Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 3 (11.1934)
- Date
- 1934-11-01
- Page
- Seite 98 (sequence 20)
- Language
- German
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Seite 98 sehen aus jüdischen und nichtjüdischen Kreisen fanden die Beisetzungsfeierlichkeiten für Rabbiner Dr. Goldmann statt. Die Synagoge in der Gottschedstraße, an der der Verewigte gewirkt hatte, war derartig überfüllt, daß etwa tausend Menschen keinen Einlaß finden konnten. Auf dem Friedhof hatten sich Tausende von Menschen eingefunden, öemeinderabbiner Gustav Cohn entwarf ein eingehendes J3ild von dem Wirken des Dahingeschiedenen und seiner sittlichen und geistigen Größe. — Prenzlau. In der Synagoge zu Prenzlau fand eine Abschiedsfeier für Rabbiner Dr. B ä h r statt, der fast ein halbes Jahrhundert in seiner Gemeinde das Rabbineramt bekleidet hat. _ Ausland Europa England. Der Conseil der JCA hat in seiner letzten Sitzung an Stelle des wegen hohen Alters ausgeschiedenen Sir Leonard Cohen zum Mitglied des Conseil Lord Erleigh gewählt. An Stelle des verstorbenen stellvertretenden Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt a. M., Rechtsanwalt Dr. Eduard Bärwald, hat der Vorstand der Frankfurter Gemeinde Herrn Bankier Emil Oettinger delegiert. An Stelle des verstorbenen Professor Salomon Reinach ist Herr Jacques Helbroner in den Conseil eingetreten. Durch das Ausscheiden des bisherigen Präsidenten Sir Leonard Cohen war eine Neuwahl des Präsidiums nötig. Es wurde zum Präsidenten der JCA einstimmig Sir Osmond d'Avigdor G o 1 d s m i d gewählt. — In London verstarb im Alter von 84 Jahren der berühmte Physiker Sir Arthur Schuster, 50 Jahre lang Professor der Physik an der Universität Manchester. Er wurde 1851 in Frankfurt a. M. als Kind jüdischer Eltern geboren und hat in England seine zweite Heimat gefunden. Frankreich. In die Trauer um den am 15. Oktober im Alter von 74 Jahren verstorbenen ehemaligen französischen Präsidenten und Ministerpräsidenten Raymond P o i n c a r e, die das französische Judentum mit. der übrigen Bevölkerung Frankreichs empfindet, klingt als besondere Note die Erinnerung an die. Stellung des Verstorbenen zu jüdischen Problemen und sein Eingreifen in Ereignisse, die das Leben der französischen Judenheit zu tiefst betrafen. Zur Zeit der Dreyfus-Affäre hatte Poincare zunächst eine äußerst reservierte Haltung eingenommen, um später einer der eifrigsten Vorkämpfer für den Nachweis der Unschuld des Hauptmanns Dreyfus zu werden. Für die zionistischen Bestrebungen in Palästina hatte Poincare zu wiederholten Malen 6eine Sympathie bekundet. Als das französische Pro-Palästina- Komitee zur Unterstützung der zionistischen Arbeit in Frankreich begründet wurde, übernahm Poincare den Ehrenvorsitz dieses Komitees. Andererseits betrachtete Poincare die Juden Frankreichs als endgültig der französischen Nation eingegliedert. In einer 1928 abgegebenen öffentlichen Erklärung sprach er die Ansicht aus, daß die zionistische Bewegung etwas Selbstverständliches für die Juden gewisser Länder sei, in Frankreich aber seien die Juden seit langem mit der französischen Nation verschmolzen und hätten nicht das Bedürfnis nach einer anderen Heimstätte. — Der durch seine langjährige künstlerische Tätigkeit in Berlin bekannte Theaterdirektor und Regisseur Victor Barnowsky hat in Paris eine Schauspieltruppe zusammengestellt, die am 12. Okt. mit einer Aufführung von Shakespeares „Wie es Euch gefällt" im Theater der Champs Elysees vor die Oeffentlichkeit trat. Griechenland. Der griechische Ministerpräsident Tsaldaris veröffentlicht eine Erklärung, in der er bekanntgibt, daß die Regierung fest entschlossen sei, die besonderen Wahlkurien für die Juden in Saloniki und die Türken in Thrazien nicht wieder zu errichten. Holland. Das Amsterdamer jüdische Hilfskomitee für aus Deutschland ausgewanderte Juden, von dem vor kurzem gemeldet wurde, es werde seine Unterstützungstätigkeit einstellen und nur noch ein Informationsbüro aufrechterhalten, teilt -nunmehr mit, daß es im Hinblick auf die große Zahl ausgewanderter Juden in Holland, die noch jetzt unterstützungsbedürftig sind, beschlossen hat, seine bisherige Tätigkeit fortzuführen. Das Komitee ist bemüht, die Ausgewanderten in den verschiedenen Ländern zur dauernden Ansiedlung zu (bringen, und wird sich auch weiterhin neu ankommenden Auswanderern annehmen. — Der Maler Isaak Israels, der Führer der holländischen Impressionisten und Sohn des berühmten Josef Israels, ist an den Folgen einer Verletzung, die er bei einem Autounfall erlitten hatte, gestorben. Isaac Israels, 1865 in Amsterdam geboren, wurde schon mit 16 Jahren durch das vorzügliche Porträt der Frau Enthoven und das Gemälde „Trompeter-Uebungen in der Kaserne" (Museum Mesdag, Haag) berühmt. 1882 hatte er mit dem Gemälde „Militärbegräbnis" in Paris einen großen Erfolg. Er war der einzige bedeutende holländische KünsttfSöH. MET ALLBETTEN 32.- 29/- 27.- 23.50 22.- 17.50 15.- Kinderbetten u. Fahrbetten 29.- 25.- 21.- 19.- 16.50 14.60 12 50 Aufartehen von Deckbetten, Kissen und Matratzen. Bettfedernrelnlgunn. MATRATZEN 4tig. aus der eigenen Fabrik Seegr.24.-22.-20, I ^'l^5^' WoQa 29.-26.-22^ | RöBh.fTS^-98.-76.- Sehlaraffla n. Shirt. 110.- 95- bis 52.- FedÄ-,4.5o.4^,3i5|Daunen11.-.9.-bis6^ 2.75. 225 bis 65 .f | Sota-Kissen, Truhen. 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