Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 2 (11.1935)
- Date
- 1935-11-01
- Page
- Seite 73 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 73 Jüdischer Arbeitsnachweis Männlich Tel. 46164 Quinckestr. 24 (Königswarterhaus) Sprechstunden: für gewerbliche Arbeitsuchende: Buchstaben A-M Montag von 10-12 Uhr, Buchstaben N-Z Mittwoch von 10-12 Uhr. für kaufmännische Arbeitsuchende: Buchstaben A-M Dienstag von 10-12 Uhr Buchstaben N-Z Donnerstag von 10-12 Uhr. Berufsberatung und L e h r s t el 1 en v e r m i tt lun g! Nach vorheriger Anmeldung und Ausfüllung der Fragebogen (in der Geschäftsstelle erhältlich): Dienstag nachmittag von 16-18 Uhr. Freitags keine Sprechstunde! Wir suchen: Handwerkliche Lehrstellen in Stadt und. Land, Anlernstellen in gewerblichen Betrieben? Unsere gemeinnützige Schreibstu b e nimmt jederzeit Vervielfältigungsarbeiten, Atlressenschreihen usw. bei prompter Ausführung entgegen. AEBEIT6EBEE! Weit über 800 Arbeitsuchende sind bei uns gemeldet und warten auf Unterbringung! Jeder jüdische Arbeitgeber wende sich bei Freiwerden von Arbeitsplätzen an uns! Die Kriegsbeschädigten, Frontkämpfer, Kinderreichen und sonstigen älteren Angestellten und Arbeiter bedürfen besonderer Berücksichtigung. ARBEITGEBER! HELFT DIE NOT DER JÜDISCHEN ARBEITSLOSEN LIN¬ DERN! MELDET UNS SOFORT JEDE VORKOMMENDE DAU¬ ER- UND AUSHILFSARBEIT! Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e. V. (männlicher Arbeitsnachweis) Quinckestr. 24, I. Stock, Telefon 46164, Postscheckk. Ffm. 43048 JUDISCHE HAUSFRAUEN! Der männliche Arbeitsnachweis schickt Ihnen jederzeit g eprüfte Heizer und sonstige Kräfte für grobe Hausarbeiten, wie: Küchenarbeit, Kohlentragen, Teppichklopfen, Fussböden- und Fensterreinigung etc. Krankenpfleger für Einzelpflege und Nachtwache. HAUSBESITZER! Hausmeister, ledige und kinderlose Ehepaare mit handwerklichen, hauswirtschaftlichen und gärtnerischen Fähigkeiten, sind in reichlicher Auswahl vorhanden. AUTOBESITZER! Chauffeure, ausgebildete Autoschlosser für Last- und Personenwagen, Reparaturen und Wagenpflege für Dauer- und Aushilfsarbeiten sind reichlich gemeldet. NACHHILFEUNTERRICHT! Für Nachhilfestunden in Sprachen, Mathematik und anderen Fächern, sowie Beaufsichtigung von Kindern, stehen dauernd geeigente Kräfte zur Verfügung. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden, E.-V. Quinckestr. 24, Telefon 46164 Unentgeltlicher Arbeitsnachweis und Berufsberatung der weiblichen Fürsorge, E.-V. für jüdische Frauen und Mädchen, Hans Handwerkstrasse 3, Telefon 25462 Sprechstunden: nachmittags 3-6 Uhr, ausser Donnerstag. Wir bitten die Hausfrauen, ihre Anmeldungen für Hauspersonal möglichst in den Sprechstunden aufzugeben (event. schriftlich). Telefonische Anmeldungen können aus technischen Gründen nicht entgegengenommen werden. Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung: Sprechstunden nur Donnerstag, 4-6 Uhr. Wir empfehlen: Tüchtiges Geschäftspersonal: Buchhalterinnen, Kontoristinnen, Stenotypistinnen (auch mit eigener Maschine), Verkäuferinnen, Schneiderinnen, Näherinnen und Flickerinnen, Kunststopferin mit guten Referenzen.__ L.EPSTEIN * IUI Schillerstraße 2 Für Herbst u. Winter Aparte Neuheiten ■ in grosser Auswahl Spezialgeschäft für Herrenu. Damenwäsche, Strumpfwaren Hauspersonal: Stützen, Hausdamen, Haushälterinnen, Kindergärtnerinnen, Kindermädchen, Haustöchter und Monatsfrauen. Studentinnen für Unterricht und Nachhilfestunden. Laborantinnen und Sprechstundenhilfen. Hausmeisterstellen Der Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Hans Handwerkstrasse 3, Tel. 25462, sucht Hausmeisterstellen für Ehepaare. Dringende Bitte Zwei junge taubstumme Mädchen mit guten hauswirtschaftlichen und Nähkenntnissen suchen per sofort Stellung in einem Heim oder in Familie. Näheres Arbeitsnachweis der Weibl. Fürsorge, Hans Handwerkstr. 3, Telefon 25462. Selbsthilfegruppe jüdischer Körperbehinderter Selbsthilfegruppe jüdischer Schwerhöriger (Risch), Frankfurt/M. Mitgliederversammlung: Dienstag, den 5. Novem-" ber 1935, 20 Uhr, Quinckestrasse 24 ptr. (Eingang Notstandsküche). Gemütliches Beisammensein. Um 20% Uhr erzählt Irma Dresdner von Körperbehinderten, die Großes leisteten und Schönes erlebten. Die Sprechstunden finden ab 26. November 1935 nicht mehr am •Mittwoch, sondern Donnerstag von 12-1 Uhr, Zimmer 5, statt. _ Genesungsheim Oberstedten Das Genesungsheim der Eduard und Adelheid Kannstiftung in Oberstedten im Taunus (bei Bad Homburg) bleibt auch in diesem Winter geöffnet. Diese wohltätige Einrichtung bietet Minderbemittelten, die nach einer Krankheit sich auf dem Wege der Besserung befinden und nach ärztlichem Ausspruch noch einer Erholung bedürfen, durch seine schöne und gesunde Lage am Waldesrand einen angenehmen Aufenthalt. Das Heim steht unter ärztlicher Oberaufsicht und wird von einer staatlich geprüften Krankenschwester streng rituell geleitet, (siehe Inserat!) _ Ortsgruppe des Frauenbundes Die Ortsgruppe bittet ihre Mitglieder dringend, sich schriftlich bei ihrer Geschäftsstelle, Hans Handwerkstrasse 3, zur freiwilligen Mitarbeit an der Jüdischen. Winterhilfe zu melden. Hausfrauengruppe des Jüdischen Frauenbundes Nach achtwöchiger Pause hatte die Haüsfrauengruppe eine Zusammenkunft, die sehr gut besucht war. Die Vorsitzende, Frau Forchheimer, behandelte in ihrer Begrüssungsansprache das Thema, das jetzt die Gedanken jeder jüdischen Hausfrau gefangen nimmt: die Veränderung im Haushalt, bedingt durch die neuen Gesetze. Zu Beginn richtete die Rednerin eine ernste Mahnung an die Versammelten, keine Panikstimmung aufkommen zu lassen, wie sie sich bereits im Überbieten der Löhne, im Abspenstigmachen der zur Verfügung stehenden Hilfskräfte zum Schaden der wirtschaftlich Schwachen unangenehm geäussert hat. Die Losung müsse heissen: Haltung bewahren und Gemeinschaftsinn anstatt Egoismus. Vor allem werden Kochkurse, Nähkurse und Unterweisungen auf verschiedenen Gebieten häuslicher Tätigkeit für Frauen eingerichtet werden, die ihr hauswirtschaftlichen Kenntnisse auffrischen oder vermehren wollen. Ferner denkt man daran, die Hauspflege und Nachbarhilfe wieder — und zwar in viel intensiverer Weise als früher — aufleben zu lassen, so dass' schwache und kranke Frauen und kinderreiche Familien wenigstens zeitweise Hilfe finden. Man wird Umschulungskurse für Frauen einrichten, die, aus ihren früheren Berufen gedrängt, sich nun häuslich betätigen wollen. Auch männliche Erwerbslose sollen herangezogen werden, die allerlei leisten können: Treppen und Fenster putzen, Teppiche klopfen usw. Sehr aktuell wird nun die Frage der häuslichen Lehrlinge, damit in absehbarer Zeit eine Reihe wirklich geschulter Kräfte zur Verfügung steht. Sehr zu beachten wäre der Vorschlag, Haushaltungen zusammenzulegen, was bei gut miteinander harmonierenden Familien wohl ausführbar ist. Manche Arbeit, die ZOfiABBiM^WOILF Nur 49 Zeil 49 tel. 27930 ZIGARREN TABAKE