Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 6 (2.1934)
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 245 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 245 Judische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe Frankfurt a. M., Fahrgasse 146 III., Tel. 26976, Postscheckkonto: „Jüdische Nothilfe 1933" Frankfurt a. M. 29990. Sprechstunden: für Lehrer: Montag von 16 bis 17 Uhr, für Künstler: Montag bis Freitag von 12 bis 13 Uhr, für Kaufleute und alle anderen Berufe: Montag bis Freitag von 15 bis 17 Uhr. juristische Beratung: Dienstag und Mittwoch von 15 bis 17 Uhr Beratungsstelle des Centraivereins Die juristisch-wirtschaftliche Beratungsstelle des Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Landesverband Hessen-Nassau und Hessen, Sitz Frankfurt a. M., Steinweg 9, Zimmer 22, bearbeitet Kollektiv- und.Einzelschritte bei Behörden, Verbänden und Firmen, außerdem die Fragen beruflicher Fachausschüsse und die Rechtsberatung in Einzelfällen. Es wird gebeten, wegen starker Belastung des Syndikus, möglichst die Sprechstunden zwischen 11—1 Uhr täglich außer Samstag und Sonntag in Anspruch zu nehmen, zu einem anderen Zeitpunkt nach vorheriger Anmeldung. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der Centraiverein sich mit seiner Rechtsschutzarbeit und Beratung in Fragen der Wirtschaftspolitik allen deutschen Juden zur Verfügung gestellt hat. Jüdische Arbeitsvermittlung J Männlich j Wir empfehlen: Tüchtige Handwerkergehilfen aller Berufsarten, Fabrik- und Lagerarbeiter, Packer, Auslaufer (auch mit eigenem Rollfix und Lieferwagen), Chauffeure für Personenwagen, Last- und Ferntransporte. Tüchtige kaufmännische Angestellte: Detail- und Engrosverkäufer, Lageristen, Expedienten, R iisende aus allen Branchen; bilanz- und steuersichere Buchhalter. Kontoristen, Stenotypisten (auch mit eigener Schreibmaschine), Auslandskorrespondenten. Junglehrer nnd Studenten: für Unterricht in Französisch, Englisch, Neu-Hebräisch, Nachhilfestunden, zur Beaufsichtigung und Beschäftigung der Kinder.___ Geprüften Sportlehrer für Leichtathletik. Melden Sie nns: Handwerkliche Lehrstellen mit u. ohne Schabbos frei in Stadt u. Land. Anlernstellen in gewerblichen Betrieben. Sprechstunden: für gewerbliche Arbeitsuchende: Montag, Mittwoch und Freitag von 8Y2—12 Uhr; für kaufmännische Arbeitsuchende: Dienstag und Donneritag von von 8&—12 Uhr. Berufsberatung nnd Bernfsumschichtung: Dienstagnachmittag von 4—7 Uhr. Arbeitgeber, meldet nns jegliche vorkommende Danernnd Aushilfsstelle! Denkt dabei auch an die bei uns gemeldeten Schwerkriegsbeschädigten und Frontkämpfer. — Im Bedarfsfalle Rufnummer 26162 oder 282 47. Berufsberatung nnd Arbeitsnachweis 'für Judex E. V. Hans-Handwerk-Strafle 30. Weiblich Sprechstunde nur nachmittags von 3—6 Uhr. Berufsberatung nnd Lehrstellen Vermittlung: -Mittwoch von 3—5 Uhr. Wir empfehlen: 1 ächtiges Geschäftspersonal: Buchhalterinnen, Kontoristinnen, Stenotypistinnen (auch mit eigener Maschine), Verkäuferinnen, Schneiderinnen, Näherinnen und Flickerinnen, Modistinnen, Kunststopferin mit guten Referenzen. Tüchtiges Hanspersonal: Stützen, Hanshälterinnen, Hausdamen, Köchinnen. Kindergärtnerinnen, Kinderfräulein, Kindermädchen, Büglerinnen nnd Monatsfrauen. Krankennnd Sänglingspflegerinnen. Wir suchen tüchtige Alleinmädchen mit guten Zeugnissen. Arbeitgeber im Bedarfsfalle: Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Hans-Handwerk-Strafle 5, Tel. 25462. Offene Lehrstellen. Der Verein selbständ. israelitischer Handwerker u. Gewerbetreibender bittet seine Mitglieder, offene Lehrstellen dem Arbeitsnachweis für Juden, Hans-Handwerk-Str. 30, baldigst mitzuteilen. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 65, pt. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen Segen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Geschäftsstunden: Dienstag nnd Donnerstag, nachmittags von 4—6 Uhr. Tagesheim der erwerbslosen jüdischen Jugend Königswarterstraße 26 pt.. täglich geöffnet von 2—8 Uhr (Leitung: Phil. Rochwerg, Rückertstraße 59, Tel. 45434). Wochenprogramm: bonntag 3—^>6 Uhr: Schreiner-Lehrwerkstätte (Theorie). Leitung J. Sommer: Tisch- Tennis-Turnier. — Montag. 2—8 Uhr: Sdireiner-Lehrw.-1 kstäue, Lig. J. Sommer; Schreibmaschinen-Wettbewerb. — Dienstag, 2—8 Uhr Schre«- ner-Lehrwerkstätte; 5—6 L'hr: Stenographie für Fortgeschrittene. Ltff Frau Postawelski; 7—8 Uhr: Englisch für Anfänger, Ltg. VV. Wolff. — Mittwoch, 2—8 Uhr: Schreiner-Lehrwerkstätte; 3—4 Uhr: Hebraischet Sprachkurs für Anfänger, Ltg. M. Kaszalski; 4—5 Uhr: Hebräischer Sprachkurs für Fortgeschrittene, Ltg. M. Kaszalski. — Donnerstag. 2 bis 8 Uhr: Schreiner-Lehrwerkstätte; 3Vi—4Vi Uhr: Hebräisch für Fortgeschrittene; 4V£—5% Uhr: Hebräisch für Auf iiiiger. — Freitag und Samstag geschlossen. — Sport. Aussprachen. Schreibmaschine zum Ueben steht zur Verfügung. Zeitungen. Zeitschriften, Bücher Brettspiele. Jeden Nachmittag kostenlose Verpflegung. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Achtung! Wer spendet unserer Heimwerksiütte (Schreinerei) gebrauchte Werkzeuge und verarbeitungsfähiges Holz zu Lehrzwecken? Gefällige Zuschriften: Tagesheim der erwerbslosen jüdischen Jugend, Königswarterstraße 26. Stöhle gesucht Für das Jugendheim, Eschersheimer Landstraße 65, werden dringend einfache Stühle benötigt. Diejenigen Gemeindeniitglieder, die in der Lage sind, soluhe Stühle schenkungsweise zu überlassen, werden gebeten, entsprechende Mitteilung an den Heimwart zu machen. Personenwage gesucht Die Jüdische Berufsberatung benötigt dringend für Eignungsprüfungen eine gut erhaltene Personen-Dezimal wage und bittet Eigentümer einer solchen um freundliche Ueberlassung. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V. Frankfurt a. M., Hans-Handwerk-Straße 30, pt., Telefon 26162. Badeofen Wer schenkt Umschichtungs-Werkstatte gebrauchten Kohlen-Badeofen, evtl. reparaturbedürftig? Meldungen an Beling, Königswarterstr. 26. Achawa (Pensions- und Hilfskasse israelitischer Lehrer) Gegen Jahresende fand eine Verwaltungsausschußsitzung der Achawa statt. Wie ähnliche Institutionen hat auch diese nunmehr "0 Jahre bestehende Einrichtung ihre ursprüngliche Bedeutung eingebüßt. Trotzdem ist man, wie der erste Vorsitzende, Herr Oberlehrer Gut, ausführte, entschlossen, die Kasse zu erhalten. Wie Herr Bankdirektor Emil Simon mitteilte, konnten auch in diesem Jahre wieder M. 2400.— zur Ausschüttung gelangen. Den Ehrenmitgliedern, die dem Verein treu geblieben sind, und denjenigen, die zugunsten der Bedürftigeren auf ihre Quote verzichtet haben, gebührt besonderer Dank. Die Beiträge für Ehrenmitglieder betragen M. 6.—. Die aktiven Mitglieder werden gebeten, ihren Beitrag von M. 4.— auf das Postscheckkonto der Achawa (Pensions- und Hilfskasse israelitischer Lehrer Deutschlands), Nr. 4T452, Frankfurt a. M., einzuzahlen. Anfragen an Studienrat Walther Rothschild, Hammanstr. 5. Verein Wohltätigkeit (Chevroh Gemilaus Chassodim). Die diesjährige Generalversammlung konnte auf ein 30jähriges Bestehen des Vereins zurückblicken. In dem abgelaufenen Geschäftsjahre gab der Verein in drei Spenden (darunter Heizmaterial) an seine bedürftigen Mitglieder den Betrag von 700 Mark aus. Die dem Verein Wohltätigkeit angegliederte Freiwillige Sterbekasse hat sich sehr gut entwickelt, und konnte trotz des geringen monatlichen Beitrages von Mk. 0.60 ein Anwachsen der Kasse verzeichnen. In den Vorstand wurden die Herren: Beruh. Karpf, 1. Vors., D. Rosenthal, 2. Vors., W. Stern, 1. Schriftf., Sal. Strauß, 1. Kassierer, sowie S. Hirschherger, S. Künstlicher, S. Grünebaum, L. Steinhauer, Carl Rosenthal, Max Rosenthal, L. Bodenheimer, Z. Wetzler, E. Weiß gewählt. Die Tradition des Vereins, Abhaltung von Minjan, Gottesdienst an den hohen Feiertagen sowie Unterstützung seiner bedürftigen Mitglieder, wird auch weiterhin hochgehalten. Jüdischer Kinderhort, Bleichstraße 8 Für ^schulpflichtige Knaben und Mädchen täglich geöffnet 12 bis 6 Uhr. Mittag- und Vesperspeisung, Beaufsichtigung der Schularbeiten, Handfertigkeit, Spiel und Beschäftigung. Sprechstunde von 3 bis 4 Uhr. Leitung: Lucie Aschkenasy. Jugenddienst Die Zentralstelle jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des jüdischen Frauenbundes Frankfurt a.M.,will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Langestr. 3. Kundgebung des C.-V. Am Montag, den 19. Februar 1934, veranstaltet die Ortsgruppe des Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens um 20.15 Uhr in der Frankfurt-Loge, Eschersheimer Landstraße 27, eine Kundgebung, in der Herr Rabbiner Dr. Eschelbacher, Düsseldorf, über „Das Gebot unserer jüdischen Zukunft" sprechen wird. „Deutscher Vortrupp — Gefolgschaft Deutscher Juden" Ueber die Jahreswende fand das dritte Reichstreffen des Bundes Deutscher Vortrupp in Gersfeld (Rhön) statt. Der Deutsche Vortrupp sieht in seiner Ausrichtung auf rechtes geschichtliches Bewußtsein seine spezifische Aufgabe neben den großen Verbänden und den Jugendbünden des deutschen Judentums und gelangte bei der Rhöntagung auf seinem Wege grundsätzlicher Besinnung ein gut Stück vorwärts. Die Einsicht wurde