Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 8 (4.1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 320 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 320 freien und sachkundigen Geschäftsgebarung sowie einer -wirksamen Kontrolle. — Die Reichsvertretung der deutschen Juden erläßt eine Verlautbarung, in der es u. a. heißt: In einem Teil der jüdischen Presse finden sich in den letzten Tagen Erörterungen über den Aufgabenkreis der Reichsvertretung über die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen rmt ihr. In Uebereinstimmung mit unseren Feststellungen in der Sitzung des Beirats der Reichsvertretung am 11. Februar 1934 erklären wir dazu folgendes: Die Reichsvertretung ist nach dem Willen und nach den Erklärungen aller Beteiligten als Gesamt Vertretung der deutschen Juden nach innen und nach außen ins Leben getreten. Diese Aufgabe hat sie seither verfolgt und wird sie weiter verfolgen. Sie enthält sich jeder Einwirkung1 auf das religiöse Gebiet im engeren Sinne und sie will nicht eine Uniformierung der Weltanschauungen innerhalb des deutschen- Judentums. Aber sie läßt sich ihre Zuständigkeit von einzelnen jüdischen Gruppen und Organisationen nicht beschränken, insbesondere nicht auf das rein wirtschaftliche und wirtschaftsnolitische oder soziale Gebiet. Vielmehr sieht die Reichsvertretung ihre Hauptaufgabe in der einheitlichen Arbeit nicht nur für die wirtschaftliche, sondern auch für die politische, rechtliche und kulturelle Stellung der deutschen Judenheit. Trotz der Verschiedenheit und religiösen weltanschaulichen Richtung soll, kann und muß diese Einheit an die Stelle zersplitterter und deshalb unwirksamer Tätigkeit einzelner Gruppen treten. Diese Linie ist vom Ausschuß, in dem sämtliche großen Organisationen der deutschen Judenheit vertreten sind, in voller Einmütigkeit festgehalten worden. Die Reichsvertretung ist nicht gewillt, von dieser Zielsetzung etwas aufzugeben. Sie weiß die erdrückende Mehrheit der organisierten und niehtorganisierten deutschen Juden hinter sieh, wenn sie die Führung des deutschen Judentums fest in der Hand behält und gegen alle Versuche der Spaltung durchsetzt. — Der Reichsausschuß der jüdischen Jugendyerbände teilt mit, daß er bisher folgende Landesausschüsse gegründet hat: 1. Landesausschuß Pommern: Vorsitz: Dr. Ehrlich Mosbach. Stettin, Lindenstraße 30; 2. Landesausschuß Rhein-Ruhr: Vorsitz: Dr. Julius Herzfeld, Essen, Hansahaus; 3. Landesausschuß Bayern: Vorsitz: Dr. Hans Teutsch. Nürnberg. Treustraße 7; 4. Landesausschuß Württemberg: Vorsitz: Dr. Alfred Einstein, Stuttgart, Mittnachtbau; 5 Landesausschuß Baden: Vorsitz: Dr. Siegwart Wertheimer, Karlsruhe, Kronenstraße 15; 6. Landesausschuß Hessen und Hessen-Nassau: Vorsitz: Heinz Gochsheimer, Frankfurt a. M., Kettenhofweg 128. Weitere Landesausschüsse sind in Bildung begriffen. Ihre Anschriften werden demnächst veröffentlicht werden. — Die jüdische Gemeinde hat zur einheitlichen Bearbeitung ihrer Aufgaben auf gesundheitlichem Gebiet ein Gesundheitsamt neu eingerichtet, dessen Leitung der langjährige Vorsitzende des Vorstandes des Krankenhauses der Gemeinde, Professor Dr. E. Seligmann, übernehmen wird. — Am 5. März wurde Arthur Hantke. Direktor des ..Keren Hajessod", 60 Jahre alt. — Zum Hauntschriftleiter der „Jüdisch-liberalen Zeitung" wurde an Stelle des ausgeschiedenen George Goetz Dr. Eugen Tannenbaum berufen; unter den ständigen Mitarbeitern befinden sich auch, Rabbiner Dr. Max Dienemann und Rechtsanwalt Heinrich Stern. — Frankfurt a. M. In einer Pressebesprechung entwickelte Hans Wilhelm Steinberg. 3er ehemalige erste Kapellmeister der Oper, einen von Dr. Kurt Singer, dem Präsidenten des „Kulturbundes deutscher Juden", entworfenen Aufbauplan für ein die wichtigsten Gemeinden Süd- und Südwestdeutschlands zu einem Bezirk zusammenfassendes Kulturwerk unter einem Vorstand, dem auch Vertreter der <Z) amen hüi nur bei 2eil99 ßiQbfrauenbQrg 39 Unsere Sflodellhut- Ausstellung ist eröffnet! bringen öie uns tybre getragenen ^üte tum Sendern: VERSTÄNDNIS FÜR ALLE Wir bemühen uns redlich,, die Vorur« feile derer xu beseitigen,die ängstlich sind vor unseren Preisen! Es Ist bestimmt unbegründet, denn die neuesten Modelle zeigen niedrigste Preise. FRANKFURT A.M. KAIS ERSTRASSE 5 \UY\D\ Wiuh« für Mutttf und Kind Schuhe für Mutier und Kind irri ScöiiHtiflüs Grass r/V BERGERSTRASSE 176 v/V Fernspr. 44238 Konllrmaiionsgeschenke stets günstige Gelegenheitskäufe anerkannt billige Pieise und gute Beratung GoldsleiQschc Buchdanülung Eschersheimer Landstrasse 8 Gegr. 1838 Hochpart. I Die Frankfurter Bank, Neue Mainzerstrafje 69 gegründet 1854 übernimmt die Ausführung aller bankmässigen Geschäfte bei billigster und raschester Bedienung Spareinlagen gegen Sparbuch ist Hinterlegungsstelle für Mündelvermögen