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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-11-01 · 3 (11.1934) · p. Seite 99

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
3 (11.1934)
Date
1934-11-01
Page
Seite 99 (sequence 21)
Language
German
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Seite 99 ler, der zu den Impressionisten der fanzösischen Schule, unter der er sich von 1903 bis 1914 entwickelte, gerechnet werden kann. Italien. Der italienische Rundfunk hat eine Erklärung Über die Stellung" der Juden in Italien verbreitet. In der Erklärung heißt es u. a.: „Die Juden genießen in Italien dieselben Rechte wie alle übrigen Staatsbürger und tragen auch dieselben Pflichten wie alle Italiener. Antisemitismus war in Italien stets unbekannt und auch heute besteht den Juden gegenüber kein Vorurteil. Die Juden haben sich immer als treue und zuverlässige italienische Bürger erwiesen; im Kriege haben sie Schulter an Schulter mit ihren italienischen Kameraden tapfer gekämpft. Darum werden auch Juden wie alle anderen Bürger zu höchsten Aemtern in der Staatsverwaltung und in der Armee berufen. Auch die höchsten Ehrungen werden den Juden nicht vorenthalten: So zählen Juden auch zu den Mitgliedern der italienischen Akademie. Das vaterländische Bewußtsein ist bei den Juden Italiens stark entwickelt; sie sind treue Anhänger des Fascismus, der Rassengegensätze nicht kennt." — Die den offiziellen italienischen Kolonialkreisen nahestehende Zeitschrift „Azione Coloniale" veröffentlicht einen Artikel, dessen Autor, Armando Bavaj, sich vor kurzem in Palästina aufgehalten hat. Der Aufsatz schließt mit folgenden Ausführungen: „Italien kann sich gegenüber der Notwendigkeit zur Lösung des Problems der heiligen Stätten in Palästina nicht gleichgültig verhalten. Es ist berechtigt, im Namen der Interessen der katholischen Welt im Zusammenhang mit den Richtlinien der englischen Palästina-Politik seine Stimme deutlich vernehmen zu lassen. Italien will keine antizionistische Politik treiben, es will auch nicht die Einwanderung der Juden nach Palästina, und ihre Fortschritte in diesem Lande stören, es kann aber auch nicht ein Programm akzeptieren, das darauf hinausgeht, unter Förderung der Entwicklung der Juden die historischen Positionen der Christen und Katholiken in Palästina zu opfern."' — Bei der Entbindung der italienischen Kronprinzessin Jose Maria wurde der berühmte jüdische Gynäkologe und Professor an der Universität Rom, Dr. Artom, der aus Rom nach Neapel berufen worden war, zur medizinischen Hilfeleistung herangezogen. Jugoslawien. Zum Begräbnis König Alexanders Ii. haben alle bedeutenden jüdischen Gemeinden in Jugoslawien Abordnungen nach Belgrad entsandt. Dem Oberrabbiner Dr. Alkalay wurde bei dem Begräbnis der Platz neben den höchsten Würdenträgern und neben dem Erzbischof von Belgrad zugewiesen, wie dies auch beim Empfang des jungen Königs Peter DT. der Fall war. — An der tiefen Landestrauer um den ermordeten König nimmt die jugoslawische Judenheit besonders erschüttert Anteil. Sämtliche Synagogen und öffentlichen jüdischen Gebäude tragen Trauerschmuck, in allen Synagogen wurden Trauergottesdienste abgehalten, das Oberrabbinat hat einen Trauermonat proklamiert. — An der feierlichen Sitzung des jugoslawischen Parlaments, in der die Mitglieder des neuen Regentschaftsrats vereidigt wurden, nahmen auch die Vertreter der jugoslawischen Judenheit teil und unterzeichneten das Treuegelöbnis. Oesterreich. Der Ministerrat hat in einer unter dem Vorsitz des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg abgehaltenen Sitzung das Kulturrat-sgesetz zum Beschluß erhoben. Danach wird der Bundeskulturrat aus 8 Vertretern der römisch-katholischen Kirche, je einem Vertreter der evangelischen Kirche und der Israelitischen Religionsgesellschaft, 22 Vertretern des Schul- und Volksbildungswesens und je 4 Vertretern von Kunst und Wissenschaft bestehen. — Amtlich wird mitgeteilt: „Der Erlaß des Bundesministern«!« für Unterricht an den Stadtschulrat für Wien, durch den Weisungen über die Teilung von Mittelschulklassen in Parallelzüge gegeben wurden, hat vereinzelt zu Folgerungen geführt, die nicht beabsichtigt waren. Es muß festgestellt werden, daß der Erlaß nicht den Zweck verfolgt hat, eine Trennung der Schüler nach konfessionellen Gesichtspunkten vorzunehmen, sondern daß er ausschließlich von schultechnischen und finanziellen Erwägungen ausging. Um. etwaigen Schwierigkeiten zu begegnen, die sich aus der Durchführung des Erlasses für einzelne Schüler infolge Ausscheidens aus ihrem bisherigen Klassenverbande ergeben sollten, hat das Bundesministerium für Unterricht an den Stadtschulrat für Wien einen Erlaß gerichtet, in dem es ihn ermächtigt, nach Ueberprüfung der vorgebrachten Klagen der Elternschaft geeignete Vorkehrungen zur Milderung solcher Schwierigkeiten zu treffen." — Die vor kurzem verkündete Kodifizierung des Schulerlasses über die konfessionelle Klassentrennung in Oesterreich hat bisher noch keine praktische Auswirkung gezeigt. Die jüdischen Kinder, die nach den Sukkoth-Feiertagen wieder zur Schule kamen, mußten wie bisher die abgesonderten Schulklassen aufsuchen. Es wird, sich erst zeigen, ob der neue Erlaß eine ausreichende Garantie dafür bietet, daß die Gleichstellung der jüdischen Kinder wiederhergestellt wird. — Der Export Oesterreichs nach Palästina nimmt sprunghaft zu. In den ersten sieben Monaten 1934 betrug er 31.387 Meterzentner im Werte von 4,7 Millionen Schilling gegen 15.179 Meterzentner im Werte von H ERRE N STOFF-ETAGE Ed.de Jonge&C? dasHaus der Qualitätstuche deutsch und englisch ROSSMARKT 7" FAHRSTUHL Bin »^Porzellan und alle übrigen Fabrikate Kailee-Servlce e * 7.60 Speise-Service 6 Pers. abii- B I N G IST BILLIG! Kalserstr. 4 Inh. P. Buseck A. Loeb Teppiche und Gardinen uttmann Neue Krame '16 Frankfurt am Main RADIO .... immer das Neueste EHRENFELD FRANKFURT AM MAIN ZEIL 104 (neben Hauptpost) Telefon 20376 PFUNDWÄSCHE sauber preiswert.~LieferungI.frei Haimann Schärf, Scniofj-strafjeso, Tel. 74893 WÄSCHEREI HAUSFRAU HERRENWÄSCHE sauber preiswert. Lieferung frei. Haimann Schärf, Schbfj-Straije so, Tel.74893

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