Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 3 (12.1935)
- Date
- 1935-12-01
- Page
- Seite 113 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 113 Jacob Stern-Bing Eine überaus stattliche Trauergemeinde gab dem Mitglied der Gemeindevertretung, Herrn Jacob Stern-Bing, am 12. November 1935 das letzte Geleite. Vorstand und Gemeindevertretung, Vertreter der zahlreichen jüdischen Organisationen, in denen der Verblichene während langer Jahre segensreich wirkte, Mitarbeiter und Freunde hatten sich eingefunden, um von einem Manne Abschied zu nehmen, dessen Leben der Freundschaft, der Hilfe, der rastlosen Arbeit geweiht war. Rabbiner Dr. Georg Salzberger legte seiner Ansprache das Wort des Phropheten Jesaja vom Geist des Rates und der Stärke, der Liebe und derGot« tesfurcht zu Grunde. Ein unermüdlicher, selbstloser und sicherer Berater im privaten und öffentlichen Kreis, ein Mann der Tatkraft, der unabänderlich durchführte, was er klug und besonnen einmal beschlossen hatte, ein Mensch von verstehender Liebe, Milde und Güte, ein wirklich frommer Mann von tiefer Gläubigkeit ist mit Jacob Stern-Bing dahingegangen. Schwer erschütterte den Dahingegangenen das Schicksal des Judentums in Deutschland, dem er sich so eng verwachsen fühlte, schmerzlich war er betroffen von den Geschicken seiner Glaubensbrüder. In dieser Zeit erwuchs ihm verstärkt die Kraft und der Wille zu helfen, mitzuwirken an den Stellen, die heute um den Bestand des Judentums sich bemühen. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Herr Dr. Richard Merzbach, sprach vom Freunde und dem „königlichen Kaufmann", der in Jacob Stern-Bing verkörpert war. Er dankte namens der Gemeindevertretung, der der Verstorbene angehörte, für wertvolle Mitarbeit. Herr Gut grüsste den treuen Bruder der Frankfurt-Loge, Herr Murr sprach namens der Mitarbeiter der Futterstoff A. G., Oberstudiendirektor Dr. Driesen im Namen der Flersheim- und der Sichelstiftung, deien Vorstandsmitglied der Verstorbene war. In allen diesen Reden kam der Dank zum Ausdruck für stets bereite Hilfe und einsatzwillige Tat. Diesen Dank schuldet auch die Israelitische Gemeinde dem Verstorbenen, dessen Andenken in ihr lebendig bleiben wird. 80. Geburtstag 24. 13.: Frau Emma Lamm geb. Katz, Röderbergweg 77 75. Geburlstag Ihren 75. Geburtstag beging am 1. Dezember d. J. Schwester Oberin Minna Hirsch. Die Jubilarin war die erste jüdische, beruflich ausgebildete Krankenschwester in Deutschland überhaupt. Sie hat in vierzigjähriger undermiidlicher und hingebungsvoller Arbeit Vorbildliches zur Schaffung und Hebung des jüdischen Schwesternstandes geleistet. Sie war Oberin des Frankfurter jüdischen Krankenhauses und des Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen. Ihre unvergänglichen Verdienste, die sie sich um diese Anstalten und damit um die ihr anvertrauten Schutz- und Pflegebefohlenen erworben hat, sind anlässlich ihres siebzigsten Geburtstages in unserem Blatte gewürdigt worden. Wir wünschen der verehrten Jubilarin noch viele Jahre eines geruhsamen Lebensabends in der bisherigen körperlichen und geistigen Rü« stigkeit. 28. 11.: Charlotte Rosenthal geb. Rothschild, Liebig- Strasse 7 _______________ 70. Geburtstag 16. 11.: Hermann Goldschmidt, Baumweg 24 18. 11.: Sophie Schwarzschild geb. Goldberg, Zeil 35 29. 11.: Professor Dr. Nathan Mannheimer, Blumenstrasse 7 15. 12.: Fanny Bissinger, Sandweg 131 Silberne Hochzeit 27. 11.: Adolf Hahn und Frau Emilie geb. Brager, Einhorngasse 4 Bferufsjubiläuin Dentist Jakob Sandel, Friedberger Landstrasse 52, beging am 1. Dezember sein 25jähriges Berufsjubiläum. Stets das Gute - Immer preiswert Damenstrümpfe in Wolle, Seide u. plattiert, Sportstrümpfe, Socken, Kinderstrumpfe, Handschuhe, Pullover, Westen, Schals, warme Unterkleidung für Damen, Herren u. Kinder, Schlafanzüge, Damen - Wasche, Bettdamast, Handtücher, Glasertücher, Frottl8rwäsche, Kleiderstoffe SAL0M0N & CO.,!:H: Kronprinzenstr. 21 ZIGARREN I'WOIF Nur 49 Zeil 49 TEL. 27930 ZIGARREN TABAKE Etwas für den Sport, das schönste Geschenk! Am Schauspielhaus 2—4 Tel. 29384 GemeiDdeiDlloUeder! BerflcKsichllot unsere Inserenten! <per Frigidaire e«te Der Kühlschrank für Haushalt und Gewerbe in allen Größen. Niederlage in Haifa. Tel. 32554 General-Vertretung t Joh. Repp, Frankfurt-M., Bürgerst!*. 13 Für die zahlreichen Gratulationen an- Iä6 Ich meines 30jJhr. Dienstjubiiaums danke ich allen Freunden, sowie insbesondere den Arbeitskarneraden und Reichsbund jöd Frontsoldaten herzlichst _Sally Grünebaum Prelsw. Bell-, Tisch-, Leib-» u. Trlcot-Wasche, Strümpfe R. & J. MARX LIEBFRAUEN STR A SSE 2 Was schenke ich zu Chanukaht D.-Nachthemd Waschseide Mille fleurs M 25 Mk. — D—Nachthemd Waschseide mix Hand- B 90 hohlsaum Mk. <3 D.-Schlafanzug 95 Batist, flotte Form Mk. «#s— Unterkleid Waschseide mit Hand- 95 hohlsaum Mk. «Sf •- Grosse Auswahl in Baby- und Kinder-Bekleidung Damen-Strümpfen, Taschentüchern, Hauskitteln u. Schürzen Johanna Alexander Goethe Strasse 4 Telefon 3731* Für Auswanderer Werkzeuge Werkzeugmaschinen Komplette Werkzeug »Einrichtungen —— Fachmännische Beratung —— A. Heimann SOhne Zeil 21 Tel. 22061 und 22062