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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-04-01 · 8 (4.1934) · p. Seite 330

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
8 (4.1934)
Date
1934-04-01
Page
Seite 330 (sequence 28)
Language
German
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Seite 330 Arbeitsplan des Tagesheims der erwerbslosen jüdischen Jugend Frankfurt a. M., Königswarterstr. 26, Leitung: Dr. Fritz Mayer, Hermannstr. 5, pt., Tel. 51775. Montag: 5—5 Uhr, Neuhebräisdi für Anfänger, 5—6 Uhr, jüdisdae Gesdiichte, 6—7 Uhr, Französisch. Dienstag: 3—4 Uhr, Spiele, 4—5 Uhr, gemeinsame Zeitungslektüre, 5—6 Uhr, Stenographie, 6—7 Uhr, Englisch. Mittwoch: 5—i Uhr, Spiele, 4—5 Uhr, gemeinsame Zeitungslektüre, 5—7 Uhr, Neuhebräisdi für Fortgeschrittene. Donnerstag: 5—4 Uhr, Spiele, 4—5 Uhr, gemeinsame Zeitungslektüre, 5—6 Uhr, deutsche Korrespondenz, 6—7 Uhr, Sport. — Sonntag: 5—4^ Uhr, Spiele, 4%—6 Uhr, heitere Rezitationen. Montag bis Donnerstag 2—8 Uhr Schreinerlehrwerkstätte. Leitung: Karl Bosenthal. Täglich 4.45—5 Uhr Verköstigung. Zahlreiche Zeitungen und Spiele stehen zur Verfügung. Alle Kurse sind kostenlos. Wer stiftet dem_ Tagesheim der erwerbslosen jüdischen Jugend, Frankfurt a. M., Königswarterstrafie 26, einen gebrauchten Grammophon und einige passende Platten? Freundliche Angebote an Dr. F. Mayer, Hermannstr. 5, p. Israelitisches Frauenheim Bad Nauheim In der Mitgliederversammlung erstattete der Vorsitzende den Bericht über den Kurbetrieb des Heims im Jahre 1933. Das Heim, das einzige der drei israelitischen Heime in Bad Nauheim, das die ganze Saison 1935 sich im Betrieb befand, wurde von 80 Kurbedürftigen besucht. Der Erfolg der- Kuren war durchweg ein günstiger. Das Heim steht nach wie vor allen Kurbedürftigen offen, die infolge der wirtschaftlichen Lage nicht in der Lage sind, ein Hotel in Bad Nauheim zu besuchen. Es war einstimmig beschlossen, auch den Kurbetrieb für die Saison 1934 in vollem Umfang aufzunehmen. Der Preis für einen Kuraufenthalt soll auch im Jahre 1954 billigst gestellt werden, obwohl wie aus dem Bericht des Schatzmeisters hervorgeht, beim Kassenabschluß für 1933 noch immer ein Fehlbetrag aufgewiesen wird. Israelitisches Mädchenheim Das Israelitische Mädchenheim, Taunusplatz 17, Tel. 32267, teilt mit, daß es Umschichtungs- und Ausbildungskurse in allen Zweigen der Hauswirtschaft für Interne und Externe veranstaltet. Es findet eine praktische und theoretisdie Schulung unter Anleitung einer Gewerbelehrerin in Lehrgängen von 6 und 12 Monaten statt. Im Lehrplan sind u. a. Besprediung des jüdischen Schrifttums, Neuhebräisdi, Krankenpflege, Gymnastik und Nahrungsmittelchemie vorgesehen. Hanswirtschaftliche Kommission Beratung in hauswirtschaftlichen und Hausangestelltenfragen. Anmeldung zu Hausfrauenkursen und zur häuslichen Lehre. Sprechstunden Montag und Donnerstag von 11—12 Uhr, Hans Handwerk-Straße 3, Tel. 27093. Verein Monfefiore e. V. — Purim-Feier Die vom Verein veranstaltete Purimfeier, die von Mitgliedern und Freunden gut besucht war, wurde durch kurze Worte von Philipp Falkenstein eingeleitet, und umrahmt von gesanglichen Darbietungen Senta Würzburgers, sowie des Urah-Chors und nahm einen feierlichen und würdigen Verlauf. Purimfeier im J. T. B. Die Feier im dekorierten Heim, von den Mitgliedern W. Eldodt und L. Blumenthal geschickt geleitet, war sehr gut besucht und fand allgemeinen Beifall. Die jüdisdie Note wurde wie immer gewahrt; jüdische Lieder und Vorträge umrahmten die Veranstaltung. Außer den erwähnten Turnbrüdern gaben die Herren Fiebermann, Walter Baer, Haar und Frl. A. Eldodt sowie der Brith Chaluzim Datiim ihr Bestes. Für Bewirtung war reichlich gesorgt. Frohgelaunt trennte man sich am späten Abend. Generalversammlung hu Jüdischen Tnrnerbund E. V. Wie aus dem Jahresbericht des JTB. hervorgeht, war ein reger Betrieb zu verzeichnen. Sämtliche Abteilungen, insbesondere die verschiedenen Jugendabteilungen waren sehr stark besucht und konnten sich weiter ausdehnen. Die tüchtigen Lehrkräfte des Vereins haben bewiesen, daß sie den gesteigerten Anforderungen jederzeit gewachsen waren. Insbesondere wurde jedem einzelnen Mitglied beim Turnen und bei der Gymnastik besondere Sorgfalt gewidmet, so daß sich auch bei den schwächeren Kindern eine wesentlich gesteigerte Leistung zeigte. Die Mitgliedszahl beträgt z. Zt. 254 Personen. Dem Kassenbericht ist zu entnehmen, daß die gesteigerten Ausgaben infolge der Subvention der Israelitischen Gemeinde und weiterer Gönner bestritten werden konnten. — Die neue Leitung des Bundes setzt sich wie folgt zusammen: Adolf Fiebermann, Vorsitzender, Dr. med. Ernst Freimann, stellv. Vorsitzender, Hugo Hermarm, Kassierer, Karl Buchbinder, Sportwart, Ludwig Blumenthal, Sdiriftführer, Sitta Golde, Jugendführerin, Aron Eschwege, Jugendführer. .— An die jüdische Oeffentlidikeit ergeht der Ruf, die körperliche Ertüchtigung der jüdischen Jugend zu unterstützen, um sie bei der notwendigen Berufsumschiditung in die Lage zu versetzen, ihre Körperkräfte zu stählen und die lugend leistungsfähig zu machen für die großen Anforderungen, die ihr in der Zukunft gestellt werden. Purimfeier des Jüdischen Frauenbundes Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes, welche in diesem Winter ihre Aufmerksamkeit besonders den Familien zuwendet, die bisher die jüdischen Feste nicht mitzufeiern gewohnt waren, hatte zu Purim in der Aula des Philanthropins eine Feier veranstaltet, zu der vor allem die Kinder, welche die öffentlichen Schulen besuchen, geladen worden waren. Der Kinder-Synagogenchor vom Börneplatz, an dessen frischer und absolut künstlerischer Art des Musizierens wir uns schon öfters erfreuen durften, brachte unter Leitung seines hochverdienten Dirigenten Dr. Ehrenreidi ein ganz reizendes Singspiel, das die sehr große Zahl kleiner Zuhörer in die heiterste Stimmung versetzte. Schöpferische Betätigung der kleinen Schauspieler zeigte die „Spielschar des Philanthropin", die ein selbst gedichtetes Theaterstückchen mit sehr viel Temperament vorführte. — Eine „Uraufführung", ein anmutiges Schattenspiel von Esther, in hübschen Versen verfaßt und vorgelesen von Fräulein Irma Dresdner, gespielt von Altersgenossen der begeistert dankenden jugendlichen Zuhörerschar schloß die wohlgelungene Veranstaltung. D. E. Purimgeschenk an den Israelitischen Kinderhort Dank der freundlichen Erlaubnis des Herrn Margulies, Besitzer de* Kinos „Lichtburg", konnte 80 Kindern des Israelitischen Kinderhortes, Bleidistraße, am Purimtage die Freude eines gemeinsamen Kinobesuches ermöglicht werden. Auf diesem Wege sei Herrn Margulies für die den Kindern erwiesene große Freude im Namen des Hortes herzlich gedankt. L. A. „In jener Nacht" In einer Feierstunde, die zu den „Purimtagen in dieser Zeit" hinführen sollte, las Karl Darmstädter, Mannheim, vor einem kleinen Kreise eine dramatische Dichtung „In jener Nacht". Sie weicht von dem, was uns an Purimspielen aus früherer Zeit bekannt ist, ab — Purimspiele, die auch in keiner Weise mehr unserer Gegenwart etwas geben könnten und unserer Zeit angemessen wären. Was wir hörten, rückte die Ereignisse einer früheren Vergangenheit in den nahesten Bereich unserer Gegenwart. In 6 Szenen drängen sich dichterisch frei gestaltet die Geschehnisse zusammen. Von der Erschütterung und Trauer der Juden schreitet die Handlung zum Höhepunkt, wo in wunderbarer Fügung die Trauer zur Freude wird. Der Verfasser läßt die letzte Szene in ein Fuld ScbuUnstandsefzaagswerK Gegr. 1900 ff Allerhaillgenslr. 72 Spez. Ago-Feinbesohlung M Zeil 13 I Im Hause CARSCH finden Sie auch Hüte und Mützen in großer Auswahl CHARLOTTE-SCHMUCK CHARLOTTE-GESCHENKE FÜR JEDEN GESCHMACK UND BILLIG Charlotte ROSSMARKT 17 (neben Salamander,) PralinRn-BfHinRrooetheS,raee3o Tel. 26693 Täglich frische Pralinen I Pfd. 2.— und 2.50 sowie sämtliche Artikel für Zuckerkranke u. Diabetiker Uhren - Goldwaren Goldmann Zeil 8, Telefon 22277 Werkstätte sämtlicher Reparaturen

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