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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-02-01 · 5 (2.1936) · p. Seite 180

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
5 (2.1936)
Date
1936-02-01
Page
Seite 180 (sequence 18)
Language
German
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Seite 180 HANS MARCUS TR E U H'A'N DER FACHBERATER FÜR STEUER-. UND DEVISENRECHT GOETHESTR.5_ TELEFON28561 und ohne verbindende Sätze. Aber es bedarf keiner Worte um die Fakten, die aufeinander folgen, als Entwicklung zu verstehen, keiner Ausführungen, um die Erscheinungen im jüdischen und ausserjüdischen Leben in ihrer Gleichzeitigkeit zu begreifen. — Weil die Ganzheit der jüdischen Geschichte und des jüdischen Lebens in diesem Buche dargestellt ist, gibt es keinen Juden, sei er alt oder jung, Schüler oder Gelehrter, Handwerker oder Kaufmann, der nicht aus diesem Werk Bereicherung, menschliehe Steigerung erfahren könnte. Um der Kenntnis und der Liebe zum Judentum willen möchte man diesem Buche wünschen, was in unseren Tagen kaum einem anderen Buch* mit gleichem Kecht gewünscht werden kann: alle sollten es besitzen, keiner sollte sich des Genusses begeben, den der Besitz dieses Buches zu gewähren vermag. Ghr. S. Müller, Der Weg in die jüdische Neuzeit. Verlag der Jüdischen Sehulzeitung, Ludwigshafen a. Rh. BM. 3.40. Müllers Buch ist ein Fund für alle Suchenden und Wissbegierigen, die nicht in der Lage sind, die Masse jüdisch-literarischer Neuerscheinungen in sich aufzunehmen, aber den Willen haben, mit den Forderungen der Zeit Sehritt zu haiton. Problemsucber, Forscher und Grübler finden in vortrefflicher Zusammenstellung reichstes Material. Mit besonnener Lebenseinsicht und in klarer überschau durchläuft der Verfasser die Stadien unserer Geschichte von dei Emanzipationszeit bis zu den Nürnberger Gesetzen. Per Autor des „Überblick über die bibliche und nachbib- 15 che Geschichte" versteht es, in grossen Linien innere Zusammenhänge aufzuzeigen. Wie in seinem Werke „Jüdische Geschichte in Charakterbildern" hat Müller auch hier die einprägsame Form dos Charakterbildes gewählt. Mit den Kapiteln „Aufbruch der Jugend". „Stellung der Juden im neuen Staat", „Jüdische Kolonisation" führt er uns lebenswahr und doch nicht ohne Trost mitten in die uns heute zutiefst bewegenden Fragen. Besonders eindrucksvoll ist das Schlusskapitel des Buches, das mit den Worten endigt: „Auch im allerhärtesten Lebenskampf bleibt Gottes Wort lebendige Wirklichkeit in uns, damit wir in Ehren bestehen vor Gott, vor dem Richterstuhl der jüdischen Geschichte und der Geschichte der Menschheit." E Gut. Die Juden in öler Welt Unser Schicksal hat uns gelehrt, die Augen weit über die Grenzen des Landes, in dem wir leben, zu richten. Es hat uns beigebracht, mit bangem Herzen Ereignisse und Zustände, besonders so weit sie Juden betreffen* im ganzen Erdenrund zu verfolgen; es hat schliesslich unser Leben durch Abwanderungen von Menschen, die uns nah sind, mit neuen, fernen Ländern und Kontinenten verbunden. Dies alles spiegelt sich in Gesprächen jüdischer Kreise, es erscheint in allen Plänen jüdischer Arbeitsgemeinschaften und Lehrhäuser. Und überall begegnete man dabei einem empfindlichen Mangel an geeigneter Literatur, die Aufschluss und Antwort gewähren konnte. Diesem Mangel hat nun eine sehr zu begrüssende Neuerscheinung abgeholfen: das vom Geschäftsführer des Hilfsvereins der Juden in Deutschland, Dr. Mark Wischnit- 7, e r herausgegebene Werk: „Die Juden in der Welt" (in der Sammlung des Erich Beiss Verlages „Judentum in Geschichte und Gegenwart"). Es kann dem Verfasser restlose Anerkennung dafür ausgesprochen werden, daß es ihm in überaus hohem Masse gelungen ist, unsere gewiß hoch gespannten Erwartungen und Anforderungen zu erfüllen. Schon ein erster Blick in das alphabetische Register zeigt uns, daß hier kein Land und auch nicht das kleinste Inselchen vergessen wurde, das irgend welche Beziehung . zu jüdischem Wohnen und Leben hat oder hatte. Wir fühlen uns schon beim Durchblättern des Buches ganz in der Tradition der alten jüdischen Weltreisenden, etwas von ihrem weltoffenen Mut weht uns entgegen. — Wenn wir dann irgend eines der Länder uns näher anschauen, dann erkennen wir mit grosser Beruhigung, daß wir nicht schnell abgespeist werden sollen, sondern daß uns gewissenhaft berichtet wird von Geschichte, Gegenwart, und sogar etwas von zukünftiger Aussicht der jüdischen Einwohnerschaft. Diese dreifache Antwort, die doch besonders wichtig ist für Menschen, die mit der Absicht der eigenen Wanderung sich' dem Buche nähern, wird uns, so weit nur möglich, in allen Fällen gegeben. Und wir danken dem Buche eines besonders: wir lesen es nicht wie ein Werk, das durch vielleicht notwendig werdende Wiederholungen hätte leicht langweilig geraten können, wir lesen es mit der Spannung, einem Volke auf seinem so unendlich abenteuerreichen, so unerschöpflich wundersamen und mutigen Wege durch die Welt zu folgen. Wischnitzer zeigt uns nicht nur die Juden in der Welt, er weiss die Bindungen ihres Herzens an eine andere Welt aufzudecken, auf daß sie ihren schweren Weg gehen konnten und können in dieser Welt. Hinter der Wanderung eines Volkes zeigt sich die Wanderung — Wandlung und Stetigkeit — einer Seele.!M "'' Darum wird zu diesem Buche nicht nur der greifen, der es „braucht", sondern auch jeder, der Sehnsucht darnach hat, vom wirklichen Leben des Juden in der Welt zu erfahren, mit ihm mitzuleben. — Dr. H. L. Adolf Pollak, Zionismus, eine historische Darstellung in vier Vorträgen nebst einer Chronik. Schriftenreihe der Jüdischen Rundschau. Neue Folge 1. Das Heft kann allen denen, die einen ersten Einblick in die Geschichte des Zionismus gewinnen wollen, empfohlen werden. Als Dispositionsgrundlage für Arbeitsgemeinschaften wird es .sicher auch gute Dienste tun. Dr. IL L. Die Reiche Israel und Juda In Fortsetzung seines Buches „Geschichten der Bibel" erzählt Joachim Prinz in einem neuen Bande „Die Reiche Israel und Juda" die Geschichte unseres Volkes für die Kinder. (Zeichnungen von Heinz Wallenberg; Erich Reiss Verlag). Die Erzählerfähigkeit von Joachim Prinz ist zu allgemein bekannt, als daß über sie noch gesprochen werden müsste. Wiederum versteht er es in ungewöhnlichem Masse, Spannung und Wissensvermittlung zu verbinden. Er weiss hierzu auch die Erkenntnisse Die Frankfurter Bank, Neue Mainzerstraff e 69 gegründet 1854 Tel. 20901 übernimmt die Ausführung aller bankmässigen Geschäfte Spareinlagen gegen Sparbuch Hinterlegungsstelle für Mündelvermögen

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