Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 7 (3.1935)
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 259 (sequence 9)
- Language
- German
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Seiter25S> Dr. jur. Julius Sonn Steueru. Rechtssachen Umwandlung von Aktienges. u. G. m. b. H.'s / Verträge Horst Wesselplatz 14, U. — Tel. 22798 ipnMmjm&i Besuchen Sie unseren § Wir versprechen; Umzugs Teil Verkauf § °*,p«r FUBENDA*ECK Inh. Leo Buschhoff * Rofjmarkt 10 (Haupfwache) Nahegerücktes Palästina In der ersten Märzwoche findet in Frankfurt eine Palästinawoche statt. Der Vorsitzende der Frankfurter zionistischen Vereinigung stellt uns zu dieser hedeutsamen Veranstaltung folgende Einführung zur Verfügung: Muß Palästina heute deutschen Juden nahegebracht werde»? Palästina als ein Land, wohin man auswandert, ist heute im gewissen Sinne volkstümlich; man weiss fast nicht mehr, daß der Gedanke einer jüdischen Siedlung in Palästina noch bis vor kurzem ein durchaus umstrittenes Thema war. Jenes deutsche Judentum, das bis vor kurzem sein Schicksal für gesichert hielt, hat heute verstanden, was Palästina bedeutet, aber wir, die wir heute das Schicksal ausgewanderter deutscher Juden beobachten, die Problematik ihrer Einordnung und ihres Lebens sehen, wir wissen, daß auswandern noch nicht dasselbe ist, wie einwandern. Es handelt sich darum, das Land nicht nur als geographischen Begriff zu verstehen, sondern den ganzen Gehalt seiner Bedeutung in der jüdischen Geschichte zu erfassen. Deshalb muß Palästina in des Wortes tiefster Bedeutung nahegebracht werden. Die deutschen Juden, an die wir uns wenden, müssen wissen, was in fünfzigjähriger Kolonisations-Arbeit' dort vor sich gegangen ist. Menschen kamen in das Land, zwar auch oft veranlasst durch Ereignisse in ihren Ländern, aber zugleich getrieben von einem starken Idealismus, sie waren nicht nur Auswanderer sondern auch Chowewe Zion. Dieser Werdegang der ersten, der Pioniere, insbesondere der Pioniere der eigentlichen späteren chaluzischen Alijoth, die ein verwüstetes Land in ein blühendes und aufnahmefähiges verwandelten, die von Haifa bis zum Jordan nach dem Kriege den gefährlichsten Sumpf des Landes in eine blühende Ebene verwandelt haben, sie gilt es zu begreifen, um die Verpflichtung zu verstehen, die mit der Einwanderung auch heute verbunden ist. Ein großer Teil unserer Menschen drüben, insbesondere der Jugend, hat das verstanden und soweit sie durch das Schicksal ihrer persönlichen Entwicklung entfernt waren von jüdischen Inhalten, machten sie die Entwicklung nachträglich durch: Sie lernen hebräisch, sie bemühen sich vom Rande in das Zentrum zu gelangen, mit dem Jischuw zu verwachsen. Diese Aufgabe, das lebendigePalästinazu zeigen, Zur Neuordnung des vo» Dr. Wolfgang Die vor einiger Zeit in der amtlichen Gesetzessammlung veröffentlichten Verordnungen über den Aufbau des deutschen Handwerks enthalten eine große Anzahl von Bestimmungen, die die Stellung des Handwerkers in Deutschland von Grund auf neu regeln. Deshalb erscheint es uns erforderlich, auch in diesen Blättern einen TJeberblick über die neuen Bestimmungen zu geben. In der 2. Verordnung über den vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks wird für die Handwerkskammern der Führergrundsatz angeordnet: Entscheidungen dieser Stellen erfolgen in soll mit den Veranstaltungen erfüllt werden, die in den nächsten Tagen aufeinander folgen werden und zu denen die Frankfurter Zionistische Vereinigung die Juden Frankfurts einlädt. Ein grosser umfassender Vortrag von Dr. Michael T r a u b wird die Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft des Landes zeigen, wird das tun, washeute notwendig ist, Palästina unabhängig von der Konjunktur nicht aus dem Augenblick sondern dynamisch zu betrachten. Die wirtschaftlichen Probleme des Landes, seine soziale Struktur, sein kultureller Entwicklungsgang werden von einem Manne dargestellt werden, der als Kenner jüdisch-sozialer Zusammenhänge bekannt ist. 60 Menschen der chaluzischen Jugend Frankfurts verabschieden sich am Mittwoch, den 6. März von der jüdischen Gemeinde Frankfurts. Rabb. Dr. M. G r ü n e w a 1 d, Mannheim, und Dr. P o - meranz werden über „Größe und Gefahr der Stunde" sprechen, der Stunde, in der der Erwerb eines neuen großen Kolonisationsgebiets in Galiläa unsere jüdischen Pioniere vor neue Aufgaben stellt, genauer gesagt, vor alte Aufgaben. Vor der Aufgabe nämlich, den chaluzischen Gedanken fortzusetzen in oiner Zeit, wo er durch andere Einflüsse zeitweilig überwuchert zu sein scheint. — Der Kulturbund deutscher Juden wird ein Konzert veranstalten, in dem die Werke zeitgenössischer jüdischer Komponisten, die sich um die Schaffung eines spezifisch jüdischen Musikstiles bemühen, aufgeführt werden, darunter Werke, die in Palästina entstanden sind und bereits in dem werdenden Volksleben wurzeln. — In der Schluß-Veranstaltung hat das gesetzestreue Judentum das Wort, um seine speziellen Aufgaben im Gesamtaufbau Erez Israels darzustellen. Der Führer des deutschen Misrachi, Herr Rabbiner Dr. Hoffmann, Frankfurt und Isi Eisner, Berlin werden zu dem Thema: „Land, Thora und Volk" sprechen. Propaganda ist Volkserziehung. Wir wünschen nicht zu agitieren, aber zu einer Zeit, wo das palästinensische Judentum die Arme weit geöffnet hält und ein weiterer Teil des deutschen Judentums im Begriffe ist, von dieser Einladung Gebrauch zu machen, dürfen wir in einer Woche intensiver Sprache den Zusammenhang von Idee und Tat, von Volk und Land zeigen. "Z: Dr. H. P. deutschen Handwerks S. Matzdorff Zukunft von dem Vorsitzenden, seinem Stellvertreter und einem Beirat, der sich aus Obleuten der Gesellen zusammensetzt. I. Die Neuregelung der Ausübung des Gewerbes erfolgt in der 3. Verordnung über den vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks vom 18. Januar 1935. Hiernach darf in Zukunft der selbständige Betrieb eines Handwerks als stehendes Gewerbe nur noch den in die Handwerksrolle eingetragenen natürlichen und juristischen Personen gestattet werden. Als Handwerksrolle, in die übrigens jeder Einsicht hat, wird ein bei der Hand- AUSLAND-, spez. PALÄSTINATRANSPORTE / ALBERT HERZ SAMMELLADUNGEN Möbel - Koffer (Llft-Vans) Schnellverkehr mit Trajektwagen INTERNATIONALE SPEDITION EIGENE LAGERHÄUSER VERPACKUNG -~-"-—7-,. t . FRAKKFURT-iVL eigener FUHRPARK Versicherung nach England ohne Umladung TeL30576 C^lleutstrasse 31.