Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 11 (7.1935)
- Date
- 1935-07-01
- Page
- Seite 429 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 429 Wäsche Seit 50 Jahren Strümpfe gut und preiswert VVollwaren bei ^Bkurt gogischen Woche gewidmet, die dem abgelaufenen Jahr ihr Gepräge gab. Das Presseecho, das diese Veranstaltung in der südischen Welt gefunden hat, beschliesst das Heft, das für die Schule und ihren Leiter, Oberstudiendirektor Dr. Driesen, Zeugnis ablegt. Ghr. Kammermusik im Kulturbund Erfreulicherweise beschränkte sich ein Kammermusikabend im Jüdischen Kulturbund Rhein-Main im Gegensatz zur üblichen Dreizahl der Programmnummern auf die Wiedergabe von nur zwei Werken,.die so erst:recht die dankbare beifallsfreudige Aufnahme eines zahlreichen Hörerkreises fanden. Das Streichquartett des Kulturbundes — Hans Bassermann, Ernst Drucker, Eichard K a r p und Ary Schuyer, der langjährige frühere Solocellist des Frankfurter Opernhauses, der neuerdings an die Stelle von Professor Mendelssohn getreten ist — spielte zunächst jene hauptsächlich durch die thematische Verarbeitung des Liedes „Der Tod und das Mädchen" im zweiten Satz bekannte, ja berühmte Komposition in d-Moll, op. posth. von Schubert, ein in der Hauptsache tiefernst gestimmtes Quartett. Der Vortrag war discipliniert und bezeugte erneut den künstlerischen Willen und die Qualität der jungen Vereinigung. (Mitunter tritt noch der Ton des Primgeigers etwas zu stark hervor, eine Tatsache, die auch sonst in der Kammermusikpflege häufig festzustellen ist.) — Noch stärkeren Eindruck erzielte dann das Klavierquintett in Es-Dur von Robert Schumann, op. 44, eine der schönsten, frischsten, melodiesprühendsten Tonschöpfungen der Romantik. Wie sich in diesem ungegrübelten, immer wieder mitreissenden Werk die vier Streichinstrumente und das Klavier zu einheitlicher Gesamtwirkung zusammenfinden, das erhielt in der Ausführung durch die Herren tles Streichquartetts und Hans Wilhelm Steinberg, der als primus inter pares den Klavierpart temperamentvoll, aber doch nicht im mindesten aufdringlich vertrat, Klang, Fülle und Kraft. g. sch. Weihestunde der Gesellschaft für jüdische Volksbildung Der schönen Sitte, ihren Mitgliedern tiefere Kenntnisse vom Sinn und Inhalt der Feste zu vermitteln, diente kurz vor Schowuaus eine Weih.e stunde der „Gesellschaft für jüdische Volksbildung". Gemeinderabbiner Dr. J. Horovitz führte seine Hörer in die idyllische, harmonische Welt des Buches Ruth ein, unter Heranziehung beträchtlichen Forschungsmaterial. Für die innige Lyrik dieses Schriftabschnittes fand Sofie Seligmann als gepflegte Sprecherin den richtigen Ton. Die Verbindung zwischen künstlerischer Gestaltung und Forschungsarbeit stellte dann Kantor J. B. L e v y her, indem er als Sänger einige der an Schowuaus gebräuchlichen Melodien zitierte und auf wesentliche Dinge der Thoravorlesung hinwies. Die zahlreich Erschienenen dankten der Gesellschaft eine inhaltvolle Stunde. A. H. Schlußkonzert der jüdischen Tonkünstler Für das 10. Mittwochskonzert der jüdischen Tonkünstler Frankfurts, das letzte der ersten „Saison", war ein recht umfangreiches Programm zusammengestellt worden, das dem früher geltenden Prinzip der Buntheit weithin entgegenkam — heute ist man in diesen Dingen, selbst wenn es sich um populäre Veranstaltungen handelt, empfindlicher und anspruchsvoller geworden. Erfreulicherweise konnte die Ausführung dieses „Benefiz-Konzertes" — brachte diese etwas altmodische Bezeichnung wirklich den meisten Besuchern die schöne Tatsache zu Bewußtsein, daß sich die Mitwirkenden selbstlos in den Dienst der Sache stellten? — auch höhere Erwartungen voll befriedigen. Man hörte.»verschiedene, in Frankfurt lang „arrivierte" Künstler und andere, die auf gutem Wege sind. Lilly Schwarz-Mayerhofer spielte gemeinsam mit Dr. Willy Salomon klar, flüssig und gelockert die sehr reizvolle vierhändige „petite Suite" von Debussy. Ebenso war sie Theo Ratner, der in der c-moll-Violin-Sonate Griegs, op. 45, schöne Tongebung und frische Musikalität zeigen konnte, eine vollwertige Partnerin. — Ihre Kollegin Alice Rosenbaum brachte zwei weitere Instrumentalnummern, früher sehr häufig gehörte Stücke von Liszt, die getrost einmal wieder hervorgeholt werden können, mit geschmeidiger Technik elegant zum Vortrag. Bettina Feitier (der bereits in der letzten Nummer des „Gemeindeblatts" eine Besprechung gewidmet war) steuerte Arien von Bach und Händel bei und be- BK^^^ - ^^hH *^89 B^^^ GOLDWAREN (j (11 [j II) fl 11 II ZEIL 8 REPARATUREN UUlUlllUllll TELEFON 22277 GOLD wird zu höchsten Preisen angekauft SOMMER-HOSEN /m\ FLANELL-HOSEN S jBt j? sportliche Form, graue _ _ und bräunliche Tone ^pSl... FLANELL-HOSEN 7/X \» mit Reiß-Verschluß, in _ö grau, braun u. grünlich IIS»" IVÜI^Id BERNH-WIESENGRUND A A ■■■ k ■■■ SCUttaE AUSSICHT 7 LliCO*RE MAmJt ■ mm J Frankfurt a.m. Weinbrande ^mmmm bam berge r& h ertz I SEIT 1822 GUT U. PREISWERT TEL! 22361 die zuverlässigen Kleiderfachleute