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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-07-01 · 11 (7.1934) · p. Seite 443

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
11 (7.1934)
Date
1934-07-01
Page
Seite 443 (sequence 21)
Language
German
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Seite 443 Anstalten und Vereine Talmnd Thora-Verein Samstag, den 7. Juli, 1J4 St. vor Nacht, im Hörsaal der Synagoge am Börneplatz, Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Neuhäusl „Schicksal und Tragödie. Eine Betrachtung zu den drei Wochen". Fortbildungsunterricht für Knaben und Mädchen täglich ab 3 Uhr nachmittags. Fortbildungsunterricht für junge Leute täglich ab 8 Uhr abends. Gesellschaft für jüdische Volksbildung e. V. Die Gesellschaft für jüdische Volksbildung e. V. wird sich nunmehr mit besonderer Intensität den von ihr bisher gepflegten Aufgaben widmen. So sind für die nächste Zeit Eiuzelvorträge. Besichtigungen jüdischer Kulturstätten, religiöse Weihestunden mit musikalischer Umrahmung anläßlich der Feiertage und anderes mehr geplant. Nicht zuletzt sollen volksbildnerisdie musikalische Veranstaltungen in das Programm auf; genommen weiden. Aus dem Programm für die nächsten Wochen sei einstweilen besonders hervorgehoben: Montag, den 2. Juli, 20% Uhr, im kleinen Saal der Frankfurt-Loge, Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Leopold Neuhaus: „Was müssen wir vom Talmud wissen?" — Sonntag, den 8. Juli, Besichtigungsfahrt nach Worms zu den alten jüdischen Stätten. — Sonntag, den 15. Juli, nur für Schüler und Schülerinnen: 8 Vi Ü h r vormittags Besichtigung des alten israelitischen Fried-. hofes am Börneplatz (Führung: Rabbiner Dr. Jakob Horovitz), 10 Uhr vormittags, Besichtigung des jüdischen Museums, Fahrgasse 146, (Führung: Dr. Hermann Gundersheimer und Ida Posen). — Ende August: Vortrag des Herrn Dr. Ernst Simon. — Montag, den 3. September, 20% Uhr, anläßlich des Rausch-ha-Schonoh-Festes, musikalische Feierstunde unter Mitwirkung des Kammerchors. Dirigent Dr. Nathan Ehrenreich. Religiöse Ansprache: Rabbiner Dr. Heinrich Lemle. Dienstag, den 2. Oktober, 20% Uhr, anläßlich des Simchas-Thora- Festes, heiteres Schallplattenkonzert. — Für die folgenden Monate ist ein reichhaltiges und vielseitiges Programm in Vorbereitung, außerdem ist die Herausgabe des Luach, die seit einigen Jahren unterbrochen war, für das Julir 5695 geplant. Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung Die Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung bei der Reichsvertretung der deutschen Juden (Sitz: Frankfurt a. M., Fahrgasse 146) bereitet nach der Tagung in Herrlingen und der Lernzeit in Bad Kreuznach ihren ersten Rundbrief vor. Sie bittet um Mitteilung von Interessenten (genaue Adresse). Zum Zwecke einer umfassenden Aufnahme des Standes der jüdischen Erwachsenenbildung in Deutschland werden die Leiter der Lehrhüuser, Volkshochschulen, Lehrkurse, Kurse der Religionsgemeinden, Schulen der Jugend, Jugendbünde, sowie alle sonst interessierten Persönlichkeiten und Gruppen aufgefordert, Material über ihre Arbeit (Arbeitspläne, Arbeitsberichte, sowie möglichst viele Unterlagen aus ihrer Arbeit) einzusenden und auf diese Weise einen Gedankenaustausch einzuleiten. Jüdischer Frauenbund e. V. Der Jüdische Frauenbund e. V. wird im Einverständnis mit dem Zentralaussdiufi der Deutschen Juden für Hilfe und Aufbau in den nach- MÖBEL besond. preiswert. Kein Laden REINHEIMER Große Friedbergerstr. 23 Wir bitten die verehrten Institutionen auch während der Sommermonate die Saalbestellungen rechtzeitig vorzunehmen. VEREINSHAUS: ESCHERSHEIMER LANDSTRASSE 27 Telefon 56057 jüdische G'f Pfundwäsche: nass _15[^Jd^foigdasPiund) schrankfertig, ausser n™™-0™" 10 u 12Pfg. Herr,Oberhemden40u 45Pfg., Krageni «* Wasser.?rei Abholung und Liderung. Wn T , 74393 n^u,sftr.hP.rei Haustrau, Schloßstr. 50, m ' sten Wochen an diejenigen Juden herantreten, denen auch noch heute das Glück zuteil wird, aus eigenen Mitteln in Bade- und Kurorten die heilenden Kräfte der Natur auf sich wirken zu lassen. Oertliche Vertrauenspersonen, die sich freiwillig für diese Arbeit zur Verfügung stellen, werden von den Badegästen Beihilfen für die Kräftigung ihrer bedürftigen Brüder und Schwestern erbitten, die ohne diese Hilfe körperlich und seelisch zu erliegen drohen. Alle jüdischen Organisationen, alle für die Gemeinschuft fühlenden Juden müssen an diesem Werk mithelfen, soweit es ihre Kräfte irgend erlauben. Wer nicht an die örtlichen Vertraueuspersonen geben kann, sende seinen Beitrag unmittelbar an den Jüdischen Frauenbund e. V., Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 158, Gth. I. Postscheckkonto Berlin Nr. 96802! Auch die kleinste Gabe ist willkommen. Hausfrauengruppe des Jüdischen Frauenbundes Die zweite Zusammenkunft der hauswirtsdiaftlidien Fachgruppe des Jüdischen Frauenbundes fand unter reger Beteiligung statt, ein Beweis dafür, wie sehr diese Neugründung einem Bedürfnis entspricht. Nach einleitenden Worten von Frau Stephanie Forchheimer referierte Frau Marie Höxter über das Thema: „Die Stellung der Hausfrau zu ihrer Hausangestellten". In ihren Ausführungen stand an erster Stelle die jüdische Hausfrau als Lehrfrau jüdischer junger Mädchen für den hauswirtsthaftlichen Beruf. Jüdische Hausangestellte in größerer Anzahl hat es bisher kaum gegeben, denn nur in konservativen Kreisen war Nachfrage. Jetzt ist auch bei liberalen Hausfrauen der Wunsch nach jüdischer häuslicher Hilfe erwacht. So muß also, um einen Stamm tüchtiger häuslicher Kräfte heranzubilden, die jüdische Hausfrau selbst auf den Plan treten und als Lehrfrau einen hauswirtschaftlichen Lehrling oder ein Anlerumädchen ausbilden. Bedingung für den Erfolg der häuslichen Lehre ist Ausbildung in jeder zum Haushalt gehörigen Tätigkeit. Gewährung von Mußestunden für geistige und religiöse Fortbildung, evtl. Familienanschluß und ein kleines Taschengeld unterliegen jeweiliger Vereinbarung. Nähere Auskünfte in allen einschlägigen Fragen durch die Hauswirtschaftliche Kommission Montag und Donnerstag von lt bis 12 Uhr, Hans-Handwerk-Straße 3. Judische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe Frankfurt a. M., Fahrgasse 146 III., Tel. 26976, Postscheckkonto: „Jüdische Nothilfe 1933u Frankfurt a. M. 29990. Allgem. Sprechstunden: Montag bis Donnerst, von 151/» 17 Uhr. Montag-, Dienstag, Donnerstag für Kaufleute. Auf die Kurse in Stenographie für Anfänger und Fortgeschrittene wird hingewiesen. — Audi Kurse in französischer und englischer Stenographie können bei genügender Beteiligung eingeriditet werden. Anmeldungen in den Sprechstunden der Beratungsstelle. Kapital-Vermittlung Von der Zentralstelle für jüdische Wirtsdiaflshilfe in Berlin ist seit längerer Zeit ein Vermittlungsdienst eingeriditet worden. Dieser hat den Zweck, kapitalsuchenden Firmen zu helfen," wenn es sich um gesunde Unternehmungen handelt; andererseits sollen angebotene Kapitalien durdi diese Einrichtung nutzbringend angelegt und auf diese Weise eine Verbindung von Angebot und Nachfrage herbeigeführt werden. Der Vermittlungsdienst wird von den örtlichen Wirtsdiaftsstellen bearbeitet. Die Kapitalnachfragen werden vorgeprüft und können daher, falls sie in den Vermittlungsdienst aufgenommen werden, Anspruch auf Zuverlässigkeit erheben. Neuerdings sind dem Vermittlungsdienst auch handwerkliche Vermittlungen angeschlossen worden. In Frankfurt a M. wird der Vermittlungsdienst durch kaufmännische Fadiberater von der Jüdischen Beratungsstelle für Wirtsdiaftshilfe (Fahrgasse 146 Tel °69"6) bearbeitet. ' Die Interessenten des Vermittlungsdienstes werden gebeten, sich in der Sprechstunde in der Jüdischen Beratungsstelle jeweils Donnerstags in der Zeit von %4 bis %5 Uhr einzufinden. Benutzen Sie die Sommermonare zum Einkauf und Modernisieren Ihrer 9else <B. & 0t. 9acbany FRIEDENSSTRASSE 10 (n. d. „Frankfurter Hof) HANNS L. KATZ Dipl. Malermeister Fernruf 94418 Am Kirchberg 27 Ausfuhrung aller Maler- und Anstricharbeiten

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