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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-12-01 · 4 (12.1934) · p. Seite 143

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
4 (12.1934)
Date
1934-12-01
Page
Seite 143 (sequence 21)
Language
German
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Seite 143 konservative Richtung "der 'Gemeinde durch Herrn Gemeinderattbiner Dr. Hoffmann in seiner Eigenschaft als Mitglied der Reichsvertretung durchaus die Gewähr für die Wahrung ihrer religiösen Interessen besitze. Weiterhin ist Herr Dr. Mainzer der Ansicht, daß keine Veranlassung vorliegt, dem Vorstand irgendwelche Vorhaltungen darüber zu machen, daß er etwa geholfen hätte, die Autorität der Reichsvertretung zu untergraben, und es sei. daher nicht ■zweckmäßig, über diese Seite der Angelegenheit zu verhandeln. Demgegenüber erklärt Herr Felix M'eyer, daß in der Sitzung der Konferenzgemeinschaft von den Frankfurter Vertretern über eine Veränderung in der Zusammensetzung der Reichsvertretung gesprochen worden ist. Er verliest die betreffende Stelle aus der Protokollniederschrift dieser Sitzung. Es müsse aber verlangt werden, daß die Gemeindevertretung in solchen Fragen vorher gehört werde, und das sei der Grund gewesen, weshalb die Fraktionsführer sich gemeinschaftlich mit dem Ersuchen um Aufklärung au den Gemeindevorstand gewandt hätten. Die Gemeindevertretung sei nicht nur dazu da, in untergeordneten Fragen und 'bei Kreditgewährung mitzuwirken, sondern auch und hauptsächlich, um ihre Stimme abzugeben bei Angelegenheiten, die, wie die vorliegende, von grundsätzlicher und-weittragender Bedeutung. für die Gemeinde und für die Gesamtheit sind. Herr Dr. Pomeranz erklärt hiernach auf Gr.und der bisherigen Ausführungen, daß nach seiner Ansicht, die Rechte der Gemeindevertretung verletzt worden seien und daß, wenn auch unfreiwilligerweise, der Vorstand sich zum Bundesgenossen einer Sache gemacht hätte, die hoffentlich nicht die der Frankfurter Gemeinde sei. Hierauf wünscht der Vorsitzende des Vorstandes, Herr «Justizrat Dr. Blau, die Gemeindevertretung über vorausgegangene Erwägungen und Verhandlungen aufzuklären. Diese Mitteilungen würden zweifellos dazu führen, die Angelegenheit zu klären. Es wird hiernach beschlossen, die Debatte über die Vorlage in nichtöffentlicher Sitzung fortzusetzen. Es wird eine Reihe von Zuwendungen bekannt gegeben. Herr ProfesorlDr. Heinemann in Breslau hat der Gemeinde nachgelassene Aufzeichnungen seines Vaters zur Geschichte der Frankfurter Austrittsbewegung zum Geschenk gemacht. Frau Rabbiner Dr. May hat die Privatbibliothek ihres verewigten Gatten der Gemeinde 'unter der Bedingung als Geschenk überwiesen, daß die Bibliothek mit der bereits bei der Gemeinde befindlichen Dr. May-Bibliothek aus der Musterschule vereinigt und unverändert erhalten werde. Herr Robert Stricker hat für die Wochensyuagoge der Hauptsynagoge eine Almemordecke gestiftet. Die Gemeindevertretung nimmt Kenntnis und schließt s:ch dem Dank des Vorstandes an die Spender an. — Auf Antrag der konservativen Fraktion und nach Begründung durch Herrn Felii; Meyer wurde 'beschlossen, den Gemeindevorstand zu ersuchen, die Frage zu prüfen, ob den streng rituell lebenden Gemeindemitgliedern, soweit sie dem Mittelstand, bezw. den minderbemittelten Kreisen angehören, der Fleischbezug — besonders während der Feiertage — durch Ausgabe von Fleischverbillig 'ingskarten erleichtert werden kann, wie es z. B. bereiis seitens der Berliner Gemeinde geschieht. Evtl. wird gebeten, für diesen Zweck einen Betrag zu bewilligen und der Gemeindevertretung eine ■diesbezügliche Vorlage zu machen. — Es wurde ferner davon Kenntnis genommen, daß der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkraäler zur Veranstaltung einer Chanukkahausstellung Vir ^ie Zeit vom 2.—15. Dezember Räume des Rothschild-Museums mit gewissen Auflagen überlassen werden. — Von einer Einladung der Arnold Lazarus-Halle zu der Wiedereröffnung in den neu hergerichleten Räumen Königswarterstraße 26 wurde gleichfalls Kenntnis genommen. — Der Deutsche Landesverband des H e c b a 1 n z hat in der letzten Septemberwoche in Berlin eine Tagung i.Moaza) abgehalten und hierüber eine Sammelschrift „Werk und Werden" herausgegeben, welche er dem Vorstand übersandt hat. Die Gemeindevertretung nimmt Kenntnis. Hieran schloß sich eine nichtöffentliche Sitzung an. Damenwäsche a Strümpfe Handschuhe kaufen Sie in bester Q lalität immer preiswert Spezial&ans S. MARX, Schiiierslr. u Ka' Schuhe fflr Gross und Klein bei & Concenlra Der geschmackvolle Schuh zum billigen Preis von BENEDIKT Allbekannt & gute Kofferu. 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