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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-11-01 · 3 (11.1934) · p. Seite 100

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
3 (11.1934)
Date
1934-11-01
Page
Seite 100 (sequence 22)
Language
German
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Seite 100 Moß 1.97 Millionen Schilling im Vorjahre. Fast die gesamte Ausfuhr entfällt auf Fertigware, deren Wert im erwähnten Zeitraum 4.5 Millionen Schilling betrug. — Aus gut informierter Quelle wird mitgeteilt, daß der berühmte jüdische Musiker Arnold Rose demnächst in den österreichischen Staatsrat berufen werden wird. Arnold Rose ist erster Konzertmeister der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker. Das von ihm geleitete Rose- •Quartett ist in der ganzen Welt -bekannt. — Am 15. Oktober hat •der frühere langjährige Präsident der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, Generaloberstabsarzt Prof. Dr. Alois Pick in seltener geistiger und körperlicher Rüstigkeit seinen 75. Geburtstag gefeiert. — Im Alter von erst 48 Jahren ist in Wien der Präsident •des dortigen Palästina-Amtes, Dr. Simon Horowitz. an den Folgen einer Lungenembolie gestorben. Polen. Am Sonntag, den 23. September, ist es in Lemberg ^u schweren judenfeindlichen Ausschreitungen gekommen, bei denen in jüdischen Lebensmittelgeschäften, denen mit Rücksicht auf die nachfolgenden jüdischen Feiertage durch eine besondere Verordnung gestattet worden war, offenzuhalten, arge Verwüstungen angerichtet worden. — In der westgalizischen Stadt Jaslo brach ein großer B r a n d aus, dem u. a. auch die Synagoge zum Opfer fiel. Die Jasloer Synagoge war die älteste Westgaliziens. Sie stammte aus dem 12. Jahrhundert und war ein Baudenkmal von außerordentlich hohem Kunstweit. — Im Alter von 109 Jahren ist in Dubno der dortige Rabbiner Mendel Rosenfeld gestorben. Rabbiner Rosenfeld, der sich unter der jüdischen Bevölkerung Dubnos großer Beliebtheit erfreute, hatte das Amt des Stadtrabbiners 60 Jahre lang verwaltet. Rumänien. Anläßlich der Feierlichkeiten, die im Zusammenhang mit dem Kongreß der Vereinigung für die orthodoxe Einheitskirche in der transsylvanischen Stadt Lugosch veranstaltet wurden, richtete König Carol II. von Rumänien an die Bevölkerung Rumäniens den eindringlichen Appell, Konfessions- und Rassenfrieden zu wahren. Amerika New York. Am 24. September ist der bekannte Philanthrop und Führer des amerikanischen Reform-Judentums Ludwig V o g e 1 s t e i n, nachdem er eine Herzattacke erlitten hatte, im Mount Sinai-Hospital gestorben. Ludwig Vogelstein, der ein Alter von 63 Jahren erreicht hatte, war ein Bruder des bekannten Breslauer Rabbiners und jüdischen Gelehrten Dr. Hermann Vogelstein Der Verstorbene hat sich besonders in der amerikanischen Good Will Union betätigt, deren Ziel es ist, gegenseitiges Verständnis unter allen konfessionellen Gruppen Amerikas zu fördern. Washington. Eine jüdische Abordnung hat im Weißen Hause vorgesprochen, um Präsident Roosevelt bekanntzugeben, daß seine Name in das Goldene Buch. des Jüdischen Nationalfonds eingetragen worden ist. Asien Istambul. Im Alter von 70 Jahren ist in Istambul der hervorragende jüdische Marinearzt, Dr. Victor B e y G a 1 i m i d i, gestorben. Dr. Galimidi, der im Rang eines Oberstabsarztes der türkischen Flotte stand, war zuletzt Leiter des Zentralkrankenhauses der türkischen Marine. Im Kriege hat er sich durch seine Tapferkeit besondere Verdienste um das Vaterland erworben. Er war Inhaber sämtlicher türkischen Tapferkeits-Auszeichnungen. Palästina. Bei den am 26. September, zum ersten Mal wieder seit acht Jahren, in Jerusalem durchgeführten Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung wurden von der jüdischen Einheitsliste die Kandidaten Samuel Ende, Hyam Solomon und Joseph Hachmaschwili gewählt. Auf Grund des endgültigen Ergebnisses der Stadtratswahlen in Jerusalem am 26. September werden dem Stadtrat 6 jüdische und 6 arabische (4 mohammedanische und 2 christliche) Mitglieder angehören. Zwei weitere Stadtverordnete werden den Bestimmungen der Gemeindewahlordnung gemäß von der Regierung ernannt werden. Daniel Auster, einer der neugewählten jüdischen Stadtverordneten in Jerusalem, hat auf sein Mandat verzichtet. Ueber die Gründe dieses Schrittes erklärt et-, jetzt noch nichts bekanntgeben zu können, stellt aber die Veröffentlichung einer Erklärung in Aussicht. Durch den Rücktritt Austers ist eine Nachwahl in einem der jüdischen Wahlkreise notwendig geworden. — Am 10. Oktober fand in Anwesenheit des Vorsitzenden des Jüdischen Nationalfonds M." M. Ussischkin die feierliche Grundsteinlegung zu der nach dem verstorbenen Präsi- FÜR ALLTÄG u. FESTLICHKEITEN Brot . Brötchen Kuchen Konditoreiwaren Gebäcke . Mehl Nudeln Zwieoack Schokolade Pralinen Kakao u. s. w? NOCH NIE SO GUT alles bei der O-H FEINBÄCKEREI G.M.B.H. PflssBIIöer.Porlröl Aufnahmen SöniSön&Co. 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