Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 2 (11.1935)
- Date
- 1935-11-01
- Page
- Seite 65 (sequence 19)
- Language
- German
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Seitens jUlU""!: 0rÖÖer" 43233 Grlminstr. 7 Grünewald; Jüdische Gemeinde Essen durch Dr. Hirschland; Jüdische Gemeinde Nürnberg durch Kommerzienrat Kosenzweig; Jüdische Gemeinde Königsberg durch Geheimrat Falkenheim. Zionistische Vereinigung für Deutschland durch Dr. Moses; Centraiverein der Juden in Deutschland durch Justizrat Dr. Brodnitz; Eeichsbund jüdischer Frontsoldaten durch Dr. Leo Löwenstein; Vereinigung für das religiös-liberale Judentum durch [Rechtsanwalt Dr. Stern; die organisierte Gemeindeorthodoxie durch Rabbiner Dr. Hoffmann; Jüdischer Frauenbund durch Frau Ottilie Schönewald; Reichsausschuss der jüdischen Jugendverbände durch Dr. Friedrich Brodnitz; Hilfsverein der Juden in Deutschland durch Max Warburg; Palästina-Amt der Jewish Agency durch Dr. Franz Meyer. Organisatorische und personelle Massnahmen. Einem im Präsidium der Reichsvertretung gestellton Antrag entsprechend, werden Reichsvertretung, Landesverbände und Gemeinden ersucht, unverzüglich in enger Zusammenarbeit die organisatorischen und personellen Massnahmen zu treffen, die in den jüdischen Körperschaften erforderlich sind, um eine kraftvolle und konsequente Durchführung des neuen Arbeitsprogrammes durch alle jüdischen Instanzen sieherzustellen. Lucien Picard 80 Jahre ' Am 24. Oktober hat, zurückgezogen in der Stille, in der er seit seinem Rücktritt vom praktischen Geschäftsleben weilt, Herr Lucien Picard sein 80. Lebensjahr beendet. Wenn trotzdem dieser Geburtstag in weiten Kreisen beachtet worden ist, so zeugt'dies von der Verehrung, die der Jubilar besonders in den Frankfurter und darüber hinaus, in internationalen Bankkreisen geniesst. Eine ganze Generation von Bankleuten sieht in dem Teilhaber von Lazard Speyer-Ellissen das Vorbild eines großzügigen, gerechten und kenntnisreichen Bankmannes, der seinen geraden Weg gegangen ist und der lieber zu wenig gelten wollte "als zuviel. Lucien Picard ist gebürtiger Basler, aber er hat von seinem fünfzehnten Lebensjahr an Frankfurt als Wohnsitz gewählt und über fünfzig Jahre hier verbracht. Nur von 1891 bis 1904 weilte er in Berlin, als er die dortige Niederlassung von J. Dreyfus & Co. einrichtete und sie später nach ihrem Übergangi an die Commerz- und Disconto-Bank als deren Filiale einige Jahre führte. Wenn sich Lücien Picard, der in den Kriegsjahren Konsul der Eidgenossenschaft in Frankfurt a. M. war, 1923 von den Geschäften ganz zurückzog, so war daran in erster Linie das Bedürfnis nach Schonung seines Gesundheitszustandes schuld, aber auch eine Zeit, die von seinen Idealen weit entfernt war. Trotzdem hat er, der die Tradition der Familie Speyer vor allem in sozialer Hinsicht mit weitertrug, seine Arbeitsstätte immer wieder aufgesucht und auch im Getriebe eines groß aufgezogenen Bankhauses den alten patriarchalischen Ton zu erhalten versucht. Auch der Verwaltung der Israelitischen Gemeinde stand er jederzeit mit seiner großen Erfahrung und mit warmherziger Bereitwilligkeit zur Verfügung. Seine Scherzworte, die immer trafen, aber nie verletzten und so Zeichen eines gütigen Menschen sind, wurden dankbar aufgenommen und weitergetragen. Im Stillen hat Lucien Picard vielen geholfen und tut es weiter; der aufrechte Jude empfing aus den Ereignissen der letzten Jahre neue Kraft. So begleiten ihn die guten Wünsche aller derer, die ihn kennen gelernt haben, in das neunte Lebens|ahrzehnt. B. 90. Geburtstag 20. Oktober 1935: Frau Cäcilie Haase, geb. Lamm, Paul '''Ehrlichstrasse 29. 70. Geburtstag 5. November 1935: Frau Ida Hirsch, geb. Theilhaber, Röderbergweg 20. Dienstjubiläum Am 1. September konnte Herr Salli Grünebaum auf eine 30 jährige Tätigkeit im Dienste unserer Gemeinde zurückblicken. Zuerst im Bestattungsdienst der Gemeinde beschäftigt, wurde er 1910 in den Synagogendienst übernommen und im Jahre 1923 zum Synagogenwart der Hauptsynagoge ernannt. Gleichzeitig wurde ihm das Amt des stellvertretenden Beerdigungskommissars übertragen. Seit 1928 versieht er den Posten des etatmässigen Beerdigungskommissars. Während seiner Tätigkeit ist Herr Grünebaum mit vielen Mitgliedern der Gemeinde, mit vielen Familien in Freud und Leid zusammen gekommen. Er hat sich in dieser Zeit einen grossen Freundeskreis erworben und verstanden, durch seine taktvolle und würdige Amtsführung bei Vorgesetzten und Untergebenen Vertrauen und Achtung zu erwerben. Im Kriege, den er grösstenteils an der Front mitgemacht hat, wurde er durch Verleihung hoher Orden mehrfach ausgezeichnet. Rabbiner Dr. Salzberger hat den Jubilar in einer gottesdienstlichen Ansprache gefeiert und ihm die Glückwünsche seiner Geeinde übermittelt. Wir schliessen uns diesen Glückwünschen an. Salomon Feitier Wirtsctiflllsireiitiäiitlßr und Steaersacbverstandiger Bilanzen, Revisionen. Hausverwaltungen, Erledigung von Steuerangelegenheiten unter Berücksichtigung der neuen Steuergesetze. Umwandlung von Kapitalgesellschaften. Frankfurt am Main. Wolfsgangstr. 49, Tel. 68670 Bei Auswanderungen, Erledigung von Devisenangelogenheiten, Transfer« und Sperrmaiksadien, Wirtschafts-Rechts- und Steueiberatungen sowie Gesell Schafts Umwandlungen Dr. jur. Eugen Elle Alte Rothofstraße 10 Sprachst. 9l/8 13 Uhr, sonst n. Vereinbarg. T. 26032 © Fa&elttalt 1 Wo haben Sie diesen Anzug her? Wer ist Ihr Schneider? Ä.PITTERMANN ZEIL 12,1- Telefon 24103 Reichhaltiges Stofflager in allen Preislagen Mäntel-Jacken beste Kürschnerarbeit zu soliden Preisen. Feinste Maßanfertigung und Umarbeitung. Besatzfelle. 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