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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-02-01 · 5 (2.1936) · p. Seite 178

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
5 (2.1936)
Date
1936-02-01
Page
Seite 178 (sequence 16)
Language
German
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Seite 178 wohltuend — ohne viel äusseren Aufwand eingesetzt, er funktioniert gleichsam „spielend"; aber — was noch mehr bedeutet — er steht im Dienste eines aus dem Urtrieh geborenen, ungebrochenen, wenn auch durch feinstes Wissen um künstlerische Wirkung gezügelten Musikertums. Das Verhältnis zu Chopins Musik ist besonders innig. Es scheint auf tiefster seelischer Uebereinstimmung zu beruhen. Rosa Etkin kann sich daher grossartige Freizügigkeit bei der Wiedergabe erlauben, ohne die Stilgesetze zu verletzen, sie kann ihre unerhörte Klangfantasie schweifen lassen, ohne die Konturen zu verwischen. Wie sie das Larghetto ausspann, träumend, mit einer süssen Sinnlichkeit, das wird man nicht so leicht vergessen. Wir hoffen der Künstlerin bald wieder in Frankfurt zu begegnen. Steinberg, der mit seinem Orchester das Chopinkonzert in sicherer, Anpassung begleitet hatte, wusste auch im übrigen Programm eine der solistischen Glanzleistung angemessene Höhenlinie festzuhalten. Vor allem Mendelssohns Schottische Symphonie, dieses herrliche, trotz mancher melodischer Schwächen, überzeitlich gültige Stück naturnaher Romantik, geriet nach Tempo und Klang zu einheitlicher, schöner Gesamtwirkung. Weniger vermochte, trotz ansprechender Wiedergabe, eine Novität, die Suite zu „Uriel Akosta" von Karol Ratha'>us zu fesseln. Wer die radikalen Anfänge des nunmehr 40jährigeh Schrecker-Schülers kennt, wird einigermassen' erstaunt gewesen sein, wie „zahm" er jetzt auftritt. Die drei ersten Sätze gehen kaum über eine mit nur wenigen persönlichen Zutaten versehene Stilimitation alter Musik hinaus. Packender, origineller geben sich die Teile „Jüdischer Tanz" und „Ausklang". Aber auch sie bleiben, nach dem ersten Höreindruck zu schliessen, mehr im Äusserlichen einer begleitenden Bühnenmusik stecken, als daß sie sich zu selbständiger sinfonischer Haltung verdichten. Die "hohe Stufe des Handwerklichen, auf der das Werk durchweg steht, rechtfertigte jedoch auf jeden Fall eine Aufführung. Dr. E. Jüdischer Kulturbund Frankfurt am Main / Gärtnerweg 62 / Telefon 52638 Zsid Besten derOrcheslettkas st! Donnerstag, den 6. Februar 1936 Großer Saal des Saalbaues, 20Uhr Orchesterkonzert Leitung: Hans Wilhelm Steinberg Solisten: Anny Steiger (Violine) Edith Eischeimer (Sopran) Anton Dvorak: Violinkonzert a-moll Peter J. TschaikoWsky: VI. Symphonie h-moll (Pathetique) Joseph Strauss: Dorfschwalben Walz.f.Sopran Joha n St'auss: Wa'zer für Orchester Sonderveranstaltung für Mitglieder des Reichsverbandes oder des Jüdischen Kulturbundes Abonnements und Gutscheine des Jüd. Kulturbundes haben keine Gültgkeit. Karten zu Mk. 1.- bis 3.50. Wegen des grofjen Erfolges Wiederholung I. Symphonie von Gustav Mahler am Donnerstag, 20. Febr., 20 Uhr, Saalbau unter Mitwirkung des Orchester» des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ma.n, verst. duich jüd.Musikerd. Bezirks. Leitung: Hans Wilhe m Steinberg Voraus geht das Violinkonzert von Johannes Brahms Solist: Ernst Drucker Dieses Konzert findet im Abonnement statt. Die Einzelheiten zum Schauspielabend, Ende Febr., werd. r och bekannt gegeb. ö s. 5' TJ 0 00 r-t- U) 0 T (D B 0 Ö ü » a. 5" an der Komtabler Wache lü n o a » o Z o X i * 0 D r-h 0 T| -\ SD D X -h C -i 0) 0) 0) o o I Konzertdirektion HERMANN KOCH Westendstrasse 28 Telefon 78654 Künstlerischer Leiter: Max Neumann Samstag, |ij Februar, 81/* Uhr abends, Saalbau Wer heilerer Abend mit Fritzi Jodcl, Joseph Plaut, Frltj Emmel Orchester Leitung: M a x N e u m a n n Montag, [3J Februar, 874 Uhr abends, Saalbau Joseph Schmidt der weltberühmte Tenor und Filmstar t„Ein Lied geht um die Welt") Einziges Konzert in Söddeutschland Samstag, |i5.j Februar, 81/* Uhr abends, Saalbau Alexander Klpnls Einmaliges Konzert In Frankfurt Letztes Auftreten in Deutsdiland 1 Vorverkauf bei: Drogerie Schneemann, Buchhandlung Strauss, Bücherstube Schatzki, Diogerie Loeb, Delikatessengeschäft Gerlich, Cafe Falk, Cafe Freimark 1

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