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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-12-01 · 4 (12.1934) · p. Seite 146

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
4 (12.1934)
Date
1934-12-01
Page
Seite 146 (sequence 24)
Language
German
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Seite 146 - "Rudolf Kahn zum 80. Geburtstag Am 21. November feierte Herr Rudolf. Kahn, Sehubertstr. 1, in seltener geistiger und körperlicher Frische das seltene Fest des achtzigsten Geburtstages. Der Jubilar, der eine hervorragende Stelle im Geschäftsleben Frankfurts .und insbesondere der Nachbärstadt Offenbach einnimmt, hat den Angelegenheiten unserer Gemeinde stets sein lebhaftes Interesse zugewandt und sich insbesondere auch auf dem Gebiete der kulturellen Bestrebungen und der Wohlfahrtspflege tatkräftig bewährt. Wir wünschen diesem treuen Sohn unserer Gemeinde weiterhin einen sorglosen und frohen Lebensabend. Martha Nathan zum 60. Geburtstag Am 28. November vollendete Frau Martha Nathan, geborene Dreyfus, das 60. Lebensjahr, Die edlen Traditionen ihres väterlichen Hauses weiterführend —ihr Vater war Mitglied des Gemeindevorstandes und Delegierter zur Ica — ist Frau Martha Nathan im jüdischen Leben Frankfurts zu einer Wohltäterin von seltener Art geworden. Als Vorsitzende des Kinderheims der Weiblichen Fürsorge, als Vorstandsmitglied des Waisenhauses, als Förderin und Mitarbeiterin der Jüdischen Wohlfahrtspflege und der Flersheim-Sichel-Stiftung hat Martha Nathan in nie versagender Hilfsbereitschaft Segen gestiftet. In besonderem Maße hat sich Frau Nathan der Förderung der jüdischen Künstler angenommen und hierbei durch persönlichen Einsatz nicht nur soziale Hilfe geleistet, sondern auch durch die Gepflegtheit und Sicherheit ihres Geschmacks manchem Talent die Oeffentlichkeit erschlossen. Möge es unserer Gemeinde vergönnt sein, sich noch ungezählter Jahre der mitsorgenden Hilfe dieses verehrten Mitglieds zu erfreuen! 75. Geburtstag 17. November: Amson Frank, Gausstraße 36 24. November: Louis Trost, Oberweg 52 70 .Geburtstag 8. November: Abraham Heinemann, Am Tiergarten 18 11. November: Alfred Mayer, Friedberger Landstraße 23 29. Dezember: Siegmund Herz, Röderbergweg 24 Silberne Hochzeit Herr Louis Lerner, Friedrichstraße 29, beging mit seiner Ehefrau Johanna geb. Schweitzer am 28. November das Fest der Silbernen Hochzeit. Herr Lerner, der seit vielen Jahren als Hauptkassierer der Israelitischen Gemeinde tätig ist und sich der besonderen Wertschätzung und Sympathie seiner Mitarbeiter und weiter Kreise der Gemeindemitglieder erfreut, konnte an diesem Tage mit seiner Gattin herzliche und aufrichtige Glückwünsche von allen Seiten entgegennehmen. 26. Dezember: Hermann.Wetzler und Frau Berta geb. Stern, Zeißelstraße 13. Jüdische Chronik Deutschland Berlin. Die Pressestelle des Zentralausschusse-s der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau teilt mit: In letzter Zeit häufen sich wieder die Fälle, in denen sich Schwindler als Sammler jüdischer Hilfsstellen betrügerisch ausgeben. Wir .nehmen deshalb Gelegenheit, nochmals auf unsere bereits an das jüdische Publikum gerichtete Mahnung hinzuweisen, nur solchen Sammlern Geld zu geben, die sich ordnungsgemäß ausweisen können. Jeder Werber für die Sammlungen des Zentralausschusses, der zentralen Organisation des deutschen Judentums im Dienst von Hilfe und Aufbau, befindet sich im Besitz eines Lichtbildausweises. — Die Berliner Gemeindeverwaltung hat beschlossen, die Amtsdauer des - ursprünglich bis zum 1. Oktober eingesetzten Direktoriums zu verlängern. Das Direktorium besteht aus den Herren Direktor Heinrich Stahl, Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee und Moritz Rosenthal. Während der Abwesenheit des Herrn Direktor Stahl, der eine längere Orientreise angetreten hat, vertritt ihn im Direktorium der Berliner jüdischen Gemeinde Herr Kammergerichtsarzt a. D. Leo Wolff. — In Berlin fand vor kurzem unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Seligmann eine Fachbesprechung statt, die von den hei der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden gemeinsam mit der Reichsvertretung und dem Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau gebildeteten Anstaltsausschuß einberufen war und an der Vertreter von elf Krankenanstalten aus allen Teilen des Reiches teilnahmen. In eingehender Aussprache wurden sämtliche mit der Betriebsführung der Krankenhäuser zusammenhängenden Fragen erörtert. Der Erfahrungsaustausch bezog sich u. a, auf die — vor allem auch für die 3. Klasse wesentliche — Einrichtung der sogen, offenen Häuser (Belegung durch dem Krankenhaus nicht angehörende Aerzte), auf Fragen der angegliederten Röntgeninstitute, Einkauf und Verwendung von Medikamenten, Honorärsätze u. a. m. Besonderes Augenmerk wurde den Fragen des Nachwuchses und der Ausbildung zugewendet: Im Mittelpunkt dieser Erörterung stand die Sorge um den Nachwuchs an Aerzten und besonders für bestimmte Spezialfächer. Die finanzielle Lage der Krankenhäuser bildete einen weiteren Hauptpunkt der Tagesordnung. Unter Zugrundelegung der Ergebnisse der vom Anstaltsausschuß durchgeführten Rundfrage wurden die Verhältnisse der Krankenhäuser im einzelnen besprochen. Bei der Aussprache über die gegenwärtigen Beköstigungssätze wurden erneut die sehr erheblichen Schwierigkeiten in der Fleischversorgung hervorgehoben und über die gemachten Erfahrungen berichtet. Für den folgenden Tag hatte der Anstaltsausschuß eine Fachbesprechung der Schwesternheime und -vereine einberufen. An der Sitzung nahmen Vertreter von 9 Schwesternheimen und eine Reihe von Vertretern von Krankenhäusern teil. Allgemein wurde über mangelnde Meldungen geeigneter Lehrschwestern berichtet, trotzdem an sich ein Bedarf für jüdische Schwestern im In- und Ausland besteht.- Ein Meldungsaustausch wurde verabredet. Die Gewinnung eines ausreichenden und geeigneten Nachwuchses ist eng verknüpft mit der wirtschaftlichen Sicherstellung und der Versorgung im Alter. — Wie das Gesundheitsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin mitteilt, hat der Verband der Krankenkassen" im Bezirk des Oberversicherungsamts Berlin dem Kranken- DIREKTION: NE U ES THE ATER ARTHUR HELLMER SPIELPLAN Das klein« Cafe Das neueste, erfolgreiche, wienerische Lustspiel mit Musik von RALPH BENATZKY IM DEZEMBER:------'—-——- Inszenierung t Kurt Hell mar — Musikldtung: Mathlas Selber »iffSwii HEINZ RUHMANN indem schwank ..Ihr erster Maring.0.vonMOSER wmmmmmmm^m Wir suchen noch einige Werber für unser Abonnement, ■■■■■■■■hhmbbi I o. m. b. h. Neckarstr. 11 Fernruf 33344 i i.--,«-»-,.,.^^..............................-......-—-

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