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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-06-01 · 10 (6.1935) · p. Seite 387

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
10 (6.1935)
Date
1935-06-01
Page
Seite 387 (sequence 13)
Language
German
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Seite 387 Lorsch-Morgenstern liehen den Sängerinnen, die sehr freundliche Anerkennung fanden, die wünschenswerte pianistisclie Unterstützung. Die für die nächste Zeit vorgesehen 3 weiteren Abende bringen Instrumental- und Vokalmusik (u. a. Schubert-Lieder und Vorträge der von Artur Holde geleiteten Kammerstreichvereinigung). In diesem Rahmen kommen die jüdischen Tonkünstler Frankfurts soweit sie solistisch hervortreten können und wollen, abwechselnd vor der Oeffentlichkeit zu» Gehör, und an tüchtigen Kräften ist durchaus kein Mangel.' g. sch. Frühlingssymphonie Die Träger der Idee: Frühling in Sang, Tanz und Wort, Hans Assenheim und Hanns Berk, suchten ihrer Hörerschaft die Frühlingsstimmung zu suggerieren, die eine zur Lieferung verpflichtete Natur uns in diesem Jahre lange schuldig gebliehen ist. Ein buntes Bäumchen und viel Himmelblau auf der Bühne mußten der Phantasie zunächst die gewünschte Richtung geben, dann übernahmen Mozart, Schubert, Schumann, Wolf die Variationen auf das allbeliebte Lenz-Thema, in den irdischen, blumigen Gefilden von Lilly Langen, Hans Assen heim, und Aenne Grünwald mit ihren tanzenden Assistenstimmen würdig vertreten. Marietta L u p e s c u und Hanns Berk weihten das aufhorchende Publikum in die Probleme aufkeimender Liebesgefühle ein, und Alfred Auerbach garnierte das ganze Potpourri mit harmlosen Sächelchen aus seiner Schnurrenkiste. Als wegkundiger Begleiter auf dieser Frühlingsfahrt bewährte sich.Max Firnberg am Flügel. A. H. Cello-Ahend Felix Robert Mendelssohn Ein vom Cello allein bestrittener Konzertabend birgt durch don begrenzten Ausdruck des Instruments die Gefahr der Eintönigkeit. Ihr begegnete Felix Robert Mendelssohn, der Solocellist des Kulturbund-Orchesters, zunächst durch ein farbiges Programm, in dem die elegische Sonate e-moll von Brahms und ein schmuckvolles Frühwerk von Richard Strauss, die Sonate in F-dur, lebhafte Kontraste schufen. Ganz behoben wurde aber jede Gefahr der Langeweile noch durch das Können des Cellisten. Mendelssohns Spiel fesselt durch großen, schwingenden und elastischen Ton, der sich mit zuverlässiger Grifftechnik und musikalischem Tenperament verbindet. Selbst ein in der Erfindung so schwaches, viel zu langes Werk wie Dohnanyis Konzertstück wurde in Mendelssohns feinnerviger, zugleich zügiger Darstellung noch annehmbar. Geschmack und Stilgefühl entwickelte der Solist auch in genrehafter Kleinkunst. Die Forderungen der großen Werke nach einem vollwertigen Partner erfüllte Willy Salomonam Flügel in umfassender Weise. A.H. Gesellschaft für jüdische Volksbildung Die Gesellschaft für jüdische Volksbildung nahm, wie Rabbiner Dr. Salzberger in „freundlicher Unterweisung" ausführte, den „Lag Bo-Aumer" (den 33. Tag zwischen den Festen, der in ernsten Wochen ein frohes Intermezzo erlaubt) zum Änlass eines künstlerischen Abends. Gerta Oppenheim sang mit ihrem gut geschulten Sopran in warmer Tönung Arien von Bach und Haydn. Daß auch vom Jüdischen aus Brücken zu dem grossen Thomaskantor führen, hob Dr. Salzberger hervor; noch weit bedeutender ist allerdings der Anteil des alten Testamentes im Schaffen des anderen großen Jubilars dieser Tage, Hände 1 s. Janko Kauffmann vereinte seine weiche und ergiebige Basstimme (die diesmal erst im Laufe des Abends ihre volle Wirkungskraft erreichte) mit der der Sopranistin im „Duett aus der Schöpfung" und bewährte an ostjüdischen Volksliedern liebenswürdigen Humor. Ein paar Stücke aus dem Oratorium „Moses" von Max Bruch und drei heitere Mahler-Lieder ergänzten das Programm, das Leni L o r s c h-M orgenstern im Ganzen gewandt begleitete. (Haydn sollte man aber nicht frisieren, auch mit seinen eigenen Motiven nicht!) Das Publikum war von den Vorträgen sehr befriedigt und spendete freundlichen Beifall. g. sch. Nanny Heinrich Modesalon für elegante Damen-Bekleidung KLEIDER BLUSEN RÖCKE ee^ COMPLETS Neueste Modelle für stärkste Figuren stets vorrätig Goethestraße 4 TeU 22940 Jüdische Schallplatten von verschiedenen Herstellungsfirmen in grosser Auswahl Jos. Strauß'sche Buchhandlung Inhaber Leopold Llchtenstern Biebergasse 13 Telefon 26313 Pas jüdische Blumengeschaft Bockenheimer Landstr. 17 / Telef. 79554 gegenüber Rothschild-Palais inh.: A. HENDLISCH Alte Neue Senekeobirgstr. l Tel. 28912 gegenüber Postscheckamt modern, künstlerisch, billig AtelierMay Kaiserstraße 19 (Indanthrenhaus) Damenm» Herrenfriseur H. Schwedt Königswarterstr. 2 Wasseru. 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