Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 11 (7.1934)
- Date
- 1934-07-01
- Page
- Seite 444 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 444 Jüdisdier Arbeitsnachweis Männlich: Sprechstunden: für gewerbliche Arbcilsudiende: Montag, Mittwoch und rreitag von SVä bis 12 Uhr; , für kaufmännische Arbcitsudiende: Dienstag und Donnerstag von 8>i> bis 12 Uhr. ■ ' Berufsberatung, Lohrstellenvermittlung u. Bcrufsumsdnditung: Dienstagnachmittag von 4 bis 7 Uhr. Offene Stellen liegen vor: für jüngere bilanzsidiere Budihalter. flotte Stenotypisten mit und ohne Spradikenntnisse, Expedienten, Lageristen aus der Leder- und Manufakturwarenbrandie mit Sdireibmasdiinen- und Stenographiekenntnissen, Reisende mit Führersdiein und Spradikenntnissen; tüchtige Tapezierer-, Polslerer- und Weißbindergehilfen, Maß- und Konfektionssdineider und Zusdineicler. Mustermadier und Zusduicidei aus der Lcderbrandie, Modelleur aus der Sdiuhbrandie, Konditor- Meister. Gesudit sind: Handwerklidic Lehrstellen mit und ohne Sdiabbos-frei in Stadt und Land. Anlernstellen in geverblidien Betrieben. Arbeitgeber. meldet uns jede vorkommende Dauer- und A u s h i 1 i s s t e 11 e! Verlangen Sie Arbeitskräfte für die Urlaubszeit! Weit über 500 Arbeitsudiende sind bei uns gemeldet und warten auf Vermittlung! Um besonders audi die Not der älteren Arbeitsudienden zu lindern, ist es Pflidit eines jeden jüdisdien Arbeilgebers, bei Einstellungen eingehend zu prüfen, wie weit es möglidi ist, Sdiwerkriegsbesdiüdigte, Frontkämpfer, kinderreidie und ältere Angestellte und Arbeiter zu berürksiditigen. Unsere gemeinnützige Schreibstube nimmt jederzeit Aeivielfältigungsaufträge, Adressensdireiben usw. bei promptester Ausführung entgegen. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V. Frankfurt a. M., Hans-Handwerk-Straße 50. parterre. Rufnummer: 26162. Weiblich: Sprechstunde nur nachmittags von 3 bis 6 Uhr. Berufsberatung und Lehrstellcnvermitlliing Mittwodi von 3 bis 5 Uhr. Wir empfehlen: Tüditiges Gesdiäftspersonal: Budihalterinnen, Kontoristinnen, Stenotypistinnen (audi mit eigener Masdiine), Verkäuferinnen, Sdiueiderinnen. Näherinnen und Flickerinnen, Modistinnen, Kunsttopferin mit guten Referenzen. Tüchtiges Hauspersonal: Stützen, Haushälterinnen, Hausdamen, Kindergärtnerinnen. Kinderfräuleins, Kindermäddien, Ködiinnen und Monatsfrauen. Lehrerinnen und Studentinnen für Unterridit und Nachhilfestunden, zur Beaufsichtigung und Besdiäftigung der Kinder. Wir sudien tüchtige Alleinmädchen mit guten Zeugnissen! Arbeitgeber im Bedarfsfalle: Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Hans-Handwerk-Sfrafie 5 Telephon 25462. Offene Lehrstellen. Der Verein s e 1 b s t ä n d. israelitischer Handwerker u. Gewerbetreibender bittet seine Mitglieder, offene Lehrstellen dem Arbeitsnadiweis für Juden, Hans-Handwerk-Str. 50, baldigst mitzuteilen. * Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einriditung befindet sidi Eyersheimer Landstraße 65, pt. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgsdiaft zahlungsfähiger Personen. Gesdiäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nadimittags von 4—6- Uhr. Jüdische Jugendhilfe E. V. Am Anfang des Jahres 1935 begann die Jüdisdie Jugendhilfe E. V., Berlin-Charlottenburg 2, Bleibtreustrafie 50. damit, eine Gruppe von 60 Jugendlidien zusammenzustellen. Die Jugendbünde waren zunädist die Träger der Jüdisdien Jugendhilfe. Sie sahen eine ständig wadisende Zahl ihrer Mitglieder arbeitslos. Deshalb mußte sie auf Abhilfe sinnen, und die Jugend-Alijah war ein adäquater Ausdruck ihrer Bestrebungen. Als das Werk größeren Umfang annahm, sdiuf sidi die Jugendhilfe durd) eine freundsdiaftlidie Verbindung mit dem Palästina-Amt eine neue und starke Unterstützung. Ihre nädiste Sorge mußte es sein, Zertifikate zu erhalten. Die Jugendhilfe trat in Verbindung mit der deutsdien Abteilung der Jewish Agency. Im November 1955 wurden 550 Jugend- Zertifikate für das auf diesen Tag folgende Halbjahr bewilligt. In Deutschland sdilofi sich die Jüdische Jugendhilfe mit der Jüdischen Waisenhilfe, der Trägerin des Kinderdorfes Ben Sdicmen, und dem Kinderheim Ahawah. das in Palästina eine Zweiganstalt zu gründen beabsiditigte. zusammen zu einer ..Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugend-Alijah". Es gelang der Jüdisdien Jugendhilfe, die von den bewilligten 550 Zertifikaten ca. 500 erhielt, während das Kinderheim Ahawah etwa 50 von ihnen benutzte, insgesamt 10 Gruppen von verschiedenem Umfang zusammenzustellen, von denen drei, d. Ii. annähernd 100 Mensdien, bereits im Laufe des Frühjahrs nach Palästina übergesiedelt sind, 'ihre Ausbildung dort ist eine sehr vielfältige, je nadi den Ausbildungsmöglidikeiten, die in den einzelnen Siedlungen und Instituten vorhanden sind. Gemeinsam ist ihnen allen, daß neben einer ungefähr halbtägigen beruflidien, also körpcrlidien Arbeit, eine intensive geistige Ausbildung mit besonderer Betonung der jüdisdien Fädier geboten wird. Die Aufbringung der Mittel durdi die oben erwähnte' ..Arbeitsgemeinsdiaff* gestaltete sidi den Umständen entsprediend befriedigend, so daß die Alijah des größten Teils der Jugendlichen sdion jetzt gesichert ist. Jugenddienst Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des Jüdischen Frauenbundes Frankfurt am Main will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäftsstelle Hans-Handwerk-Strafie 5. Jüdische Körperbehinderte und Blinde Am Mittwodi. den 11. Juli 1954, abends 8% Uhr, findet im Lesesaal des Gemeindehauses, Fahrgasse 148, parterre, eine Werbeversammlung der Selbsthilfegruppen jüdisdier Blinder und Körperbehinderter in Deutschland statt. Sowohl für die Körperbehinderten, als auch für die Blinden sollen in Frankfurt am Main und Umgebung Ortsgruppen gebildet werden. , , . .. , Kein jüdischer Körperbehinderter, und Blinder darf bei dieser grundlegenden Zusammenkunft fehlen, der auch namhafte Aerzte, \ ertreter der hiesigen Wohlrahrtsstellen und Vereine und der Vorsitzende der Berliner jüdischen Blindenorgaiiisation beiwohnen werden. Ausgebildete HiltskrüNe stehen den Körperbehinderten, evtl. auch zur Abholung, zur Verfügung. . . ... Freunde der Blinden und Körperbehinderten sind gleichialls herzlich gebeten an dieser Veranstaltung teilzunehmen oder sidi als Förderer auf der Gesdiültsstellc bei Irma Dresdner, Bleidistraße 8, parterre, Telephon 25912, zu melden. Der Arbeitsaussdiuß: Dr. Bergel. Dr. Josua Breuer. Irma Dresdner. S.-R. Dr. Albert Ettlinger. Rosa Dr. Max Mainzer. Dr. Metzger. Dr. Menny Dr. Jacob Horovilz. Priv.-Doz. Dr. Ernst Dr. W. V. Simon. Fromm. Rabb. W. MatzdorlT. Rapp. Prof. Selma Spier. Raphael und Jeannette Ettlinger-Heim e. V. in Hol'heim i. T. Das Heim kann im Laufe des Sommers auf sein 25jühriges Bestehen zurückbücken. Der Leiter der Mitgliederversammlung vom .13. Mai, Herr Isaak Franz E t t 1 i n g e r , gedadite in wurmen Worten des Hinscheidens des langjährigen Mitgliedes des Vorstandes, des Herrn Nathan M. T. S o n d h e i m e r , an dessen Stelle er in dem Vorstand eingetreten ist. Die Anstalt war nahezu das ganze Jahr geöffnet. Es gelang, die baulidien Veränderungen zur Vollendung zu bringen. Infolge Anlage einer Zentralheizung ist jetzt die Möglidikeit gegeben, audi in den Wintermonaten Kurgäste aufzunehmen. Es werden huuptsädilich, dem Zweck der Anstalt entsprechend, Kinder aufgenommen, jedoch sind audi in der vergangenen Saison Erwadisenen die Wohltaten der Anstalt zugute gekommen. — Leider weist der Jahresabschluß ein Defizit von rd. 1400 RM. auf, das auf 1954 vorgetragen wird, in der Hoffnung, daß anläßlich des 25jährigen Bestehens der Anstalt sidi Gönner finden werden, die zur Beseitigung dieses Defizits beitragen. Die Saison 1954 hat gut eingesetzt. Die Leitung des Heimes liegt seit seinem Bestehen in den bewährten Händen von Fräulein F. Heller. Suliinann Una'sehes Vermäditnis Entsprediend dem Zweck der Stiftung soll solchen alten, bedürftigen Personen männlidien Geschlechts, jüdischen Glaubens, Unterstützung gewährt werden, welche länger als fünf Jahre ihren Wohnsitz in Frankfurt a. M. haben und einen ehrbaren, streng religiösen Lebenswandel nadi Maßgabe des traditionellen Judentums führen. Dabei sollen soldie Personen, die aus unverschuldeten Gründen weder in der Versorgungsanstalt für Israeliten, noch im Gumpertzschen Siechenhaus Aufnahme finden können, bei Vergebung der Unterstützung vorzugsweise Berücksichtung finden, sollen aber außerhalb Frankfurts wohnhafte Bewerber, auf die die obigen Bedingungen zutreffen, auch berücksichtigt werden, wenn sidi nidit genügend Bewerber in Frankfurt a. M. finden und wenn die betreffenden weiteren Bewerber ihren Unterstützungswohnsitz in der Provinz Hessen-Nassau haben. Schriftliche Meldungen für die Unterstützung sind an das Mitglied der Verwaltung, Rechtsanwalt H o r o v i t z , Frankfurt a. M., Oberlindau 1, bis zum 1. August 1954 zu richten. Jüdische Budi-Vereinigung (JBV) Die Auslieferung des Romans von Jacob Wasser m a n n ,,J o s e p h Kerkhovens dritte Existenz", Band I, als zweite Jahresgabe hat begonnen. Satzungsgemäl! wird das Buch lediglich an Mitglieder der JBV abgegeben. Den neu hinzutretenden Mitgliedern kann die erste Veröffentlichung Georg II e r m a n n s Roman „Eine Zeit stirbt" nadigeliefert werden. Anmeldungen sind zu richten an die Jüdisdie Budi- Vereinigung; Vertrauensstclle: Herr Hermann Sundheimer, Frankfurt am Main, Hermesweg 19. Palästina-Reisen Der Lloyd Triestino gibt bekannt, daß in den nächsten Monaten folgende Dampfer in der Palästina-Linie ausfahren werden: 4. Juli: D. „Pilsna" 22. August: D. „Italia" 11. Juli: D. „Italia" 29. August: D. „Pilsna" 18. Juli: D. „Carnaro" 5. September: D. ..Italia" 25. Juli: D. „Italia" 12. September: D. „Pilsna" 1. August: D. „Carnaro" 19. September: D. „Gerusalemme" 8. August: D. „Italia" 26. September: D. „Pilsna" 15. August: D. „Pilsna" 3. Oktober: D. „Gerusalemme" Veränderungen im Personenstand vom 15. Mai 1934 bis 15. Juni 1934 Barmizwa-Feiern Synagoge am Börneplatz: Adolf Rinald. Obcrmain-Anlage 11 f — Julius Rosenzweig, Friedberger Landstraße 27 — Hermann Rotenstei n, Hans-Handwerk-Strafie 22 — Karl G o 1 d s c h m i d t, Sand weg 16. Hauplsynago'ge: Arnold Meyer, Rückertslraße 5" — Max Heinem a n n , Röderbergweg 20 — Alfred Bloch, Zeil 51. Westends}nagoge: Lothar W o 1 f f, Eiscnadi — Ernst Raphael Stiefel, Reuterweg 59 — Manfred S t e r n, Liditensteinstrafie 6. Synagoge Bockenheim: Joseph Zamojre, Am Weingarten 20. Trauungen Benno Blau. Asdiaffenburg mit Anneliese Mayer, Asdiaffeuburg — Gustav Freund, Unter den Linden 17 mit" Alice Isaak, Unter den Akazien 12 — Arthur Raphael, Kelkheimer Straße 15 mit Regina Goetz, Kelkheimer Straße 15 — Paul Ernst Katz, Emil- Uaar-Straße 2 mit Trude Grünebaum — Ernst Bär, Amsterdam mit Edith Schmidt, Unterlindau 58 — Sally Freud enstein, Böhmerstrafie 5 mit Edith Roß, Böhmerstrafie 5 — Dr Julius Weiler, Böhmerstraße 20 mit Elsbefh Strauß, Altkönigstraße 19 — Jakob Stern, Rodheim v. d. II. mit Carola Nußbaum, Hersfeld — Georg Grünstem, Obermain-Aiilage 11 f mit Rosa H ä f n e r , Obermain- Anlage 11 f. Sterbefälle Frida Oppcnhci m e r geb. Cohen, Sternstraße 27, 62 J. — Sidnoy D i 11 e n b e r g , Staufenstraße 2, 28 J. — Sara Schlenker, Grünestralie j0, 66 j. — Theodor Lukaschcwski, Neu-Isenburg, iy> J — Salonion Reichenbach, Lcerbadistraße 82, 75 J. — Hermann Neu m a n n , Gioß-Ostheim, 68 J. — Julius Kahn, Babenhausen 46 J — «laiwuase;