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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-02-01 · 6 (2.1935) · p. Seite 217

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
6 (2.1935)
Date
1935-02-01
Page
Seite 217 (sequence 11)
Language
German
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Seite 217 Verlangen Sie beim Einkauf nur ^2ffi§& Apfelsinen Marke Rose **c46£*^ „Was geschehen ist?" beginnt David Bernstein zögernd, „ich habe mich heute beim Gottesdienst über Dich sehr gewundert." „Warum denn?" „Jossei, seit zehn Jahren wohnen wir Wand an Wand. Tag für Tag kommen unsere Familien zusammen. Einer kennt die Not des anderen. Du hast doch wirklich keinen Grund, für all den Jammer Gott' zu danken. Und wenn Du das tust, wie heute, so ist das in meinen Augen eine Heuchelei, die zu Deiner sonstigen Wesensart nicht passt ..." Jossei Brenner sieht gedankenvoll vor sich hin, und um seinen Mund legt sich ein trauriges Lächeln: Diese Marke bietet" Ihnen die unbedingte Gewähr für ausgereifte Früchte „David, mein Freund, wie verkennst Du mich", sagt er, „ich heuchle nicht. Aber Du missverstehst mein Gebet und kommst infolgedessen zu falschen Schlüssen. Siehe, Gott, der Allmächtige, sendet mir schwere Prüfungen, weil er weiss, daß mein Herz dadurch geläutert wird. Er ist gerecht und verleiht mir die Kraft, an diese seine Gerechtigkeit zu glauben. Das ist, dessen ich zum Leben bedarf, und dafür danke ich ihm täglich im Gebet. Er wird einmal auch mir Lösung bringen. Ich darf nur nicht die Geduld verlieren. Der Ewige erhält in mir die reinen Gefühle und die Hoffnung auf bessere Tage, ohne die das Leben für mich wirklich unerträglich wäre". An die Gemeindemitglieder! Erhöhung der Kultussteuer Durch Bekanntmachung im Gemeindeblatt Nr. 9, Mai 1934, S. 367 hat der Gern ein de vorstand die Gemeindemitglieder bereits auf die Wahrscheinlichkeit hingewiesen, dass infolge des zu erwartenden Rückgangs der Steuereingänge und des, namentlich für Wohlfahrtszwecke, aufgetretenen stark erhöhten Bedarfs noch im laufenden Steuer jähr eine Steuererhöhung werde notwendig werden. Nachdem nunmehr das Ergebnis der ersten Steuerquartale feststeht, hat sich herausgestellt, dass diese Steuererhöhung sich nicht umgehen lässt.*) Gemeindevorstand und Gemeindevertretung haben daher durch Gemeindebeschluss vom 24./31. Oktober und 5./8. November 1934 beschlossen, die Kultussteuer für das laufende Geschäftsjahr 1934/35 um 2i/2°/0 bei den mit einem Zuschlag zur Reichseinkommensteuer Veranlagten und um 3.125°'0 bei den mit einem Zuschlag zur Reichsvermögenssteuer Veranlagten zu erhöhen. Diese Steuererhöhung wird in der Weise durchgeführt werden, dass als Zuschlag zu der bisher veranlagten Kultussteuer (20°/0 der Reichseinkommensteuer und evtl. 25° 0 der Reichsvermögenssteuer) ein halbes fünftes Steuerquartal zur Erhebung gelangt. Jeder Steuerpflichtige hat also ausser den in seinem Steuerbescheid festgesetzten Kuitussteuerbeträgen für das mit dem 31. März 1935 ab- *) Vgl. Bekanntmachung des Gemeindevorstands vom 21.12.34., Seite 184 dieses Blattes. laufende Etatjahr einen weiteren Kultussteuerbetrag zu entrichten, der der Hälfte des Betrages entspricht, den er im übrigen für ein Steuerquartal zu zahlen hat. Ein besonderer Veranlagungsbescheid wird sämtlichen Steuerpflichtigen durch den Gemeindevorstand zugehen. Zahlung dieses in der Nachveranlagung festgesetzten Steuerbetrages hat, soweit besonderer Veranlagungsbescheid zugeht, binnen zwei Wochen nach Empfang des Steuerbescheids, spätestens am 15. Februar 1935 nicht an die Finanzkasse, sondern an die Gemeindekasse oder auf das Postscheckkonto der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main Nr. 20767 zu erfolgen. Näheres über alle diese Punkte wird im Veranlagungsbescheid mitgeteilt werden. Der Gemeindevorstand vertraut darauf, dass die Gemeindemitglieder dieser- Steuererhöhung, zu der die Gemeindekörperschaften sich nur sehr ungern und nur unter dem zwingenden Druck der Zeit entschlossen haben, volles Verständnis entgegenbringen und das von ihnen geforderte Opfer im Interesse der Erhaltung unserer Gemeinde gerne auf sich nehmen werden. Vorstand der Israelitischen Gemeinde "jNVENTUR-VERKAUF ab Montag, den 28. Januar ■ Unsere guten Quali äten J SCHWARZSCHILD-OCHS hillinon Proicon — ____ _ __ billigen Preisen — DOCClylADirTl«» weiden Sie überraschen i i«>

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