Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-11-01 · 2 (11.1935) · p. Seite 74

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
2 (11.1935)
Date
1935-11-01
Page
Seite 74 (sequence 28)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3094266-3094426-3094428--4937-3099740
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 74 sonst doppelt gemacht werden muß, brauchte dadurch nur einmal zu geschehen. Da auch die nächste Zusammenkunft den häuslichen Fragen gewidmet sein soll, werden sich Möglichkeiten zum Gedankenaustausch finden. Der Beifall, den die Rednerin fand, bewies, daß Ermahnungen und Vorschläge von Nutzen waren. — Eine hübsche Ausstellung praktischer Geräte „Neuzeitliche Hilf smittel für Küche und Haus", die verlockend aufgebaut war, bewies durch Augenschein, wieviel Möglichkeiten zur' Erleichterung der Arbeit sich finden lassen. H. Kr. An die Mitglieder des Jüdischen Kulturbunds! Die Tournee-Konzerte mit unseren 36 Musikern in vielen jüdischen Gemeinden Deutschlands können nur dadurch stattfinden, dass die Hörer sich in der freundschaftlichsten Weise ihrem Kulturbund zur Verfügung stellen, unsere Musiker in Privatquartieren bestens unterbringen und so für Wohnung und Verpflegung auf den Reisen eintreten. Wir bitten Sie, in der gleichen Weise für die von auswärts kommenden Künstler Privatquartiere zur Verfügung zu stellen und dadurch eine Zusammenarbeit mit den jüdischen Künstlern der anderen Kulturbünde zu ermöglichen. Wir hoffen, daß unsere Mitglieder in ihrer Hilfsbereitschaft jüdischen Künstlern und unserem Kulturbund gegenüber nicht hinter der anderer, zum Teil wesentlich kleinerer Gemeinden, zurückstehen, und daß wir in die Lage versetzt werden, die im Kulturbund Rhein-Main gastierenden Künstler von der Gastfreundschaft unserer Mitglieder überzeugen zu können. Zum Theater-Abend am 11. November sind ca. 20 Künstler einzuquartieren, hitte helfen Sie uns dabei! * Sie haben wohl gelesen, daß auf Grund einer behördlichen Verordnung jeder Besucher von künstlerischen Veranstaltungen Mitglied des örtlichen Kulturbundes oder des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland sein muß. Wir bitten Sie daher in Ihrem Interesse, Ihre Mitgliedskarte zu lösen und beim Besuch jeder künstlerischen Veranstaltung vorzuzeigen. Die Mitgliedschaft beim Kulturbund Rhein-Main kostet — einschliesslich Reichsverbandsausweis — Mk. 3.— und wird mit je 50 Pf. beim Besuch der Kulturbundsveranstaltungen angerechnet. Die Mitgliedschaft beim Reichsverhand kostet — ohne Berechtigung zum Besuch der Kulturbundveranstaltungen — Mk. 1.—ohne Rückvergütung. Besucher, die nachweislich ein Jahreseinkommen unter Mk. 3000.— haben, erhalten auf Wunsch eine Mitgliedskarte zum Reichs verband für 50 Pf. Die Mitgliedskarte wird ausgestellt in der Geschäftsstelle des Reichsverbandes für Hessen und Hessen-Nassau, Frankfurt a, M., Gärtnerweg 62, wochentags vorm. von 10—1 Uhr und nachmittags von 4—6 Uhr. Ohne Reichsverbands- oder Kulturbunds-Mit-gliedsausweis kann kein Besucher zu künstlerischen Veranstaltungen Einlaßfinden. Die Jüdischen Tonkünstler Frankfurts 1. ) Mittwochkonzerte in der Arnold Lazarus- Halle im November. Als XIII. Mittwoch-Konzert findet am 6. November, abends 201/* Uhr, ein Terzett-Abend statt mit Werken von Mozart, Schumann, Mendelssohn, Nicolai, Bizet. Mitwirkende: Senta Würzburger, Elsbeth Weiler, Alice Kassel (Gesang); Leni Morgenstern-Lorch (am Klavier). — Als XIV. Mittwoch-Konzert folgt am 27. November, abends 20Uhr, ein Klavier- und Gesang-Abend mit Werken von Schubert (Wanderers fantasie), Chopin (Balladen und Etüden), Schumann (Lieder). Mitwirkende: Alice Rosenbaum (Klavier), Alice Baehr (Gesang). 2. ) „Jugend musiziert". Diese Veranstaltungen werden (unter Leitung von Hedwig Bergmann) in diesem Winter fortgesetzt und nehmen ihren Anfang am 17. November, abends 17,30 Uhr, im Vereinshaus Eschersheimerlandstr. 27. Es spielen Klavier: Schüler von Lilly Bamberger, Hedwig Bergmann, Heida Herraanns-Holde, Ella Mannheimer, Alice Rosenbaum, Lilly Schwarz- Mayerhof er, Else Steinfeld. Es singen: Schüler von Rose Loening. Es spielen Violine: Schüler von Aenni Rosenthal, und Blockflöte: Schüler von Else Steinfeld. Achtung! Die jüdischen Tonkünstler machen ausdrück- ] ich darauf aufmerksam, daß die Besucher jeder jüdischen Veranstaltung den gesetzlichen Bestimmungen gemäß einen Reichsverbands-Ausweis besitzen müßen, sofern sie nicht im Besitz einer Mitgliedskarte des Kulturbunds sind. Wer noch keinen dieser beiden Ausweise hat, kann den Reichsverbands- Ausweis an der Abendkasse vor jeder Veranstaltung gegen Vorlegung irgend eines Ausweises mit Lichtbild (Pass oder Personalausweis oder dergl.) erhalten. 3. ) Musikunterricht. Die jüdischen Tonkünstler weisen darauf hin, daß die Musikpädagogen sich streng an die bestehenden Satzungen halten müssen. Das festgesetzte Mindesthonorar für minderbemittelte Schüler darf nicht unterschritten werden. — Eltern, die beabsichtigen, ihren Kindern. Musikunterricht erteilen zu lassen, werden im Interesse einer gewissenhaften gründlichen Ausbildung gebeten, nur Pädagogen zu wählen, die der Gemeinschaft der „Jüdischen Tonkünstler Frankfurts" angehören. Auskunft erteilt: Rosy Geiger-Kullmann, Gervinusstr. 20, Tel. 52234. 4. ) Die jüdischen Tonkünstler wenden sich an die Gemeindemitglieder mit der Bitte, entbehrliche Musikalien für bedürftige Musik-Schüler zur Verfügung zu stellen. Auskunft erteilt: N. Saretzki, Klüberstr. 13, Tel. 74625. 5. ) Es wird erneut bekannt gegeben, daß die jüdischen Künstler im Umkreise Frankfurts Gelegenheit haben, sich der Vereinigung „Die jüdischen Tonkünstler Frankfurts" anzuschliessen. (Anfragen an Max Wolff, Frankfurt a. M., Sehumannstr. 48, Tel. 79579). ' Berichtigung Wie die Leitung der M i 11 w 0 e h-K onzerte in der Arnold Lazarus-Halle mitteilt, steht irrtümlicherweise der Name des Herrn Benno Ziegler unter den Leitern und Mitwirkenden verzeichnet. Herr Ziegler nimmt weder an der Leitung dieser Konzerte teil, noch wird er in denselben auftreten. Jugendorchester Felix Robert Mendelssohn hat auf Anregung von Elternseite ein Jugendorchester ins Leben gerufen. Jugendliche bis äu 17 Jahren, die Vorkenntnisse als Streicher haben, haben in diesem Studio Gelegenheit, Ensemble- und Orchesterspiel zu erlernen. (Anmeldungen: Telemannstr. 12/11. Etage) Jüdisches Lehrhaüs Im November beginnen die folgenden Lehrgänge: 5.11. Dora Edinger: Zur Psychologie jüdischer Mädchen und Frauen, 20,30-21,30, Hauptsynagoge. 9. 11. Angelika Re-ckendorf: Schreiben als Kunstühung und Werbemittel, 19,30-20,30, Westendsynagoge K. 11. 11. Lotte Fink: Körperhygiene, 19,30-20,30, Westendsynagoge K. Die Arbeitsgemeinschaften von Rabbiner Seligmann,Dr. Matzdorff und Guthmann (Volkswirtschaftslehre) fallen aus. Italienisches Konzert Drei bekannte Frankfurter Künstler: die Sopranistin Käte Ettlinger, der Bariton Hans Assenheim und der Geiger Theo Ratner geben am Samstag, den 23. November 1935, 20J4 Uhr im grossen Saal des Vereinshauses, Eschersheimerlandstrasse 27, einen Abend italienischer Musik: Am Flügel: Dr. Willy Salomon. Zur Aufführung gelangen Arien von Caldara, Durante, Rossini, Boito, Verdi und Giordano; Werke für Violine und Klavier von Pugnani und Tartini sowie das Violinkonzert von Paganini. Karten in den bekannten Vorverkaufsstellen. Der November-Sport in Frankfurt Schild—Bar Kochba. — Für die Winterhilfe! Der November ist für den jüdischen Sport in Frankfurt ein Monat besonderer Aktivität. Am 3. November begegnen sich auf dem Sportplatz des Bar Kochba die beiden. Rivalen um die Fußballmeisterschaft, TSV. Schild und Bar Kochba Frankfurt. Beide Vereine erscheinen mit ihren stärksten Spielergarnituren, sodaß ein erbitterter und spannender Kampf zu erwarten ist. Die Mannschaften treten in folgender Aufstellung an: Schild: Erich Rothschild; Alb. Mayer, Alfr. Strauss; Paul Sommer, Rudi Fischer, Jos; Leib; Karl Mautner, Herrn. Krips, Max Kaufmann, Ludw. Rosenthal, Max Seligmann. Bar Kochba: Leo Rothschild; Herrn. Rosenthal, Kutschinsky; Appel, Walter Grünebaum, Herrn. Ma\er; Ernst Meyer, Girgusky, Zipp Mehl, Erich Strauss, Bernhard Grünebaum. Beide der „Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Turn- und Sportvereine Südwestdeutschlands" angeschlossenen Vereine besitzen in diesen Mannschaften die stärksten 'und prominentesten des jüdischen Sports in Deutschland, der Bar Kochba im Deutschen Makkabikreis und der TSV. Schild im Sportbund des RjF. Die Tatsache des Zustandekommens dieses Freundschaf Ispieles dokumentiert von neuem die Einigkeit und den Gemeinschaftsgeist der jüdischen Sportler. Der jüdische Sport ist eich seiner sozialen Verpflichtung der All-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.