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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-06-01 · 10 (6.1934) · p. Seite 398

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
10 (6.1934)
Date
1934-06-01
Page
Seite 398 (sequence 12)
Language
German
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Seile 398 Unter den Auswanderungsländern nimmt Palästina den ersten Rang ein. Es ist nicht nur das einzige Land, das überhaupt grundsätzlich bereit ist. Juden in größerer Zahl aufzunehmen. Wichtiger ist. daß es von vorneherein und seiner Bestimmung nach die Judenfrage als Kollektiv-Angelegenheit betrachtet und — wenn auch keine General-, so doch heute die einzig wichtige und fruchtbare Kollektivlösung bietet. Die positive Auslese (der nicht auf Kapitalisten-Visen Reisenden) wird vom Palästina-Amt Berlin in Zusammenhang mit der Palästina- Beratungsstelle hier getroffen. Für die Auswanderung nach anderen Ländern sind die wirtschaftlichen Aussichten ausschlaggebend. Die Auswanderungen erfolgten in Zusammenarbeit mit dem Hilfsverein der Deutschen Juden. In den letzten Monaten hat durch die erleichterte Einwanderungspraxis die Auswanderung nach U. S. A. zugenommen; die Art der Einordnung der Eingewanderten dort läßt sich noch nicht übersehen. Auf die ..Beruf sumschichtun g", die zugleich Vorbereitung für die Auswanderung sein kann, konzentriert sich mehr und mehr die Arbeit der Stelle, weil man sieht, daß für die ältere Generation nur hie und da eine einzelne Hilfsmöglichkeit geschaffen werden kann und daß eine grundlegende Hilfe nur für die Jugend möglich ist. Dabei ist die Berufsumschichtung nicht ausschließlich als „Chaluziuth" für Palästina gedacht, sondern auch als Vorbereitung zu einem manuellen Beruf überhaupt, dessen Bedeutung auch außerhalb Palästinas uns erst jetzt deutlich geworden ist. Es sind in diesem Jahr durch unsere Stelle 260 junge Menschen in technische bezw. landwirtschaftliche Ausbildungsstellen gekommen. Davon in Einzelstellen zur handwerklichen Ausbildung 70 „ landwirtschaftlichen Ausbildung 60 „ hauswirtschaftlichen Ausbildung 40. Da sich bei weitem nicht ausreichend Einzelstellen finden lassen, haben wir eigene Ausbildungsstätten geschaffen, in denen zurzeit zusammen 90 Jugendliche ausgebildet werden. Es sind dies eine Werkstätte für Metallbearbeitung, eine Werkstätte für Holzbearbeitung, eine Werkstätte für Bau- und Autoschlosserei, ein gärtnerischer Ausbildungskurs im Anschluß an die gemeindliche Friedhofsgärtnerei. Außerdem hat die Beratungsstelle Sprachkurse eingerichtet. Im ganzen nahmen rund 400 Personen an den Sprachkursen teil. All diese Arbeiten erfordern Geld. Die Gemeinde hat bei der Gründung der Stelle eine gewisse Summe zur Verfügung gestellt, alles andere mußte durch private Spenden aufgebracht werden. Zu Beginn der Tätigkeit der Stelle flössen ihr reichliche Mittel zu; es war große Gebefreudigkeit, die die Arbeit sehr erleichterte. Aber leider hat sich in den letzten Monaten die Situation hier sehr geändert. Trotz großer Bemühungen war es uns nur schwer möglich, die nötigen Gelder zur Weiterführung der Arbeit zu erhalten. Es wird die wichtigste Aufgabe der ersten Monate des neuen Jahres sein, Wege zu finden, um die unerläßliche Arbeit der Stelle weiter zu finanzieren. Metall - Betten, Kinder- I Betten, Messinge Betten, i Patent-Rahmen, Truhen, Welssladc- Möbel. Matratzen au« eigener Fabrik, 4-tetlig Seegras. . . 24.- 2Z- 20.- 1&- WoOe . . 31- 29-25v-22.- 20- Kapok . 56.- Ji> 5L- 48«- 45.- Roflhaar 125.-115.-105.-9&-76^- Sdilaraiha und ähnliche Arten lia- 95- 88.- 74.- 6350 57.5» Aufarbeiten I von Deckbetten und Kissen. Steppdecken aus der eigenen Fabrik Kunstseiden-Damast, Neuheiten 1930 17.50 16.5015.50 13.50 1050 Kunstseiden-Damatt, Neuheiten, mit weifier Schafwolllüllung 42.- 38- 35.- 34.- 2a50 26.- 25.50 Daunen-Decken. Neuheiten, Kunstieidea-Uamastalle Farben l65.-62.-60l-5a- 55.-51.-49.- b.47. i Aparte schöne Kollern 25.-21.50 18.50 15.75 13.5011.50 I 8.75 7.50 6.50 4.50 3.75 2.75 Kamelhaar-Decken «arantiert echt Kamelhaar 39.- 35.« 30.- 25.50 18.- 16.50 | Kinderwagen, die besten Fabrikate, in neuen Formen sehr preiswert. Das ganze Haus ] ein Fachgeschäft! I Federn und Donnen 30 Sorten übersichtlich ausgestellt Halbdaun. 5.505.- 4.504.- 3.25 2.75 Federn 2.50 2.25 1.90 150 65 Daunen 13.5011.- 9.— 7.- bis 6.— Deckbetten 130x180 cm groß 33- 29.- 26.- 22,- 18»- bis 10.50 Zissen 14.- 11- 9.- 7.- bis 350 Inlett, alle Färb, garantiert lederl. < *?5 3.75 7.95 2 90 1 15 bis 9-> J ' Polstersessel in neuen Formen 45.- 39.- 33.» 29.- 27.- 24.- 11.50 Chaiselonnues, moderne Bezüge 39.- 36.- 35.- 28 - 26.- 23.- 21.- Coudi-Betten 98.- 90.- 78- 65.- Coudies 135.- 107.- 75.- 63.- 55.- Weisslacfcmöbel, Schränke,| Kommoden, Naditscfiräntc Suchdahl gH Frankfurt a. M.v GroOe Eschenheimer Straße 10 Verein Haupisynagooe Sonntag, den 24. Juni 1934, 20^4 Uhr Konzert in der Hauptsynagoge Börne Strasse Chor der Hauptsynagoge in Verbindung mit der Singgemeinschaft u. Kammerstreich- Vereinigung d. Musikfreunde Leitung: Arthur Holde Solisten: Oberkantor Nathan Saretzki Senta Würzburger (Sopran) Martel Neumeier (Sopran) Werke von Locatelli, Händel, Haydn, Mendelssohn, Geiger-Kullmann Simon, Alman und Nadel. Eintrittskarten zu Rm. 1-, 0.75 u. 0.50 sind zu haben: Drogerie Schneemann. Schillerstrasse, Kastellan Frank.Hauptsynagoge u. allen Vorstandsmitgliedern. Per Reinertrag ist für Einrichtungen der Hauptsynaqoge beitlmmf. :§x H Bekannt für schöne Kleider schicke Mäntel fesche Blusen sportliche Pullover ist j| ^--^TTe^eA;^. der kleine Laden mit dem guten Geschmadk GOETHESTRASSE 1 TELEFON 29660 O 3«ferafe frei uns »erturgett (grfotg!

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