Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 12 (8.1934)
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 486 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 486 Als feierliche Einleitung der gemeinsamen Arbeit bradite Konzertmeister Bergmann ein Präludium von Badi zu Gehör und dadurch zugleich die ^Teilnahme des jüdischen Kulturbundes zum Ausdrude. In Vertretung von S.-R. Dr. Ettlinger begrüßte im Namen der Gemeinde und des Kulturbundes Herr Oettinger die Anwesenden. Prof. W. V. Simon sprach im Namen des Verwaltungsrats, der der jungen Organisation weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht. Dann gab Herr Robert Hirschfeld, Berlin, Vorsitzender de* jüdischen Blinden Deutschlands, aus seinem reichen Erleben Deutung und Leitung. Irma Dresdner, gleichfalls lange im Reichsbund Körperbehinderter tätig, beriditet über die Entstehung -der ,,Selbsthilf egeme"inschaft jüdischer Körperbeschädigter" und der Frankfurter Ortsgruppe, sowie deren Ziele und Aussichten. — Herzlidie Zustimmung und Bereitsdiaftserklärungen wurden von der Sanitätsabteilung des TSV. Schild, von der 1. Volksschulklasse am Philanthropin, deren Buben und Mädels sidi schon vorher als Helfer bewährt hatten, und durch Herrn Herbert Frohmann für den Reidisbund jüdischer Frontsoldaten abgegeben. Rabbiner Dr. Horovitz, als Vertreter der Zentral-Wohlfahrtsstelle der deutsdien Juden und der jüdischen Wohlfahrtspflege Frankfurts, spradi besonders warme Worte und stellte der Geschäftsstelle eine Bibliothek in Aussicht. Vorleser und Führer sind sdion gewonnen, desgleichen eine Anzahl Förderer, Mitglieder und Paten für einzelne Bedürftige. Sprechstunden: Dienstag von —20 Uhr, Mittwoch und Freitag von 10—11 Uhr (Fr. bes. f. Blinde) in der Geschäftsstelle: Bleichstr. 8, Tel. 23912. Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe Frankfurt a. M., Fahrgasse 146 III., Tel. 26 976, Postsdieckkonto „Jüdische Nothilfe t933", Frankfurt a. M. 29990. Allgemeine Sprechstunden : Montag bis Donnerstag von 15^—1" Uhr, Montag, Dienstag, Donnerstag für Kaufleute. Mittwoch: Rechtsberatung. Soweit einzelne Rechtsangelegenheiten eingehende Bearbeitung erfordern, werden bedürftige Reditssudiende den hiesigen jüdischen Anwälten zur unentgeltlichen Betreuung auf deren Büro überwiesen. Auf die Kurse in Stenographie für Anfänger und Fortgeschrittene wird hingewiesen. — Auch Kurse in französischer und englischer Stenographie können bei genügender Beteiligung eingerichtet werden. Anmeldungen in den Spredistunden der Beratungsstelle. Wir suchen gebrauchte Schreibmasdiinen für unsere Wohnräume der Umschichtler. . Bücher gesucht Für das Beth Chaluz und für das jüdisch-religiöse Kulturwerk für hessische Landgemeinden werden Bücher erbeten. Mitteilung an die Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe, Fahrgasse 146, Tel. 26976. Juristisch-wirtschaftliche Beratungsstelle des CV. Die juristisch-wirtschaftliche Beratungsstelle des Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Landesverband Hessen-Nassau und Hessen und Ortsgruppe Prankfurt a. M., Stemweg 9, Zimmer 22, (Spredistunden täglich außer Samstag und Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr) erteilt im Einvernehmen mit den jüdischen Spezialorganisationen im Rahmen der Richtlinien der Reidisvertretung der deutschen Juden Rechtsauskünfte in allen juristischen und wirtschaftlichen Fragen, die mit der neuen Gesetzgebung zusammenhängen. Ferner werden Kollektiv- und Einzelschritte bei Behörden und Verbänden bearbeitet. ■ Um eine«unnötige zeitraubende Belastung der Beratungsstelle, welche jedem deutschen Juden zur Verfügung steht, zu vermeiden, wird gebeten, alle für die Auskunft wichtigen Belege mitzubringen und die Sprechzeit möglichst einzuhalten. Jüdischer Arbeitsnachweis Männlich Sprechstunden: . Fi ■ für gewerbliche Arbeitsuchende: Montag. Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr; für kaufmännische Arbeitsudiende: Dienstag und Donnerstag von 9 bis 13 Uhr. . § ■ Berufsberatung, Le'irstellenvermittlung und Berufsumschichtung: Dienstag Nachmittag von 4 bis 7 Uhr. Offene Stellen liegen vor: für jüngere bilanzsichere Buchhalter, flotte Stenotypisten mit und ohne Sprachkenntnisse, Expedienten. Lageristen mit Schreibmaschinen- und Stenographiekenntnissen, Reisende mit Führerschein und Sprachkenntnissen; tüchtige Tapezierer-, Polsterer- und Weißbindergehilfen, Maß- und Konfektionsschneider, Zuschneider, Mustermacher und Zuschneider aus der Lederbranche, Modelleur aus der Schuhbranche, Dekorateure für Stapelfenster und Innendekoration. Gesucht sind: Handwerkliche Lehrstellen mit und ohne Schabbos-frei in Stadt und Land, Anlernstellen in gewerblichen Betrieben. Arbeitgeber, meldet uns jede vorkommende Dauer- und Aushilfstelle! Verlangen Sie Arbeitskräfte 'für die Urlaubszeit! AVeit über 500 Arbeitsudiende sind bei uns gemeldet und warten auf Vermittlung! * Ii!»; Um boonders auch die Not der älteren Arbeitsuchenden zu lindern, ist es Pflidit eines jeden jüdisdien Arbeitgebers, bei Einstellungen eingehend zu prüfen, wie weit es möglich ist, Schwerkriegsbeschädigte, Frontkämpfer, kinderrt die und ältere Angestellte u.id Arbeiter zu berücksichtigen. Uurcie gemeinnützige Schreibstube nimmt jederzeit Vervielfältigung:*:, ufträge, Adressenschreiben usw. bei promptester Ausführung entgegen. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Jnden E. V. Frankfurt a. M., Hans-Handwerk-Straße 30, parterre, Rufnummer-. 26162. _ | Weiblich | Sprechstunde nur nachmittags von 3 bis 6 Uhr. Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung Mittwoch von 3 bis 5 Uhr. Wir empfehlen: Tüchtiges Geschäftspersonal: Buchhalterinnen, Kontoristinnen, Stenotypistinnen (auch mit eigener Maschine), Verkäuferinnen, Schneide- Irinnen, Näherinnen und Flickerinnen, Modistinnen, Kunststopferin guten Referenzen. Tüchtiges Hauspersonal: Stützen, Haushälterinnen, Hausdamen, Kindergärtnerinnen, Kinderfräuleins, Kindermädchen, Köchinnen und Monatsfrauen. Lehrerinnen und Studentinnen für Unterricht und Nachhilfestunden, zur Beaufsichtigung und Beschäftigung der Kinder. Wir suchen tüchtige Alleinmädchen mit guten Zeugnissen! Arbeitgeber im Bedarfsfalle: i Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Hans-Handwerk-Straße 3 Telephon 25462. Arbeitsnachweis der Weiblidwn Kiirsurge, Hans-Handwerk-Straße 3, Tel. 25462. Dringende Bitte! Der Verein selbständiger israelitischer Handwerker und Ge- * werbetreibender e. V., liier, bittet seine Mitglieder offene Stellen für Gehilfen, Lehrlinge u. dergl. dem Verein Berufsberatung-und Arbeitsnachweis für Juden e. V., Hans-Handwerk-Straße 30, Telephon 26162, zu melden. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen" Einrichtung befindet sich Esdiersheimer Landstraße 65, pt. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr. Tagesheim der erwerbslosen jüdisdien Jugend, Königswarterstraße 26 (Leitung: Dr. Fritz Mayer, Hermannstraße 5, parterre, Tel. 51775) Das Heim ist geöffnet: Montag bis Donnerstag 10—12 und 14—20 Uhr, Freitag 10—12 und 14—17 Uhr Sonntag 15—18 Uhr Arbeitsplan Montag bis Donnerstag, 14—20 Uhr, Schreinerlehrwerkstätte (Leitung: Herr Karl Rosenthal) Montag: 14—16: Neuhebräisch für Anfänger (Leitung: Herr M. Kascalzki); 17—18: Französ. f. Fortgeschr.; 18—19: Französ. f. Anfänger. Dienstag: 14—17: Bastelkurs; 17—18: Stenographie f. Fortgeschr. (Leitung: Frau Postawelski); 18—19: Engl. f. Anfänger. Mittwoch: 14—16: Bastelkurs; 16—17: Französ. f. Anfänger; 17—18: Französ. f. Fortgeschr.; 18—19: jüd. Gesch. Donnerstag: 15—17: Kurs in Plakatschrift (Leitung: Frl. M. Lerner); . 17—18: Deutsche Korrespondenz f. Anfänger; 18—19: Engl. f. Anfänger.. Freitag: 15—16: Besprechung von Tagesfragen; 16—17: Deutsche Korrespondenz f. Fortgeschr. Sonntag: 17—18: Heitere Rezitationen. Täglidi vormittags: Spiel, Musik, Lektüre, Tischtennis, Fußball, Schreibmaschinenübungen nach Verabredung. Jugenddienst Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des Jüdischen Frauenbundes Frankfurt am Main Mill—allen alleinstehenden J ugendlichen eine beratende H~e 1 f e r i n zur Seite stellen. Anfragen und "Mitteilungen an die Geschäftsstelle Hans-Handwerk-Straße 3. Wohnräume der Weiblichen Fürsorge Die Wohnräume der Weiblichen Fürsorge, Bäckerweg 26, (str. rit.) nehmen jetzt audi junge Mäddien zur Erlernung des Haushalts auf. Näheres Tel. 24S50. Schränke Das Heim des Jüdisdien Frauenbundes braucht dringend einige Kleider¬ und Wäscheschränke (Neu-Isenburg, Taunusstraße 9). Jüdischer Kammer-Chor, Frankfurt a. M. In einem Prospekt legt der Jüdische Kammerchor über seine Tätigkeit im ersten Jahre seines Bestehens Bericht ab. 13 Konzerte fanden in- und außerhalb Frankfurts mit verschiedenen Programmen und mit großem Erfolg-bei Publikum und Presse statt. Für die Spielzeit 1954/35 sind u. a. in Vorbereitung: Rossi: Hebräische Gesänge. Palestrina: Aus dem „Hohen ■ Liede". Schütz: Psalmen. Zeitgenössische Chormusik von Lendvai, Herrn. Reutier, Josip Slavenski. Gesänge jüdischer Komponisten: Herbert Fromm, Erich Itor Kahn, Rieh. Rosenberg. Hugo Adler: Thora-Gesänge für die Hohen Feiertage (Uraufführung). Singgemeinsdiaft und Kammer-Streich-Vereinigung der Musikfreunde. . Die Singgemeinschaft und Kammer-Streich-Vereinigung der Musikfreunde (Leitung: Artur Holde) beschloß die Reihe ihrer Veranstaltungen bis zu den Sommerferien mit einem sehr stark besuchten „Geselligen Abend" in den Räumen des Israelitischen Mädchenheimes am Taunusplatz. Für den ausgedehnten, außerordentlich beifällig aufgenommenen bunten Teil hatten sich "Else Buschhof, Liesel Hirsch, Senta Würzburger, Tony N e u - haus, Erni Feitier, Julius Stern mit ernsten und heiteren Gesangsvorträgen zur Verfügung gestellt. Witzige Rezitationen steuerten die Herren Mansbach, Kuttner und als gewandter Conferencier -Kurt Rosenb u s c h , außerdem Frau R. Marx bei. Um die Begleitung machten sich die Damen Ziegelstein, Eppstein, die Herren Firnberg und Lesern verdient. Zu den vielen Ueberraschungen des Abends gehörte eine Tombola mit von Mitgliedern gestifteten Gewinnen. Die Palästina-Ausstellung der Frankfurter Zionistischen Vereinigung, die ursprünglich für Anfang Juli geplant war, mußte aus zwingenden Gründen versdioben werden. Eine neue Benachrichtigung ergeht zu gegebener Zeit. Philanthropin In der zweiten Augusthälfte findet ein Philanthropin-Abend: „Jüdisches aus deutschem Kulturbereidi" (Worte, Klänge, Bilder) statt. Verschiebung der Palästina-Ausstellung Arbeitsgemeinschaft für jüdische Erbforschung und Erbpflege Die Arbeitsgemeinschaft für jüdische Erbforschung und Erbpflege (Leiter: Frauenarzt Dr. W. Nußbaum) , Berlin W. 57, Potsdamer Straße 92, deren Arbeiten auf den verschiedenen einschlägigen Gebieten bereits weit fortgesdiritten sind, bedarf zu weiteren Forschungszwedcen der Feststellung alteingesessener Familien. Aus diesem Grunde ergeht folgender Aufruf: Familien, die bereits um das Jahr 1800 in Deutschland ansässig gewesen sind, werden' gebeten, sich bei der obigen Arbeitsgemeinschaft unter Angabe ihrer genauen Adresse zu melden. Diese Meldungen sind im Interesse der -wissenschaftlichen Erforschung des deutschen Judentums dringend erforderlich und erwarten wir, daß die Nennungen ohne Ausnähme erfolgen werden.. ■■" - "