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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-12-01 · 3 (12.1935) · p. Seite 102

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
3 (12.1935)
Date
1935-12-01
Page
Seite 102 (sequence 16)
Language
German
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Seite 102 Bestände. Es bedarf also einer steten Auffüllung der Kleiderkammer, wenn den vielen Nachfragen und den dringlichsten Bedürfnissen auch nur eiriigermassen entsprochen werden soll. Neben der Kleiderkammer aber — und nur wenigen zugänglich — besteht der Vorsortier-Raum, in dem alles abgeladen wird, was von den Sammlern der Wohlfahrtspflege aus den -Haushaltungen mitgebracht wird. Der Umfang dessen, was aus diesem Raum nicht in die Kleiderkammer gelangt, ist nicht geringer als das. was für die Bedürftigen verwendbar erscheint. Allen, die wissen, wie sehr auch die letzte Möglichkeit ausgenutzt wird, um Beschädigtes zu reparieren, mag es unschwer sein, sich vorzustellen, w i-e der Zustand der Dinge sein muss, die als nicht gebrauchsfällig bei der Einlieferung ausgeschieden werden müssen. Keine noch so geschickte Disposition ist im Stande, aus einem einzelnen linken Schuh ein Paar Schuhe zu machen, und keine Kalkulation Hesse es berechtigt erscheinen, einen zweimal zerrissenen Hosenträger zusammenzunähen. So sorgsam viele Sehdungen auch geordnet, gebündelt, gereinigt sind, nachhaltiger ist der peinliche Eindruck, daß andere Spender ungewaschene Wäsche unbedenklich den Abholern übergeben. Es gibt Fälle, in denen ein gebrauchter Kinderwagen versorgten Eltern als Überweisung der Jüdischen Wohlfahrtspflege Erleichterung in einer wirklichen Notlage bedeutet, aber es gibt keinen Fall, in dem es angemessen erschiene, Sockel aus Ebenholz, auf denen einmal eine schöne Bronze drehbar befestigt gewesen sein mag, einem beengten Haushalt zuzuweisen. Neben schönem Kinderspielzeug sind Lokomotivchen, denen die Räder fehlen, oder Baukästen, in denen ausser den Vorlagen keine Steine mehr sind, kein erfreulicher Zuwachs. Und auch Bücher sind nur dann willkommen, wenn sie schon vor Seite 67 beginnen und wenigstens bis zum Ende erhalten sind. Verschiedene Umstände haben dazu geführt, daß unsere Haushaltungen, manchmal in übersteigerter Hast, entrümpelt haben. Diese Hast wird oft auch von der abholenden Stelle erwartet. Die Jüdische Wohlfahrtspflege arbeitet zum grössten Teil "mit ehrenamtlichen Helfern. Es ist bei den Entfernungen in unserer Stadt unmöglich, jeden Wunsch auf sofortige Abholung umgehend zu erfüllen. Es kann nicht fruchtbar gearbeitet werden, wenn nicht die zu Verfügung stehenden Kräfte planmässig arbeilen. Dazu gehört vor allem, daß die Geber Verständnis dafür aufbringen, daß ihre Schenkung nur dann sinnvoll ist, wenn sie verwendet werden kann und daß die Abholung der Gegenstände nur strassenweise erfolgen kann. Die Mitteilung eines Spenders, daß Gegenstände sofort geholt und vor ihrer Weitergabe desinfiziert werden müssten, weil sie zuletzt von einem Typhusverdächtigen getragen wurden (Schreiben an die Jüdische Winterhilfe, Poststempel vom 27. November 1935), lässt die Einsicht in beide'Notwendigkeiten vermissen. An anderer Stelle (Seite 112) sind die Massnahmen veröffentlicht, die die Jüdische Wohlfahrtspflege und mit ihr die Jüdische Winterhilfe zukünftig bei Abholungen zu Grunde legen werden. Das Beispiel einsichtsvoller Fürsorge, das weitaus die meisten Spender bisher geliefert haben, wird wohl künftig auch denen, die den Sinn der Kleiderkammer verkannt haben, verpflichtend sein. Dr. H. G. Sm M3TX Schillerstraße 14 Schöne Wäsche für die Dame Ausstattungen, Tisch-Bettwäsche Handschuhe und Strümpfe H. BERGMANN, Allerheil. Str. 45 ( Tel. 21564 ) empfiehlt für CHANUKA ( Tel. 21564) Chanuka Leuchter in reicher Auswahl sowie mit Moazurspielend jüd. Märchenbücher u. Spiele: Trendel von 25/$ an Kerzen: Kart. 44 St. Inhalt w 45^ Barmizwoh-, Brautu. Festgeschenke Hebr. Lehrbücher sowie die neuesten Wörterbücher Ab 16. Dezember Reincckstraßc 17 . ISAAC&CO. GEGRÜNDET 1894 TELEFON 24888 ANZEIGEN-VERWALTUNG des Frankfurter Israelitischen Gemeindeblattes und des Mitteilungsblattes des Landesverbands israelitischer Religionsgemeinden Hessen, Mainz Anzeigen-Annahme ausser Samstag v. 9-12 u. 3-7 Uhr fühlt sich der Mann so bebehaglich wenn er in eine bequeme, mollige H au skleidung schlüpfen kann Haus-Joppen Schlaf-Röcke Dressi ng - Go wns i'nden Sie bei uns besonders vortei I h aft und In herrlicher Auswahl CARSCH (das alteingesessene haus) Uhren-Fuchs!lnh. E. van Gelder ZEIL 65 L H. Zelmann igene Kep.-Werkstfltte Sttfertereit bringt ©erotnit

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