Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 4 (12.1934)
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 144 (sequence 22)
- Language
- German
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Seite 144 Sitzung vom 8. November Sitzungsbericht von Louis Lern er Der Vorsitzende, Herr Dr. Eichard Merzbach, eröffnet in Anwesenheit von 26 Mitgliedern der Gemeindevertretung und 5 Mitgliedern des Vorstandes die Sitzung. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt der Vorsitzende des Hinscheidens des Herrn Barons Edmond de Rothschild: Dieser Todesfall hat die deutsche Judenheit schwer getroffen. Die gesamte jüdische Presse hat in eingehender Würdigung die hervorragenden Verdienste, die sich der Verstorbene in einem langen und gesegneten Leben um jede Art jüdisch-sozialer Arbeit erworben hat, geschildert. Was er aber durch seine vorbildliche Arbeit auf kolonisatorischem Gebiete geschaffen hat, steht besonders in der heutigen Zeit lebendig vor uns und wird für alle Zeiten beispielgebend sein. Das Ahdenken an diesen edlen Mann wird in der Frankfurter Gemeinde nicht erlöschen. Die Anwesenden hatten sieh zu Ehren des Verstorbenen von ihren Sitzen erhoben. Gemäß dem in der letzten Sitzung von der Gemeindevertretung gestellten Antrag hat der Vorstand beschlossen, für die Verbilligung des Fleischbezugs der rituell lebenden Familien des Mittelstandes, besonders zu den Feiertagen einen Betrag von EM. 1 000.— zu bewilligen. Diesem Beschluß wird zugestimmt. Gleichfalls in Verfolg der Verhandlungen in der letzten Sitzung hat der Vorstand der Gemeindevertretung anheimgestellt, einen Vertreter als stellvertretendes Mitglied in den Haushaltsausschuß der Eeichsvertretung zu benennen. Der Vorstand hat seinerseits als ordentliches Mitglied des Haushaltsausschusses Herrn Emil Oettinger gewählt. Die Gemeindevertretung nimmt hiervon Kenntnis und benennt ihrerseits als Stellvertreter Herrn Felix Meyer. Hieran schloß sich eine nichtöffentliche Sitzung. Ausbau des Rechnungs- und Revisionswesens bei jüdischen Körperschaften und Organisationen Bei allen jüdischen Körperschaften und Organisationen zwingt die Not der Zeit täglich von neuem zur Prüfung und Entscheidung, ob und in welchem Umfange die alten Institutionen in der bisherigen Weise weiter arbeiten ikönnen. Allerorts'besteht die Notwendigkeit zur Einsparung, Umstellung und Neuorientierung nach finanziellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Gesichtspunkten. " Die Eeichsvertretung der deutschen Juden ist sich der Bedeutung dieser Aufgabe bewußt und hat daher gemeinsam mit den großen jüdischen Organisationen in der F.W.I. (der Gesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher Interessen von in Deutschland wohnhaften oder wohnhaft gewesenen Juden nv-b. H.) eine Stelle geschaffen, die in der Lage ist, bei den erforderlichen Maßnahmen beratend und prüfend tätig zu werden. Seither schon durchgeführte Revisionen haben erwiesen, daß auf personellem und sachlichem Gebiete, sowie durch organisatorische Vereinfachung innerhalb der jüdischen Körperschaften sehr erhebliche, in hohe Summen ausmündende Beträge erspart werden können. Es ist daher für die Kultusgemeinden, ihre Finanzausschüsse usw. wie für die sonstigen jüdischen Körperschaften und Organisationen, insbesondere vor Verabschiedung der Etats 1935 zweckmäßig, sich der durch die Zentralstellen geschaffenen Einrichtungen zu bedienen und sie, sei es zur Vorberatung der Etatentwürfe, sei es zu Eevisionen oder zu Gutachten über Organisationsvereinfachung heranzuziehen. Hiermit nimmt die Eeichsvertretung eine Aufgabe in Angriff, die für die staatlichen und kommunalen Stellen von den Rechnungshöfen, -Kammern und -Aemtern, sowie den Sparkommissaren erfüllt wird. Ihre Bedeutung auch für die jüdischen Körperschaften und Organisationen liegt auf der Hand. Zur Durchführung dieser Aufgaben hat sich, der F.W.I. Herr Stadtrat a. D. Dr. jur. Michel, Frankfurt a. M., zur Verfügung gestellt, der aus seinem früheren amtlichen Wirkungskreis als mehrjähriger Dezernent des Eevisions- und Organisationsamtes der Stadt Frankfurt a. M. reiche Erfahrungen gerade auf diesem Spezialgebiet hat. •. Anfragen sind zu richten an die F. W. L, Gesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher Interessen von in Deutschland wohnhaften oder wohnhaft gewesenen Juden m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 158; HERRENSTOFF -ETAGE Ed. de Jonge & C9 das Haus der Qualitätstuche deutsch und englisch ROSSMARKT 71' FAHRSTUHL Ifl. KanarieMiie Vogelkäfige. 'Zie-fische u. Futter, be>tes Vogellutte, ifir alle Vögel Gg. Müller Wtißfunenstraße 12 Telefon Hansa 21765 mUiüt ■ marl Brlelmariensommler fn d«-n reiche Auswahlen in Briefmark. Alben,al'.Ka'al.^en.Zubehör Fa hrn.fietatung z. Geschenkzweck, Dr. Max Nassauer, Frankfurt-M. RnBmark 7. 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