Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 4 (1.1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 146 Hans Schönfeld Dr. jur. Jos. Cahn Steueru. Wirtschaftsberater Landgerichtsrat i. R. Kaiserstrasse 54 Frankfurt a. M. Telefon 32302 empfehlen sich für die anzufertigenden Jahresabschlüsse, Bilanzen, und Steuererklärungen, sowie die Erledigung aller sonstigen Steuerangelegenhelten gen zu besuchen. Auch sollte der Kulturbund die Einzelheiten seines Etats einer breiteren sachverständigen Oeffentlichkeit zugänglich machen, damit die Gemeindevertretung, welche in ihrer Gesamtheit die Arbeit des Kulturbundes zu fördern bestrebt sei, gelegentlich geäusserten Missverständnissen entgegentreten könne. Im übrigen befürwortet Herr Dr. Pomeranz die Zustimmung zu dem Vorstandsbesehluss. In gleicher Weise äussert sich Herr Felix Meyer, der auf das erhebende Gefühl neuen Lehensmutes bei den Besuchern der letzten Veranstaltungen des Kulturbundes hinweist, welches die Überzeugung vermittelt habe, daß der Kulturbund nicht mehr zu missen ist. Herr Dr. Mainzer befürwortet gleichfalls die Zustimmung zum Vorstandsbesehluss und weist darauf hin, daß die liberale Fraktion der Gemeindevertretung diese Bewilligung nicht von der Vorlage des Etats des Kulturbunds abhängig gemacht sehen möchte. — Hierauf wird der Betrag mit der Massgabe bewilligt, daß der diesjährige Etat des Kulturbunds nachträglich einzuverlangen und in der nächsten Sitzung vorzulegen ist, sowie etwaigen künftigen Bewilligungsvorlagen die erforderlichen Etatunterlagen beizufügen sind. — Weitere Vorlagen, welche die Bewilligung eines Betrages von KM. 1.600.— für Zwecke der Jugendpflege, die Gewährung eines Ueberbrückungskredites von EM. 2.560.— für die Israelitische Keligionsschule e. V. und die Bereitstellung eines Betrages von KM. 1.500.— für die räumliche Erweiterung der Arnold Lazarus- Halle betreffen, wurden gemäß den Anträgen des Vorstands zustimmend erledigt. Hieran schloss sich eine nichtöffentliche Sitzung. Aus der Arbeit der Reichsvertrefungfj Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zenirahvohlfahrtstfielltr, beabsichtigt, gemeinsam mit dem Jüdischen Frauenbund einen einmaligen einjährigen Ausbildungskurs für jüdische Sozialarbeit in Berlin einzurichten. Der Lehrgang soll eine Ausbildung in Theorie und Praiis der jüdischen Sozialarbeit (Sozialpolitik, Wohlfahrtspflege, Jugendfürsorge und Jugendpflege, Jüdische Gegenwartskunde usw.) umfassen. Voraussetzungen zur Aufnahme in diesen Lehrgang ist für weibliche und männliche Teilnehmer vollendetes 20 Lebensjahr, Ausbildung in einem anderen Beruf oder bereits ausgeübte Tätigkeit. Die voraussichtlich entstehenden Ausbildungskosten werden monatlich KM. 20.— bis KM. 25.— betragen. Der Lehrgang soll im April bezw. Mai 1936 beginnen, wobei für die einzelnen Teilnehmer eine mehrwöchige Vorpraxis bis zum Beginn der Ausbildung in einem jüdischen sozialen Betrieb geplant ist. Diejenigen, die den Voraussetzungen des Lehrgangs entsprechen und sich für soziale Arbeit besonders interessieren, bitten wir, sich mit; einem Lebenslauf, Zeugnisabschriften über ihre Ausbildung und berufliche Tätigkeit möglichst umgehend zu melden bei der Keichsvertretung der Juden in .Deutschland, Abt. Zentralwohlfahrtsstelle, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 158. Die Meldungen werden eingehend geprüft, da nur eine beschränkte Teilnehmerzahl1 zugelassen werden kann. *, Die Keichsvertretung der Juden in Deutschland wird Anfang Januar 1936 einen für die Dauer von fünf Monaten berechneten Lehrgang zur Ausbildung von Lehrern der hebräischen Sprache veranstalten. Es handelt sich nicht um die Ausbildung von Schullehrern, sondern von Lehrern, die ausserhalb von Schulen in Bünden und Organisationen aller Art, insbesondere an Erwachsene Unterricht erteilen sollen. In Frage kommen nur solche Damen und Herren, die über erhebliche hebräische Sprachkenntnisse verfügen und pädagogische Eignung besitzen; nur eine beschränkte Teilnehmerzahl kann aufgenommen werden. Der Lehrgang wird 30 Wochenstunden umfassen, die an 5 Tagen gegeben werden; ausserdem ist häusliche Arbeit in erheblichem Umfange notwendig. Die Leitung des Kurses liegt in den Händen von Dr. Kaleko — Meldungen sind zu richten an die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Schulabteilungj, Berlin-Charkyttenburg 2\ Kantstrasse 158. Der Meldung ist in zweifacher Ausfertigung, deutsch und hebräisch, ein Lebenslauf beizufügen, der insbesondere über den Bildungsgang des Bewerbers ausführliche Angaben enthalten soll. Auf die Meldung hin werden die Aufnahmebedingungen mitgeteilt werden. Honorar: RM. 20.— monatlich. In besonderen Fällen kann Antrag auf Honorarerlass gestellt werden. * Im Anschluss an das Gymnastikinstitut von Frau Alice Bloch, Stuttgart, Zeppelinstr. 32, wird, gefördert von ,der Schulabteilung der Keichsvertretung und dem Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs ein einjähriger Lehrgang zur Ausbildung von jüdischen Turn- und Spprtlehrkräften eröffnet. Schulgeld monatlich RM. 35.—. Billige Unterkunftsmöglichkeiten vorhanden. Gesuche um Zulassung sind umgehend an das oben genannte Institut zu richten. Corsetthaus GAZELLE größte Auswahl in Formen und Preislagen 7 R11 1 OA Größtes Spezialhaus Norddeutschlands Z^L.llw IZri Hamburg Lübeck Hannover Telefon 27172 Das jüdische Blumengeschäft A.HENDLI8CH Bockenheimer Landstrasse 17 (geg. Rothschild-Palais) Telefon 79554 l^jSS^ *>rv5 Hculs! SCHADE * FÜLLGRABE Stepp- und Daunenaecken «rstkL Ausf. große Auswahl, sowie Umarbeitungen auch aus Daunen-Oberbetten äußerst billig. 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