Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 6 (2.1934)
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 246 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 246 gefestigt, daß ein seiner Vergangenheit und formenden Aufgabe eingeclenkes Deutschland auch wieder Raum für Juden haben wird, die zum vollen Einsatz bereit sind; das Streben nach Erneuerung der Säfte führt Deutschland zum Rückzug aus der imperialen Geschichte, fuhrt die deutschen Juden aber in eine Bewährungszeit. Im Mittelpunkt des Treffens standen zwei , Zusammenkünfte des „Theologischen Arbeitskreises für jüdische Erneuerung" unter der Fragestellung: Jüdischer Glaube heute? Die Fäden zu einem neuen Offenbarungsverständnis wurden weiter gesponi.eu und die Möglichkeit gewiesen, aus jüdischer Religiosität heraus seine Schuldigkeit Deutschland gegenüber zu erkennen und zu tun. Musikalischer Abend im Jüdischen Jugendbund. In anerkennenswerter Weise hatte sich der Jüdische Jugendbund zur Veranstaltung eines musikalischen Abends in seinen Heimräumen entschlossen. Die ausführenden Gesangssolisten bewiese« in ihren Darbietungen gute Schulung und ließen deutlich den Ernst erkennen, von dem ihr Studium erfüllt ist. Die von Edith Graf und Willi Natt gebotenen Arien und Lieder waren erfreuliche Leistungen der Ausführenden. Vielversprechend ist auch das große, wohlklingende Material des Tenors Albert Eckstein, das bei weiterer intensiver Ausbildung zu Hoffnungen berechtigt. Senta Würzburger mit reizvollem, gut durchgebildetem Sopran verschönte den Abend durch kultivierte Vorträge. Daß die sich gut anpassenden Begleiter Irmgard B e n d h e i m und Alfred M a i e r sich mit einem minderwertigen Klavier abfinden mußten, war bedauerlich. Die zahlreichen Hörer dankten allen Mitwirkenden mit reichem Beifall. F. W. Verein selbst, israel. Handwerker und Gewerbetreibender Die Frauen-Gruppe des Vereins hielt ihre General-Versammlung ab. Aus dem Jahresbericht der 1. Vorsitzenden Frau Jos. Schwarzschild war zu ersehen, daß die Frauen-Gruppe auch dieses Jahr mit ihren Leistungen zufrieden sein kann. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Besonders erwähnenswert ist die Chanukkah-Feier für unsere Kinder, welche in der Toynbeehalle stattfand. Herrn Rabbiner Dr. Horowitz sei für seine Worte an dieser Stelle nochmals Dank gesagt. Werbe-Hallensportfest Am 18. Februar 1954 veranstaltet der südwestdeutsche Bezirk des Makkabikreises im Hippodrom zu Frankfurt ein Hallensportfest. (Büro: Julius Hirsch, Ffm., Kettenhofweg 17, täglich 5—7, Tel. 79284.) Zum ersten Male wird die im Makkabi sporttreibende jüdische Jugend und die ihr angeschlossenen Bünde in einer großen Sport-Demonstration zeigen, daß eine jüdische Generation herangewachsen ist, die sich frei macht von einer veralteten Lebensauffassung und bereit ist, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Aus allen Städten der näheren und weiteren Umgebung Frankfurts wird die jüdische Jugend zusammenströmen, um im friedlichen Kampf die körperlichen Kräfte zu messen. Jüdischer Tnrnerbund Frauenkursus unter der Leitung unserer Turnlehrerin Sitta Golde. Neuanmeldungen an Frl. Golde, Oscar v. Miller-Straße 16 oder telephonisch: 73413 (H. Herrmann). Frauengymnastikkurs Sonntag 10.45—12.30 Uhr in der Turnhalle der S. R.-Hirsch-Schule. Vereins^ und Versammlungskalender (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 20. Februar bei der Schriftleitung vorliegen.) Dienstag, 13. Febrnar Freie Arbeitsgemeinschaft. Vortrag über „Die Idee einer jüdischen Kulturpolitik" von Dr. J. Soudek, Sitzungszimmer der Westendsynagoge, 20% Uhr. Mittwoch, 14. Febrnar Jüdischer Jngendbund. Vortrag über „Helft den Juden auf dem Lande". Referenten: Dr. Mayer, Ernst Steigerwald, Helmuth Strauß, Jugendheim, 21.15 Uhr. Frauengruppe des Vereins selbst, israel. Handwerker und Gewerbetreibender. Vortrag über „Palästina" mit Lichtbildern von Frau Irene Darmstädter und Dr. Salli Levi, Arnold-Lazarus-Halle, Königswarterstrafie 26, 20% Uhr. Sonntag, 18. Februar Verein Westendsynagoge. Vortrag über „Vom Beginn der neuen Zeit bis Moses Mendelssohn" von Rabb. Dr. Dienemann, Westendsynagoge, 18 Uhr. Montag, 19. Februar Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Vortrag über „Das Gebot unserer jüdischen Zukunft" von Rabb. Dr. Eschelbacher, Düsseldorf, Frankfurt-Loge, 20.15 Uhr. Dienstag, 20. Februar Freie Arbeitsgemeinschaft. Vortrag über „Die jüdische Schule unserer Zeit" von Stüdienrat Dr. A. Hirsch, Sitzungszimmer der Westendsynagoge, 20% Uhr. Deutsch-jüdische Jugend „Iii". Vortrag über „Moderne Bewegungen im Christentum" von Rabb. Ludwig Mehler, Jugendheim, 21 Uhr. Jüdischer Jugendbund. Vortrag über „Wie stellen Sie sich die Lösung der Judenfrage vor?" Jugendheim, 21.15 Uhr. Donnerstag, 22. Februar Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes. Arbeitssitzung, Hans- Hand werk-Strafle 3, 16% Uhr. Samstag, 24. Februar Jüdischer Jugendbund. Purimfeier, Promenadenkaffee, 20% Uhr. Dienstag, 27. Februar Freie Arbeitsgemeinschaft. Vortrag über „Biblisches Führertum" von Rabb. Dr. Salzbergcr, Sitzungszimmer der Westendsynagoge, 20% Uhr. Deutsch-jüdische Jugend „Iii". Vortrag über „Das Nationale in der bildenden Kunst" mit Lichtbildern von Dr. Arthur Galliner, Jugendheim, 21 Uhr. Jüdischer Jugendbund. Diskussionsabend über das Thema vom 20. Februar, Jugendheim, 21.15 Uhr. | Veränderungen im Personenstand j vom 15. Dezember 1933 bis 15. Januar 1934 Barmizwa-Feiern Synagoge, am Börneplatz: Erich Warschawski - David-Stempel-Str. 10 — Kurt Weisbacher, Fasanenstraße 17 — Kurt Rückländer, Wingcrtstraße 3 — Siegfried Nathan, Neue Schiesingergasse 8 — Erich Hanau, Lersnerstraße 30a — Moritz Z e r n e r , Sandweg 42. Hauptsynugoge: Manfred Kahn, Palmstrafie 18 — Walter Martin Sommer, Loenstraße 5 — Artur Bodenheimer, Gutleutstr. 19 — Stefan Dach, Hanauer Landstraße 4 — Walter Mayerfeld, Günthersburgallee 43. Westendsynagcge: Richard Schaumberg, Roonstraße 8 — Herbert L e v y , Arndtstraße 25. Synagoge Bockenheim: Edwin Emden, Marburger Straße 32. Synagoge Unterlindau: Justin Wohl, Holzhausenstraße 56 — Erich FreudenStein, Hans-Sachs-Straße 3. Trauungen Max D e s s e r , Obermainanlage 20 mit Selma B e r g e r , Obermainanlag-j S — Norbert Kleeblatt, Staufenstraße 30 mit Paula Löwenstein, Altenstadt — Ephraim Schimmel, Uhlandtraße 55 mit Friedel Nebenzahl, Zeil 10 — Jakob Klein, Rudolfstraße 3 mit Johanna Oppenheimer, Heidelberg — Arno Griineb au m , Wiesenstr. 111 mit Hanna Mandello, Wolfsgangstraße 19 — Eduard S t i b b e , Am Weingarten mit Herta Hirschberg, Schloßstraße 73 — Wilhelm L o e b , Miquelstraße 5 mit Berta Reiß, Thomasiusstraße 16 — Ernst Hirsch, Martin-May-Straße 17 mit Ruth Hirschler, Savignystr. 8 | Seit 1869 | Lazarus Posen Wwe. Silberschmiede ET Barmizwohgeschenke in jeder Preislage. Juwelen, Gold, Silber, versilbert, Modeschmuck, Uhren, Trauringe Umänderungen und Reparaturen. An» und Verkauf von Silber und Juwelen aus Privatbesitz u r Keiserslrasse 23 Haltestelle Neue Mainzeratrasse o / © / t 1 bei EKA-Moden ll!!lt!lllllllll!!l!li:il!Ullllli!llll!llllllllll!IH^ gegenüb. Generai-Anzeig. 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