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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-05-01 · 9 (5.1935) · p. Seite 367

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
9 (5.1935)
Date
1935-05-01
Page
Seite 367 (sequence 29)
Language
German
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Seite 367 Warum Hauswirtschaft? Allzuviel ist über das Thema schon gesprochen worden und doch lange noch nicht genug. Denn der Erfolg fehlt. Immer noch glauben die jüdischen Mütter ihren Töchtern etwas Gutes anzutun, wenn sie sie jeden anderen Beruf ergreifen lassen, nur keinen hauswirtschaftlichen. Gewiß hat das seine Gründe. Alle Mütter möchten, dass ihre Töchter es dereinst leichter haben sollen als sie selbst. Tj'nd d.-iss ein-3 'i ii'ei und Hausfrau immer Dienst hat, daß sie nie Feierabend machen kann, weiß nur sie selbst; die andern Familienmitglieder bemerken es nur ausnahmsweise. Demgemäss hat man sich, genau wie in anderen Kreisen, mehr auf geistige Berufe umgestellt seit mit der Emanzipation der Frauen die Möglichkeit dazu gegeben war. Dadurch kam die Hauswirtschaft ins Hintertreffen. Auch bei der heutigen Umschichtung wird sie vernachlässigt, hat sie nicht wieder; den Platz bekommen, der ihr gebührt. Aber gerade die Uebergangszeit, in der' wir leben, erfordert Hausfrauen, die imstande sind, mit geringen Mitteln einen gepflegten Haushalt zu führen. Die Zeiten sind vorbei, in denen man mit Recht sagen konnte: „Es lohnt nicht, etwas selber zu machen, man bekommt alles besser und billiger fertig." Gewiss kann unserer Hände Schnelligkeit nicht mit der Maschine konkurrieren, aber dass nach mehreren Richtungen hin Eigenerzeugnisse besser und haltbarer und dadurch letzten Endes billiger sind, müsste uns Hausfrauen doch schon aufgefallen sein. In unseren Händen ruht das Wold der Familie. Nach der Statistik gehen 65°/o des Einkommens durch die Hände der Hausfrau. Und diese Verantwortung sollen wir unvorgebildet auf uns nehmen? Das darf eine gewissenhafte Mutter ihrer Tochter nicht zumuten! Jedes junge Mädchen weiss heute, daß Arbeit nicht schändet, welcher Art sie auch sei. Darüber hinaus ist der Beruf der Hausgehilfin der einzige,wie man, ohne zu übertreiben, sagen kann, bei dem das Angebot kleiner ist als die Nachfrage und es in absehbarer Zeit auch bleiben wird, sei es hier, sei es in Palästina oder sonst irgendwo. Nie wird die Zeit verloren sein, die wir für gründliche, häusliche Ausbildung aufwenden. Wissen wir mit ebensolcher Sicherheit, ob unsere Töchter den außerhäuslichen Beruf werden ausüben können, den sie heute ergreifen:' Wir haben unsere Pflicht bei weitem noch nicht damit erfüllt, daß wir unseren jungen Mädchen klarmachen, wie gut sie daran tun, sich der Hauswirtschaft als Beruf zuzuwenden. Nicht alle von ihnen sind in der Lage, ihre hauswirtschaftliche Ausbildung in einer Haushaltschule oder in einem Heim zu geniessen. Außerdem ist die vielseitigste Ausbildung diejenige in einem von einer tüchtigen Hausfrau geleiteten Lehrhaushalt. Lehrfrau kann jede Hausfrau sein, in deren Haushalt sich die gründliche Ausbildung des Lehrlings in Hausarbeit, im Kochen und einfachen Backen, Waschen, Bügeln und Ausbessern durchführen lässt. Weitere Auskunft darüber erteilen gern die Hausfrauengruppen des Jüdischen Frauenbundes, in Frankfurt am Main, Hans Handwerkstrasse 3, Dienstag 11-12, Mittwoch 4-5 Uhr. Die Ausbildung des Lehrlings muß nicht unbedingt von der Hausfrau allein durchgeführt werden. Sie kann sie auch ihrer tüchtigen Hausangestellten übergeben, soweit eine solche vorhanden. Die Lehrfrau behält natürlich die Verantwortung. Die Mühe, die sie in der ersten Zeit aufzuwenden hat, wird sich reichlich lohnen. Zieht sie sich doch einen aufnahmefähigen, frischen Menschen ganz nach ihren Wünschen heran. Zugleich wird es ihr sozialos Empfinden befriedigen, wenn sie einem jüdischen jungen Menschen die Lebensbahn erleichtern hilft. Die bisher getätigten Einstellungen haben sich meist als befriedigend erwiesen, sodaß man jeder verantwortungsbewußten Hausfrau zuraten kann: „Versuchen Sie es". Cilli Horn, Breslau, Meisterin der Hauswirtschaft Jfelerifi \L. und/*1 KÜaüne Das ganze Haus ein -Fachgeschäft.- Steppdecken Polster-Möbel aus eigener Fabrik Kunstseide 24.- 20.- i9.50 17.50 15.- 12,- puweiß. Schafwolle «2.-88.-34.-31.5029.- Daunendecken Polstersessel, neue Formen 45.- 39.- 33.- 29.- 27.- 24.- 11.50 Chaiselongues49.-43.- 38.- 33 - 28.- 26.- 22.- Couches und Couclrbettenl85.-160.-130.- 110.- 90.-75.- 65.- 55.- Kunstseid.. Damast 73.-68.-62.-59.-53.-49.- ■ Bettfedern ■ 6.- 5- 4.20 3.30 2.50 2.- 1.60 bis 65 A Daunen 13.-, 11.-, 9.-, 8.75, 8.-, 6.75, 4 50 Deckbetten u. Kissen Malratzen, 4 teil. aus eigener Fabrik Seegras 24- 22.- 20.- Wolle29-26.-23.-22.- Kapok54-51.-48.-45.- Roßhaar - Matralzen Schlaraff.-Matratzen Ideal-Matratzen 42.- 39.- 36.- 33.- 29.- 26.- 22.- 18.- bis 10.50 Kissen 14.- 12.50 11.- 8.507.50 6.50 4.25 3.50 Kinderwaaen Metallbetten 45.- 37.50 32.25 26-25 SDorlwoaen 35.- 32.- 29-- 27.- 23.50 20.- 17.50 15- Kinder-Betten und Fahrbetten 29.- 25.- 23.- 21.- 19.50 18.- 15.70 14.- 17.50 15.50 13,50 12.40 Kinder-Koltern Wagen - Decken Inletts in allen Farben und Breiten Aufarbeiten von Kissen, Deckbetten, Steppdecken und Matratzen sas! Buchdahl | Nur Große Eschenheimer Strasse 10 &ua£ärxtsSc£tü£te inhabcr: luowio gronthal. REINECKSTR-21 Irmtraut Lewisohn Damenhüte Umarbeitungen Grüneburgweg 13 Dauerwellen ifj Werbemonat E^X Damen - Herren - Friseur Menkes Sachsenhausen, Textorstraße 62 Benutzt Telefon 62816 Uhren-Fuchs Inn. E. van Gelder IZEIL 65 L H. 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