar-Gutscheine wird rechtzeitig durch Aushang in den Synagogen, Wohlfahrtsstellen und im Gemeindehaus bekannt gegeben. Persönliche Nachrichten 80. Geburtstag 11. Februar 1936: Frau Elise Henlein geb. Joseph, Würzburgerstrasse 5. -; 23. Februar 1936: Frau Emma Horn, Kantstrasse 25 75. Geburtstag 27. Februar 1936: Herr Jakob Marx, Pestalozzistrasse 6 70. Geburtstag Am 13. Dezember 1935 vollendete Amtsgerichtsrat a. D Ernst Levi sein siebzigstes Lebensjahr. Amtsgerichtsrat Levi hat sich während vieler Jahrzehnte in der Frankfurter allgemeinen und , jüdischen Fürsorge in unermüdlicher Arbeit unvergängliche Verdienste erworben. Den Frankfurter Künstlern hat er aus seinem echten Verständnis für künstlerische und menschliche Werte in privaten und öffentlichen Gremien viel Hilfe angedeihen lassen. Wir wünschen dem Jubilar noch viele Jahre gesegneter Arbeit! 6. Februar 1936: Frau Clara Wassermann, Musikantenweg 46 6. Februar 1936: Herr Ludwig Katz, Liebigstrasse 27b 19. Februar 1936: Herr Hermann Mansbach, Schleidenstrasse 12 19. Februar 1936: Fräulein Johanna Seligmann, Musiklehrerin in Frankfurt, jetzt Habitzheim i/O. Silberne Hochzeit 26. Dezember 1935: Herr Siegfried Kaufmann und Frau . Selma geb. Eichtersheimer, Hanauerlandstrasse 25 r Zum Gedächtnis von Lassar Mainz s. A. Am 24. Teweth d. J. waren 25 Jahre seit dem Hinscheiden von , Lassar Mainz vergangen. Geschmückt mit grossem Thorawissen und umfassender allgemeiner Bildung, still und bescheiden in seiner Wesensart, aber rührig und zielbewusst arbeitend im Ehrendienst unserer ^iltehrwürdigen Gemeinde, gehölte er zw den her-; vorragendsten. Vertretern der „Gemeindeorthodoxie". Im Verein mit gleichgesinnten Männern brachte er vor nunmehr bald sechzig Jahren die Verhandlungen mit dem Gemeindevorstand zwecks Wiedererrichtung aller für die orthodoxen Mitglieder notwen- . digen Institutionen zum Abschluss, er war Mitbegründer der Ritualkommission und gehörte als eifrig schaffendes Mitglied derselben Jahrzehnte lang zu den engsten Mitarbeitern von Rabbiner Dr. Markus Horovitz s. A. Sein tätiges Interesse galt auch besonders den Thora-Lehranstalten wie Jeschiwa, Religionsschule und Berliner Rabbiner-Seminar, in deren Verwaltungsgremien er sass. In seinem Hause in der Uhlandstrasse gab er der alten „Sehass- Chewra", in der sich allabendlich „Baale Batim" zum Thorastudium versammeln, eine Heimstätte, er selbst lernte und lehrte, auch als er noch im Berufsleben stand, mit grosser Hingabe. Durch Stiftung seines Sohnes Hugo Mainz s. A. in Hamburg, der seinen Anteil des Elternhauses zu einer „Lassar Mainz Jeschiwa- Stiftung" ausbaute, dient das Haus Uhlandstrasse auch heute noch den Zwecken des Thoralernens. Die Stiftung erhält das Lernzimmer für die , Schass-fhewra" und für eine weitere Anzahl von Schiurim,' darüber hinaus kommen die Einkünfte der Stiftung der Jeschiwa zugute. Am Jahrzeitstage würdigte Herr Rabbiner Dr. Hoffmann nach dem alljährlichen Jahrzeitlernen im Stiftungshaus die Bedeutung des Heimgegangenen für die Frankfurter Gemeinde. ftSTab 13' Aus der Gemeinde Heddernheim Seit Beginn des Jahres ist Herr Kantor und Lehrer i. R. F a b i s c h nicht mehr in unserer Gemeinde tätig. In sieben Jahren aufopferungsreicher Tätigkeit hat Herr Fabisch unserer Gemeinde gedient. Abgesehen von seiner Tätigkeit in der Synagoge, hat sich Herr Fabisch auch in sozialer Hinsicht um die Gemeinde verdient gemacht. Seine Vorträge über „Sprüche der Väter" und „Maimonides" haben das grösste Interesse der dankbaren Zuhörer gefunden. Es ist besonders anzuerkennen, daß Herr Fabisch einen grossen Teil seiner Arbeit ehrenamtlich geleistet hat. Dr. jur. Hugo Hoff mann Oberlindau 51 Tel. 76655 Versicherungen aller Art

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