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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1933-12-01 · 4 (12.1933) · p. Seite 168

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
12 (1933-1934)
Issue
4 (12.1933)
Date
1933-12-01
Page
Seite 168 (sequence 34)
Language
German
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Seite 168 Festtägskuchen und Festfagsgebäck Linzer Torte. 280 Gramm Butter werden mit 140 Gramm fein gestoßenem Zucker und 2 Dottern sehr flaumig % Stunde lang gerührt, lann gibt man 140 Gramm abgezogener, fein geriebener Mandeln und etwas fein gewiegte Zitronenschale dazu, rührt abermals Stunde und rührt zuletzt 310 Gramm . feines Mehl hinein. Eine große Tortenform bestreicht man mit Butter und streut sie mit feinem Zucker aus. Man füllt nun die größere Hälfte des Teiges ein, streicht Aprikosenmarmelade daran und flicht von der anderen kleineren Hälfte des Teiges ein Gitter darüber. Der Teig wird hierzu in fingerbreite Stängeldien gerollt. Man schneidet am llande das Gitter gleichmäßig ab, legt noch eine Teigrolle als Abschluß rund herum, bestreicht die Oberfläche des Teiges mit verschlagenem Ei und bäckt die Torte bei gleichmäßiger, nicht zu starker Hitze ungefähr eine Stunde lang. Nach dem Backen bestreut man die Torte mit feinem Zucker und gibt noch frische Marmelade zwischen das Gitter. Bischofsbrot. Man rührt drei Dotter zuerst allein sehr gut ab, gibt dann nach und nach 140 Gramm feinen Zucker mit Vanillegerudi dazu, hierauf den festen Sdmee von 5 Eiweiß und 210 Gramm eines Gemisches von Sultaninen, stiftheh geschnittenen Mandeln, Zitronat, Orangeat und kleinen Stückchen Sdiokolade, weldie vorher etwas erweidit wird. Die länglidie Form (Teekudienform) streicht man mit Buller gut aus, bestaubt mit Mehl, füllt die Masse ein und bäckt sie langsam im Rohre. Am nächsten Tage erst läßt sich das Bischofsbrot gut schneiden. Nußstangen. 250 Gramm geriebene Haselnüsse vermisdit man mit 250 Gramm Zucker und 50 Gramm Schokolade. Man gibt ein Eigelb und ein ganzes Ei, sowie einen Teelöffel Backpulver dazu, verarbeitet alles zu einem festen Teig, rollt diesen und schneidet fingerlange Stangen davon, bestreicht sie mit weißem Zuckerguß und bäckt sie bei mäßiger Hitze. Hobelspäne. Hierzu benötigt man drei Eier, dann drei Eier schwer Zucker und etwa 2% Eier schwer Mehl. Die drei Eiweiß werden zu festem Sdinee geschlagen, mit den drei Dottern und dem Zucker % Stunde verrührt, Vanillegeruch beigemengt und zuletzt das Mehl hinzu getan. Ein Blech wird mit Wachs bestrichen, der Teig sehr dünn aufgestridien, langsam halb gebacken, in zwei Finger breite Streifen geschnitten (20 cm lang) und nochmals zum Garbarken ins Rohr gegeben. Noch heiß muß man die Streifen in Lockenform schnell über einen Kochlöffelstiel drehen. Nach Belieben kann man den Teig mit Anis oder geriebenen Mandeln bestreuen oder diese Zutat auch, weglassen. Schokoladekipferln. 140 Gramm geschälter, fein geriebener Mandeln, 140 Gramm fein gestoßenen Zuckers, 140 Gramm aufgelöster Schokolade ■ werden mit dem festen Schnee von vier Eiweiß vermengt, auf ein mit Butter bestrichenes Backblech fingerdick gestrichen und 1 Stunde im kühlen Rohre gebacken. Solange das Gebackene noch heifl ist, sticht man mit einem Förmchen Kipferln aus. Kastanienkugeln. Ein Pfund Kastanien schält man von der harten Schale, gibt sie in heifies Wasser, läßt sie nur so lange darin aufwallen, bis man die feine braune Haut abziehen kann. Hierauf gibt man sie in anderes Wasser und kodit sie mit etwas Vanille, bis man sie passieren kann. 150 Gramm Zucker kodit man in Wasser so lange, bis er spinnt und vermengt ihn hierauf mit dem Kastanienpüree. Ausgekühlt, formt man kleine Kugeln daraus, läßt dieselben über Nadit trocknen, taudit sie dann in Schokoladenglasur und läßt sie abermals auf weißem Papier trocknen. Die sozialen Abgaben der Hausangestellten Da bei vielen Hausfrauen nicht genügende Klarheit über die Zahlung der sozialen Abgaben der Hausangestellten besteht,, seien hier die wichtigsten Anhaltspunkte gegeben. Beiträge zur Invalidenversicherung: Für alle Hausangestellten, die einen Monatslohn bis zu M. 50.— erhalten, ist pro Woche eine Marke zu 60 Pfg. zu kleben, für Hausangestellte mit höherem Lohn eine Marke zu 90 Pfg. Für alle Putz- und Monatsfrauen ist bei einem Wochenverdienst bis M. 6.— eine Marke zu 30 Pfg., bei einem Wochenverdienst von M. 6.— bis M. 12.— eine Marke zu 60 Pfg. zu kleben. Beiträge zur Allgemeinen Ortskrankenkasse: Die Ortskrankenkasse sendet allen Arbeitgebern zu Beginn jeden Monats schriftlich Nachricht, wieviel für ihre Hausangestellten an monatlichen Beiträgen zu zahlen ist. Daher ist jede An- und Abmeldung der Hausangestellten mit genauer Angabe des Monatslohnes der Ortskrankenkasse jeweils sofort zu melden, um Unstimmigkeiten zu vermeiden. Die Zahlung der Abgaben verteilt sich wie folgt: Krankenkassenbeiträge: ein Drittel der Arbeitgeber, zwei Drittel der Arbeitnehmer, Invalidenversicherungsmarken: Arbeitgeber und Arbeitnehmer je die Hälfte. Die Bürgersteuer ist von den Hausangestellten in voller Höhe allein zu tragen. pESl^GESCHEPM Damen-Wäsche Worgen-Röcke HaUS"AnZ 9 Bett-Wäsche Tisch-Wäsche Taschentücher ^BONN Rossmarkt15a Gegr. 1776. Waschu. BUgelanstalt „Frankfurt" Inh. James Lewy Bleichstr. 4 Te l 21427 Pfundwäsche, Haushaltungswäsche, Stärkewäsche in erstklassiger Ausführung zu billigsten Preisen. Prompte Lieferung. Elektrischer Heißmangelbetrieb. Frei Holen u. Bringen. Samst. geschlossen Atelier für feine Damensdineiderei flodenfjeimer- Setjoemann Kleider : Mäntel : Kostüme GuMeurstr. 19, Nähe Schauspielhaus . Telefon 31863 Beliebte Geschenke >5> aö <fe**£>« Ü<&Z <•* Ses $9$ p*Se Pe/*h Pe^Z9en **> ab *tten ab 1*$ 3*o eSo l>al Wolto- 8*o ghub, FUHRLÄNDER Gegr. 1860 Zeil 74 bis 82 rKTSwOEES^*

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