Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 3 (12.1935)
- Date
- 1935-12-01
- Page
- Seite 112 (sequence 26)
- Language
- German
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Seite 112 Amtliche Bekanntmachungen der Jüdischen Winterhilfe, Frankfurt a. M. Postscheck-Konto Nr. 66600 Frankfurt-M. Telefon Nr. 26703 I. Nur eine Sammlung im Dezember. i Statt der üblichen Eintopf-Sammlung und der 14 Tage später stattfindenden Pfundsammlung wird im Dezember nur e i n e Haussammlung von der Jüdischen Winterhilfe durchgeführt werden. Es soll dadurch für die Spender und Sammler in diesem Monat erhöhter beruflicher Beanspruchung eine doppelte zeitliche Belastung vermieden werden. Vor allen Dingen aber soll durch die Zusammenlegung der beiden Einzelsammlungen die Möglichkeit geschaffen werden, den Bedürftigen der Winterhilfe zu Chanukkah besondere Zuwendungen zu machen. Mit den Spenden im bisherigen Ausmaß kann freilich nur das bisher Geleistete auch weiter gewährt werden. Zusätzliche Leistung erfordert zusätzliche Opfer! Die Jüdische Winterhilfe erwartet deshalb von ihrer einmaligen Dezembersammlung nicht nur die Spenden zum Eintopf-Sonntag und zur Pfundsammlung, sondern darüberhinaus von jedem Juden ein Opfer zu Chanukkah! Laßt die Freude am Schenken, die unser Chanukkahfest begleitet, auch den Betreuten der Jüdischen Winterhilfe zugute kommen! Wenn am 8. Dezember zwischen 10 und 13 Uhr die Sammler kommen, so gebt mit Euren bereitgelegten Spenden: Zum Eintopf-Sonntag, zur Pfundsammlung. Zu Chanukkah! II. Monatsverpflichtungen. Wir danken allen, die die Not unserer jüdischen Mitbürger begriffen und uns sofort ihre Hilfsbereitschaft durch Zeichnung und Uebersendung von Beträgen bewiesen haben. Ein Teil unserer Gemeindemitglieder muß hierdurch erneut an die Einsendung der Verpflichtungskarten und die gleichzettige Ueberweisung der fälligen Monatsbeiträge erinnert werden. Verpflichtungskarten sind beim Hausmeister, Fahrgasse 146, erhältlich. Wer sofort gibt, hilft doppelt! III. Jüdische Betriebe. Mit Rundschreiben vom 19. November 1935 sind die Betriebe mit jüdischen Angestellten gebeten worden, Betriebslisten (Name, Wohnung, Monatsspende der jüdischen Angestellten) uns einzusenden. Die Rücksendung der Listen steht in einigen Fällen noch aus. Wir bitten um baldige Einsendung: Da uns ein lückenloses Verzeichnis der jüdischen Unternehmungen nicht zur Verfügung steht, bitten wir um die Mitarbeit jedes Einzelnen, uns auch dann Personallisten zugehen zu lassen, wenn der Betrieb von uns nicht unmittelbar aufgefordert wurde. Vorgedruckte Betriebslisten verabreicht der Hausmeister, Fahrgasse 146. Auf telefonischen Anruf (Nr. 26703) werden Listen zugestellt IV. Arbeitnehmer. Jüdische Arbeitnehmer, die noch nicht gezeichnet haben, oder deren Beiträge nicht zur Jüdischen Winterhilfe nicht durch den Arbeitgeber abgeführt werden, bitten wir Zeichnungsmeldung und Ueberweisung der Beträge hierher erfolgen zu lassen. (Jüdische Winterhilfe Postscheckkonto: Ffm. 66600.) RENAULT sowie alle anderen Fabrikate! Alles Zubehör - Reparaturen. E. H. DEPIREUX Automobile Telefon 75854 Niddastraße 72 Ecke Hohenzollernstraße V. Unterstützungsanträge. Alle Unterstützungsanträge und alle Anfragen über ausstehende Entscheidungen sind ausschließlich zu richten an: Jüdische Winterhilfe, Quinckestraße 26. VI. Antragstellung für Bekleidung und Wäsche. Quinckestraße 26. Montag, 9. Dezember, %9—12 Uhr: A bis F. Dienstag, 10. Dezember, %9—12 Uhr: G bis K. Mittwoch, 11. Dezember, %9—12 Uhr: L bis R. Donnerstag, 12. Dezember, ^9—12 Uhr: S bis Z. Anträge werden nur zu der angegebenen Zeit angenommen. VII. Ausgabe der Gutscheine. Die Ausgabe der November-Gutscheine für die Hilfsbedürftigen erfolgte nach folgendem Plan: Montag, 2 5. November 1935: 8.30— 11 Uhr, Buchstabe A bis H, 3 -5 Uhr, Buchstabe J bis L. Dienstag, 2 6. November 1935: 8.30—11 Uhr, Buchstabe M bis S, Sch, 3—5 Uhr, Buchstabe St bis Z. Der Ausgabeplan für die Dezember-Gutscheine wird rechtzeitig durch Aushang in dem Synagogen-Gemeindehause bekanntgegeben. Aushang in den Synagogen, Gemeindehäusern bekanntgegeben. Postscheck-Ueberweisung Für Postschecküberweisungen werden keine Quittungen erteilt. Es wird gebeten, die Postscheckabschnitte als Quittung zu betrachten. Mitteilung der Jüdischen Wohlfahrtspflege. Die Abholung von alten Kleidern, Wäsche, Hausrat für die jüdische Wohlfahrtspflege und die Jüdische Winterhilfe wird künftig nach folgenden Grundsätzen durchgeführt: Nach schriftlicher oder telefonischer Mitteilung an die Jüdische Wohlfahrtspflege (Tel. 42078) oder die Jüdische Winterhilfe (Tel. 26703) wird ein Helfer der Wohlfahrtspflege in den Haushaltungen vorsprechen und die Verwendbarkeit der zugedachten Gegenstände prüfen. Es soll dadurch vermieden werden, daß völlig unbrauchbarer und nur mit größtem Kostenaufwand weder herzustellender Hausrat aller Art zur Abholung gelangt Alle Kleidungsstücke oder Hausratsgegenstände, die irgendwie noch verwendet oder wieder verwendbar gemacht werden können, werden bei der Vorprüfung gerne angenommen werden. Die Abholung erfolgt alsdann mittels Wagen straßenweise durch die Wohlfahrtspflege. Wir bitten um Verständnis für die neuen Maßnahmen und verweisen auf den Aufsatz auf Seite??? dieses Blattes. IBM WMÜIU Tanken Sie la Benzin 31 Pfg. (Auto-Zubehör) Garagen Konstabler Gelbe Hirschstr.9 WEINE BERNH-WIESENGRUND SCHONE AUSSICHT? LltCO*RE FRANKFURT A. M. WEINBRANDE 1 SEIT 1822 GUT U. PREISWERT TEL: 22361