Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 8 (4.1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 328 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 328 Talmud Thora-Verein Gefragen von dem Bewußtsein, daß nur eine mit gründlichem jüdischen Wvssen ausgerüstete «Generation das Judentum, wie wir es von den Vätern ererbt, mit Verständnis erfassen und den kommenden Gedilechtern erhalten kann, rufen wir alle Kreise unserer Gemeinde auf, uns bei der Erreichung dieses Zieles zu unterstützen. Wir können und dürfen deshalb den Ausbau unserer Lernmöglichkeiten nicht einschränken, müssen deshalb rastlos weiterstreben. Zur Aufrechterhaltung unserer Tätigkeit bedürfen wir jedoch weitgehendster Unterstützung aller .Kreise unserer Gemeinde. Helfen Sie bei der Beschaffung der Mittel, gedenken' sie bei freudigen und ernsten Anlässen unseres Vereins und treten Sie dem Talmud Thora-Verein als Mitglied bei. Der Erhaltung und dem Weiterausbau unserer Fortbildungskurse für Knaben und Mädchen ist unsere besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Unterrichtskurse, welche für die Teilnehmer unentgeltlich sind, sollen eine Ergänzung des Schulunterrichts sein. Der Unterricht wird nach modernen erprobten Methoden unter Berücksichtigung der Individualität eines jeden Kindes von bewährten Lehrern erteilt, so daß Gewähr gegeben ist, daß den Kindern gründliche Kenntnisse unserer heiligen Lehre vermittelt werden. Wir richten daher an alle Eltern und Erziehungsberechtigten die ergebene Bitte: Führen Sie uns die Kinder Ihres Familien- und Freundeskreises zu. Das Sommerseraester beginnt am Dienstag, den 10. April. Anmeldungen werden im Büro, Theobaldstraße 6, täglich entgegengenommen. * Fortbildungsunterricht für Knaben und Mädchen täglich ab 5 Uhr. Lehrplan: Tfilo, Chumisdi, Chuinisch mit Rasdii, Hebr. Grammatik, Hebr. Schreiben, Mischria, Gemoro, T'nach.—Anmeldungen werden im Sekretariat, Theobaldstraße 6, täglidi entgegengenommen. Fortbildungsunterricht für junge Leute täglich ab 8 Uhr abends. Während d>;r Sefira-Zeit täglidi J£ Stunde vor Nacht Synagoge am Börneplatz Sdiiur. Sonntag: Josif Omez. Rabb.-Ass. Rabb. Kirsdibaum. — Montag: En Jakauf. Rosenwasser. — Dienstag: Gemoro. Rabb.-Ass. Rabb. Kirschbaum. — Mittwoch: Gemoro. Rabbiner Dr. Hoffmann. — Mittwoch: Thillim. Rosenwasser. — Donnerstag: Gemoro. Rabb.-Ass. Rabb. Kirschbaum. Ferner: Dienstag von 8%—9V& Uhr abends (Gagernstraße 36) Gemoro. Rabb. Donath. — Samstag von 11%—12% Uhr (Hermesweg 7) Schulchan Arudi. Rabb. Donath. — Samstag von 3Vi—4M; Uhr (Börneplatz) Rasdii. Rabb.-Ass. Rabb. Kirschbaum. — Samstag, % Std. vor Nacht (Börneplatz) Mikro. Rabb. Donath. — Sonntag von 9%—10J4 (Theobaldstraße 6) Gemoro. Rabb.-Ass. Kirschbaum. Einzelveranstaltung: Samstag, den 7. April, nach Mincho (4?A) Haladiischer Vortrag, Rabbiner Dr. Hoffmann. Rabbinische Lehranstalt „Jesdiiwa" Das Kuratorium der Rabbinischen Lehranstalt „Jesdiiwa" hat es unter Aufgebot aller seiner Kräfte ermöglicht, auch im vergangenen Semester den Unterriditsplan der Jeschiwa nicht nur in vollem Umfang aufrechtzuerhalten, sondern auch weiter auszugestalten. Die unteren Stufen wiesen im Wintersemester einen sehr regen Besuch von jungen Chaluzim auf, die die Absicht haben, nadi Ablegung ihrer Hadischara (Vorbereitung) nach Erez Israel überzusiedeln und die vorher hier in der Jeschiwa ihre Hachschara Ruchanit (geistige Vorbereitung) durchgemacht haben. — Am 11. März d. J. fand in Anwesenheit einiger Mitglieder des Kuratoriums das Semester-Schluß-Verhör statt, das für die Fortsdiritte der einzelnen Hörer deutliches Zeugnis ablegte. Der Leiter, Herr Gemeinderabbiner Dr. Jakob Hoffmann , wies in seiner kurzen, aber sehr eindringlichen Schlußrede darauf hin, wie wichtig es sei, gerade in der heutigen Zeit sich dem tiefen Eindringen in die Quellen der jüdischen Lehre zu widmen. Mit einer eindringlichen Ermahnung an alle Bachurim, den Idealen und Zielen der Jeschiwa stets ihre Treue zu bewahren, indem sie überall, besonders aber in Erez Israel, thoratreue jüdisdie Menschen bleiben, ihr Judentum mit freudigem Stolz und nie erlahmender Opferbereitschaft zur Entfaltung bringen, verabschiedete sich der Leiter von den Hörern. Das Sommersemester beginnt am Montag, den 16. April. Die Leitung der Jeschiwa wird auch weiterhin bemüht sein, neben dem sonstigen Lehrplan die Lehrkurse für neuhebräisdie Sprache, Jüdische Geschichte und Palästinakunde noch weiter auszubauen. Alle Freunde und Förderer des jüdischen Erziehungswerkes werden dringend ersucht, dicic Bemühungen ganz besonders in dieser Notzeit aufs tatkräftigste zu unterstützen. Anmeldungen für das Sommersemester sind an das Kuratorium der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" zu Frankfurt a. M., Theobaldstraße 6, zu richten, welches zu jeder näheren Auskunft gerne bereit ist. -/ Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V.t Ortsgruppe Frankfurt a. M. Sonntag, den 8. April, abends 8% Uhr, spridit im großen Saal der Frankfurt-Loge Frau Dr. Eva Reichmann-Jungmann, Berlin. Darnach findet ein' Gastspiel der C.-V.-Jugend Mannheim im Bund Deutsch-Jüdischer Jugend mit „Jaakob's Traum" von Beer-Hofmann statt. Am Montag, den 9. April 1934, abends 8^ Uhr, findet im kleinen Saal der Frankfurt-Loge eine Frauenversammlung statt, bei der Frau Dr. Eva Reichman-Jungmann, Berlin, die Hauptschriftleiterin des „Morgen" und Dr. Wolfgang S. Matzdorff, Frankfurt a. M., der Syndikus des Landesverbandes Hessen-Nassau und Hessen über „Unser deutsch-jüdischer Schicksalswille" sprechen werden. Jüdische Buch-Vereinigung (JBV) Die Jüdische Buch-Vereinigung, die unter Förderung und Mitwirkung der maßgeblichen jüdischen Organisationen gegründet worden ist, legt ihr Budiprogramm vor. Die erste Jahresreine bringt vier Bücher. An erster Stelle steht der große neue Roman von Georg Hermann „Eine Zeit stirbt", der sdion in den nächsten Tagen erscheint. Von besonderer Bedeutung ist die Herausgabe der jüdischen _ _B i b e 1 in deutscher Sprache, die von bedeutendsten Kennern in ^jahrelanger Arbeit verfaßt worden ist. Daran schließt sich ein Palästina- Buch, in dem eine Fülle neu aufgenommener, fesselnder Photos des gelobten Landes mit erläuterndem Text enthalten sind. Aber auch unserer deutschen Vergangenheit soll ein dauerndes Denkmal gesetzt werden. Professor Dr. Ismar E I b o g e n verfaßt auf Grund der neuesten Forschungen die mit Spännung erwartete „Geschichte der Juden in Deutschland". Anmeldungen sind zu richten an die Vertrauensstelle der Jüdischen Buchvereinigung in Frankfurt a. M., Herrn Hch. Sundheime r, Hermesweg 19. ' Mäntel, Kosfümef Kleider Blusen, Morgenröcke, Röcke Täglicher Eingang aparter FrUhjahrs-Neuheiten BRAUNTHAL ZEIL 114 ZEIL 114 Waschu. Bügelanstalt „Frankfurt" Inn. James Lewy Bleichstr. 4 Tel. 21'427 Pfundwäsche, Haashaltungswäsche, Stärkewäsche in erstklassiger Ausführung zu billigsten Preisen. Prompte Lieferung. Elektrischer Heißmangelbetrieb. Frei Holen u. Bringen. Samst. geschlossen Teppiche und Gardinen § LOUIS SIMON - KAIS ERSTRASSE 4 Versilberte Tafelgeräfe Besfecke Moderner Schmuck Die Marke der Qualität f5p 1 Geschmackvolle Osfer-und Festgeschenke MODEHAUS FULD, Steinweg 12 Feine Herrenmode- Artikel